Sonntag, 17. Juni 2007

Wurf 13. Zerrüttet.

Man glaubt gar nicht, was einem beim Lernen so alles einfällt. Heute ist mir z.B. eingefallen, dass eine gewisse Person seinerzeit während einer Klausur ein ganzes Toastbrot verspeist hat. Außerdem ist mir letzte Woche oder so auch eingefallen, dass ich den guten Herbert schon lange nicht mehr mit einem frischen Mixtape (darf man das im Zeitalter der Digitalisierung überhaupt noch sagen?) versorgt habe. Und weil man Toastbrote so schlecht in CD-Schlitze schlorzen kann, hab ich mich mal wieder hingesetzt und mir 23 tolle Lieder aus den Rippen geschnitzt. Die baller ich die Tage mal auf ne CD und dann hör ich die immer, wenn ich wieder zur Arbeit fahren muss. Und damit ich nicht vergesse, welche das sind, liste ich sie hier auf. Großartig!
  1. Juliette & The Licks - Smash And Grab
  2. twanger - Bleib dabei
  3. Boozed - Wild Boys
  4. Heideroosjes - Homesick For A Place That Does Not Exist
  5. Muff Potter - Fotoautomat
  6. Cherry Poppin' Daddies - Drunk Daddy
  7. Mad Caddies - Lay Your Head Down
  8. The Busters - Clocks Don't Rock
  9. Anajo - Stadt der Frisuren
  10. My Baby Wants To Eat Your Pussy - So Deep
  11. Grossstadtgeflüster - Ich muss gar nix
  12. Electric Six - She's White
  13. Gem - All I Want Is You
  14. Gods Of Blitz - Now
  15. Milburn - Send In The Boys
  16. My Chemical Romance - Mama
  17. TempEau - Du bist verrückt mein Kind
  18. Limp Bizkit - The Story
  19. Knorkator - Alter Mann
  20. Neurosonic - So Many People
  21. Skunk Anansie - And This Is Nothing I Thought I Had
  22. Eels - Souljacker Part I
  23. Beginner - Hör weg
Lob erlaubt! Auch für Nina.

Gerade läuft: Nix

Freitag, 15. Juni 2007

Skaltstadt

Wenn ich nach Hause komme und es schon wieder hell ist, die Vögel zwitschern und die Tageszeitung im Briefkasten liegt, kann das 2 Gründe haben:
  1. Ich bin in der Bahn eingepennt und musst in der Wallachei 1000 Stunden auf die richtige Bahn warten
  2. Der Abend war richtig toll
Heute war ausnahmsweise mal Zweiteres der Fall. Denn: Mit Stuessy, Stuessys Kusine (Memo an mich selbst: Gutes Institut!), Heikönnen und am Anfang auch noch Heike und Dingsbums und Bumsdings war ich in Düsseldorf. Weil da im People die riesen Ska-Nacht war. Das bedeutet, dass eigentlich 3 Bands spielen sollten, aber im Endeffekt nur 2 da waren. Davon waren die Skankaroos (Link such ich morgen raus) toll, und Me In The Bucket (dito) mitteltoll. Macht insgesamt: toll! Anschließend sind wir noch irgendwo gewesen und danach noch irgendwo anders. War auch toll. Und jetzt geh ich wohl besser erstmal ins Bett. Irgendwann muss ich ja auch mal lernen. Vielleicht.

Gerade läuft: Nix

Mittwoch, 13. Juni 2007

Kinotag: Ocean's 13

Filmtitel: Ocean's Thirteen (2007)
Regisseur: Steven Soderbergh
Darsteller: George Clooney (Danny Ocean), Brad Pitt (Rusty Ryan), Matt Damon (Linus Caldwell), Al Pacino (Willy Bank), Ellen Barkin (Abigail Sponder)

8/10 - Sehr sehenswert

Der lustige Kassenhornbrillenträger Reuben Tishkoff steht kurz vor einem großen Coup. Gemeinsam mit Hoteltycoon Willy Bank will er ein supermegapornöses Casino-Hotel in Las Vegas eröffnen. Doof nur, dass Bank ihm ein paar Monate vor der Eröffnung eröffnet, dass er ihn verhonepipelt hat und lieber alles alleine und anders machen will. Das sitzt und Reuben liegt - Herzinfarkt, Komakind! Klarer Fall, dass Reubens Busenfreunde Danny Ocean und Rusty Ryan diese Dreistigkeit nicht ungesühnt lassen können. Also werden kurzerhand die 9 alten und 1 neuer Kollege (wer auch immer das ist) rekrutiert und der ultimative Plan entworfen. Ziel: Banks Casino so zu manipulieren, dass in der Eröffnungsnacht jeder Zocker alles gewinnt. Natürlich eine absolut unmögliche Aufgabe...

Eins mal vorweg: Ich hab "Ocean's 12" nie gesehen (was nach einhelliger Expertenmeinung wohl auch kein großer Verlust ist) und kann daher nur "Ocean's 11" als Vergleich missbrauchen. Dieser Vergleich ist dafür aber umso einfacher, denn im Prinzip ist "Ocean's 13" baugleich. Ein Haufen cooler Leute klopft coole Sprüche und zeigt einem uncoolen Sack mal auf richtig coole Art und Weise, wo der Frosch die Locken hat. Das hat bei "O11" schon wunderbar funktioniert und es macht auch bei "O13" wieder richtig Spaß. Dafür sorgen aber nicht nur der (mal wieder mit einigen Überraschungen gespickte) geniale Plan, die zahlreichen Stars und die lustigen Dialoge, sondern auch die zackige Kameraführung und der lässige Soundtrack. Insgesamt also perfektes Popcornkino, dessen einziges Manko es ist, dass es das alles schonmal gegeben hat. Obwohl... auch egal. 8/10, angucken erlaubt!

Gerade läuft: Nix

Dienstag, 12. Juni 2007

Zensurenlotto, letzter Teil

Heute nahm das Drama seinen Lauf. Der Titel: "Die letzten Klausuren des Turbomartin". Der Darsteller: Ich. Die Motivation: Gering. Freundlich ausgedrückt. Naja, für die heutige Klausur wird's auf jeden Fall schonmal mehr als gereicht haben, also wird's auch irgendwie schon bei den anderen klappen. Vielleicht. Hoffentlich.

Aber keine Klausurphase - erst recht keine letzte - ohne das beliebte Wahrsagerspiel! Also werde ich mir auch dieses mal für jede Klausur irgendeine Note auswürfeln, die ich eventuell vielleicht geschrieben haben könnte. Dieses Mal in optimistisch und selbstverständlich mit dem oft kopierten, nie erreichten und zurecht unterbezahlten Verspät-O-Meter, das dem Ansgar seine Verspätungen dokumentiert. Krass? Krass!

VorlesungGefühltes FeelingVerspät-O-Meter
E-Business2,310 min
Führung2,7n/a
Entwicklung interaktiver Systeme2,015 min
Controlling1,30 min
Praxis der Software-Entwicklung1,78 min
Wirtschaftsenglisch (von Malle)2,0n/a
Schnitt2,08 min 15 sek

Gerade läuft: Jimmy Eat World - Pain (Album: Futures)

Montag, 11. Juni 2007

Sachen, die so richtig scheiße sind (3)

  • Für Klausuren lernen.
  • Im Sommer für Klausuren lernen.
  • Im Sommer Diplomarbeit schreiben.
  • Strand und Meer nicht vor der Haustür haben.
[Scheißige Sachen, Teil 2]
[Scheißige Sachen, Teil 1]


Gerade läuft: Schweiß

Sonntag, 10. Juni 2007

N2M

Turbomartin inkl. GefrorenemNormalerweise hätte ich ja dieses Wochenende mal so richtig auf die Lerntube gedrückt und mir einen Haufen Kram über Intra-Administration-Prozesse, situatives Führungsverhalten und Interferenzen in der Wahrnehmung in die Birne gekloppt. War aber dann im Vergleich zu 2 Tagen Münster irgendwie doch nur der 2. Sieger.

2 Tage Münster heißt in diesem speziellen Fall übrigens: Mit den Nubbessen unter der kompetenten Führung des Exilnubbes' durch die sonnige Stadt latschen, Backfisch essen, Hose zerstören, Weizen trinken, Eis essen (siehe Foto), Nachtwächter Gerd von Anno Domini 1688 treffen, durch die verregnete Stadt latschen, Geschichten hören, Lieder hören, Weizen trinken, Weizen trinken, Lammhaxe essen, Jägermeister trinken, Weizen trinken, durch die dunkle Stadt latschen, Pils trinken, schlafen, um den nassen Aasee latschen, Tretboot fahren, Schwan gucken, braun werden, Bananenweizen trinken und Gyrosauflauf essen. Naja, Münster hatte halt nur gaaaaanz knapp vor dem Lernen gewonnen...

Gerade läuft: Fastball - The Way (Album: All The Pain Money Can Buy)

Freitag, 8. Juni 2007

Kinotag: Zodiac

Filmtitel: Zodiac - Die Spur des Killers (2007)
Regisseur: David Fincher
Darsteller: Jake Gyllenhaal (Robert Graysmith), Mark Ruffalo (David Toschi), Robert Downey Jr. (Paul Avery), Anthony Edwards (William Armstrong), John Carroll Lynch (Arthur Leigh Allen)

5/10 - Durchschnittskost

Ende der 60er macht ein Amerikaner aus Kalifornien das, was Amerikaner am liebsten machen: Leute töten. Mehrere Leute töten. Aber weil er sich selbst Zodiac nennt, verschlüsselte und unverschlüsselte Briefe an Zeitungen schickt und u.a. droht, Schulkinder über den Haufen zu ballern, findet das keiner so richtig lustig. Erst recht nicht die ermittelnden Inspektoren Dave Toschi und Bill Armstrong. Als deren Nachforschungen allerdings auch nach mehreren Monaten zu keiner Festnahme führen, das Morden aber nicht aufhört, klemmt sich Robert Graysmith, der eigenbrötlerische Karikaturist einer Zeitung, die mehrere Zodiac-Briefe erhielt, hinter den Fall.

Die Geschichte hinter "Zodiac" ist eine wahre, an die sich David Fincher überraschend genau hält, was jedoch ebenso überraschend dem Film zum Verhängnis wird. Die Story an sich ist zwar überaus interessant, aber meiner Meinung nach hätte sich "Zodiac" gut daran getan, sie zumindest ansatzweise ein bisschen in einen für Filme geeigneteren Rahmen zu quetschen. Will sagen: Ein paar weniger Charaktere und eine leicht verkleinerte Zeitspanne hätten die beiden nervigsten Details des Films (74672 verschiedene Charaktere und mehr Zeiteinblendungen als bei "Lenßen & Partner") beseitigt. Darüber hinaus kam es mir doch sehr überflüssig vor, zuerst die komplette Ermittlungsarbeit der Polizei und anschließend die komplette Ermittlungsarbeit von Rober Graysmith - die natürlich irgendwo der der Polizei ähnelt - zu zeigen. Beide sind zwar immer mal wieder mehr oder weniger spannend, sorgen aber im Endeffekt doch nur dafür, dass "Zodiac" länger und länger wird. Am Ende stoppt die Uhr bei 157 min, was mindestens 30 zu viel sind.
Rundum positiv sind hingegen die schauspielerischen Leistungen. Besonders Jake Gyllenhaal als eremitischer Karikaturist, der sich immer mehr in den Fall hineinsteigert, hat mir sehr gut gefallen. Aber weil eine Schwalbe bekanntlich noch keinen Sommer macht, hievt das "Zodiac" auch nicht höher als auf eine ziemlich maue 5/10. Schade eigentlich. Von David Fincher ist man sonst ganz andere Kaliber ("Fight Club", "Sieben", "The Game") gewohnt.

Gerade läuft: Ween - Falling Out (Album: White Pepper)

Donnerstag, 7. Juni 2007

Düsseldorf yeah, Martin buh!

Flaschen in Düsseldorf

Gerade von meiner Jungfernfahrt in die Düsseldorfer Altstadt wiedergekommen. Ist das da geil oder ist das da geil? Ich sag mal ganz provokant, das ist 12x die Zülpicher Straße in Köln! Und die ist schon der Hammer. Ein Laden neben dem nächsten, und das alles bestimmt 5 Straßen lang! Warum ich da nicht schon viel eher mal rumgezogen bin, wird für immer ein Geheimnis bleiben. Aber kackegal, nächste Woche wieder. Donnerstag ist Ska-Abend im People. Biste dabei, Stuessomat?

Auf der Heimfahrt bin ich zur Abwechslung mal wieder in der Bahn eingepennt und hab meine Ausfahrt verpeilt. Diesmal bin ich allerdings nicht eine, sondern gleich 3 Stationen zu weit gefahren und in Leverkusen-Mitte ausgekommen. 20€ hätte ein Taxi nach Langenfeld (wo mein Fahrrad stand) gekostet, 8€ hatte ich noch dabei. Also bin ich noch 50 min durch Leverkusen gelaufen, hab nen Kiosk gesucht, keinen gefunden und sinnlose SMS geschrieben. Das Leben ist hart.

Gerade läuft: Nix

Mittwoch, 6. Juni 2007

Letzter Schultag

Heute habe ich meine allerallerallerallerallerletzte Vorlesung hinter mich gebracht. War irgendwie symptomatisch für dieses Quartal: Heikönnen und ich kamen aus verkehrstechnischen Gründen ne halbe Stunde zu spät. Wir packten die Notebooks raus, bekamen einen Zettel in die Hand gedrückt (Probeklausur) und starrten diesen verständnislos an. Nach 30 min Stille erklärte der Dozent dann die Vorlesung für beendet...

Aus Protest sitz ich jetzt aber immer noch in der FH. Ich fahr doch nicht für ne halbe Stunde dumm rumsitzen 1½ Stunden Auto!

Gerade läuft: Nix

Dienstag, 5. Juni 2007

Rock am Ring 2007

Rock am Ring

Oh-oh-weia, was für eine Feier! Da wurde der Ring aber überaus amtlich gerockt! Ich würde sogar fast so weit gehen und sagen, nie war ein Erstes Mal besser. Vor allem war es nie unbeschreiblicher. Ich versuch's einfach trotzdem mal.

Die Camper
Carina, Demo, fargy, fargy-frau, Heike, Nicky, Schwesterli, Stuessy, Timou, Turbomartin und ein paar skurrile Gestalten.

Das Wetter
Im Großen und Ganzen sehr akzeptabel. Donnerstag meistens sonnig, Freitag meistens verregnet (glücklicherweise nur etwas stärkerer Nieselregen), Samstag abwechselnd trocken und sonnig, Sonntag auch. Für Sonnenbrände auf Nase, Stirn und Ohren und braune Ärmchen hat's allemal gereicht.

Die Hygiene
Wird überschätzt. 4 Tage, in denen das einzige Wasser, mit dem der Körper in Berührung kommt, entweder vom Himmel oder von anderen Menschen fällt, sind ohne große Schwierigkeiten auszuhalten. Die Haare mussten zwischendurch mal gewaschen werden (das ging aber ambulant, also am Zelt), für den Rest hat die Männerdusche vollkommen ausgereicht. Und für die Notdurft gab's entweder für 0,50€ ein halbwegs vernünftiges Klo oder das integrierte Dixi-Pissoir (ein Hoch auf den Erfinder des Penisses!).
Am meisten gestört hat mich übrigens überraschenderweise, dass ich mich nicht rasieren konnte. So ein halber Vollbart ist schon irgendwie nervig.

Das Camping
Hier fängt's jetzt wirklich an, schwierig zu werden. Diese Camping-Atmosphäre war einfach unbeschreiblich! So viele Leute, zu denen man sich einfach hinsetzen konnte. So viele Leute, die einem einfach Kakao oder Bier gegeben haben. So viele Leute, die Tag und Nacht den Platz mit guter Musik beschallt haben. So viele Leute, mit denen die einzige Kommunikation aus "Helgaaaa" oder "Timmäää" bestanden hat. Vor allem aber: So viele Leute aus Freiburg und Umgebung. Sehr mysteriös. Aber toll. Auch wenn ich mir mit unserem Popelzelt fast schon ein bisschen schäbbig vorbekommen bin, weil einige Leute da tatsächlich mit hektargroßen Bundeswehrzelten inkl. Bierzeltgarnituren ankamen, ganze Schweine gegrillt haben und eigene Generatoren am Start hatten, um ihre Anlagen, ihre Kühlschränke, ihre PCs und teilweise sogar ihre Fernseher (mit Satellitenschüssel!) mit Strom zu versorgen. Naja, jetzt weiß ich ja Bescheid für's nächste Mal.
Noch ne lustige Sache am Rande: Unser Campingplatz (C1) lag an einem Hang, sodass bei uns alles etwas Schieflage hatte. Jetzt ist zwar eigentlich alles wieder gerade, aber irgendwie hat sich mein Körper noch nicht wirklich wieder dran gewöhnt. Ich hab immer noch das Gefühl, als wär alles irgendwie krumm.

Die Konzerte
Hier geht's jetzt weiter mit der Schwierigkeit. Diese Konzert-Atmosphäre war einfach unbeschreiblich! So viele Leute, die sich stundenlang enger aneinander gequetscht haben als Sardinen in Dosen, nur um vor den Wellenbrecher zu kommen. So viele Leute, die einfach nur gut gelaunt waren. So ein fetter Sound, dass selbst Leute, die 10 km von der Bühne entfernt standen, noch astreinen Klang hatten und fröhlich vor sich hin tanzen, mitsingen und mitklatschen konnten. So viele Leute, die auch 10 km von der Bühne entfernt noch fröhlich vor sich hingetanzt, mitgesungen und mitgeklatscht haben. So viele Leute, die die Wartezeit zwischen den einzelnen Bands mit emotionsgeladenen "Scheiß Tribüne"-Rufen überbrückten. So viele Bands, denen man ansehen konnte, wie begeistert und beeindruckt sie von diesen hüpfenden und jubelnden Menschenmassen waren. Mit einem Wort: Gigantisch!

Die Bands
Damit das hier jetzt nicht all zu lang wird, müssen höchstens 2-3 Sätze pro Band reichen. Das reicht ja dann auch.
  • My Baby Wants To Eat Your Pussy (Fr): Mit 0 Erwartungen und nur wegen des mögigen Namens hingegangen und echt positiv überrascht worden. Sehr ausgeflippte Leute, sehr unkonventionelles Songwriting. Ein würdiger Festivalopener, den ich mir gerne nochmal in länger angucken würde!
  • The Hives (Fr): Nachdem ich die Hives vor 6 Jahren als Vorband von den ärzten scheiße fand, hatten sie nun die Möglichkeit zur Resozialisierung. Und sie ließen sie ungenutzt! Man kann ja gerne so tun, als wär man arrogant, aber dann sollte man auch live bitte nicht so langweilig sein wie Brot mit Margarine.
  • Billy Talent (Fr): Waren schon in Düsseldorf super und haben auch am Ring heftigst gerockt. Diesmal hat's auch die Frisur des Gitarristen nicht überlebt. Das will schon was heißen.
  • Muse (Fr): Der Hammer! War zwar musikbedingt weniger Rock und mehr Atmosphäre, aber die war dafür umso krasser. Dazu noch eine absolut grandiose Lichtshow und fertig war die Gänsehaut. Für mich das Highlight am Freitag!
  • Linkin Park (Fr): Hatte wegen des doch eher bescheidenen neuen Albums eher gedämpfte Erwartungen, die sich aber eigentlich mehr als erfüllt haben. Die Jungs waren sehr sympathisch, hatten einen superfetten Sound und haben zwar 2 todlangweilige, dafür aber auch alle 2½ guten Sachen ihrer neuen CD und viel alten Kram gespielt. Muss ich mir aber trotzdem nicht unbedingt nochmal angucken.
  • 30 Seconds To Mars (Sa): Die erste Band, bei der ich nicht vorne mit dabei war und die ich nur über Leinwand gesehen hab (so sah übrigens der ganze Samstag aus). Haben mir aber trotzdem sehr gut gefallen und werd ich mir wohl auch nochmal von Nahem begutachten.
  • Wolfmother (Sa): Der Sänger/Gitarrist ist ein lustiger Mensch mit einem sehr mögigen Afro. Die Musik ist eigentlich auch schwer in Ordnung, aber für ein ganzes Konzert dann doch irgendwie zu wenig abwechslungsreich.
  • From Autumn To Ashes (Sa): Von denen hab ich nur die letzten 2 oder 3 Songs mitbekommen. Das hat aber gereicht, um die Gruppe kacke zu finden.
  • Papa Roach (Sa): Haben mich sehr positiv überrascht. Hatten ordentlich Power und ein glückliches Händchen bei der Songauswahl. Wär ich vorne drin gewesen, wär's glaub ich sehr anstrengend geworden.
  • Mando Diao (Sa): Das, was ich von denen mitbekommen hab, war wirklich toll. Leider war's nicht soooo viel, weil ich die meiste Zeit damit beschäftigt war, mich von Leuten zerquetschen zu lassen, die (genau wie ich) bei den Beatsteaks vorne sein wollten. Und dann hat's noch nichtmal geklappt!
  • Beatsteaks (Sa): Diese Band ist ein Phänomen! Mit ca. ¼ der Lieder kann ich überhaupt gar nix anfangen, aber der Rest geht sowas von ab, dass es nicht mehr feierlich ist! Ohne Zweifel der samstägliche Höhepunkt, nicht nur, aber auch wegen der Hinsetzaktion und dem Stagedive.
  • Machine Head (Sa): Wollte ich einfach nur mal sehen. Ist nur zu ungefähr 10% meine Musik, von daher.
  • Slayer (Sa): Siehe Machine Head. Nur mit dem Unterschied, dass ich hier nach 3 Liedern wieder gegangen bin, weil ich zu fertig war.
  • Good Charlotte (So): Hab ich vor 4 Jahren oder so schonmal gesehen und fand sie damals unglaublich grausam. Diesmal waren sie's nicht. Diesmal waren sie nur langweilig. Immerhin.
  • Velvet Revolver (So): Hatten sich lustig angezogen und waren ganz nett anzuhören. Mehr aber auch nicht.
  • KoЯn (So): Wollte ich auch einfach mal gesehen haben, was sich jetzt ja erledigt hat. Hatten durch 2½ Schlagzeuge einen richtig fetten Drumsound und waren auch ansonsten ganz hörbar.
  • die ärzte (So): Naturgemäß die Band mit den besten Ansagen und der längsten Spielzeit. Und auch sonst wieder mal genial. Einziger kleiner Wermutstropfen: Es gab keine Kostproben vom neuen Album. Dafür aber Sitz-LaOlas, Circle Pits und wasnichtalles. Natürlich das sonntägliche Hochlicht.
  • Wir Sind Helden (So): Haben auch durchs Heiraten und Kinder kriegen keine Sympathiepunkte eingebüßt, sondern durch das Aufpeppen der alten Songs mit neuen Bläsern eher noch mehr davon gesammelt. Ein würdiger Abschluss mit extremem Gänsehautfeeling, als am Ende ca. 28 Millionen Leute den Refrain von "Denkmal" gesungen haben.
Das Fazit
Alleine für's Campen hätte sich das Festival gelohnt. Alleine für die Konzerte hätte sich das Festival auch gelohnt. Dafür, dass man jetzt beides auf einmal bekommen hat, fehlen mir wirklich die Adjektive. Nur eins regt mich wirklich auf: Dass ichs erst jetzt geschafft hab, endlich mal zu so einem Festival zu gehen!

Gerade läuft: Praxis der Software-Entwicklung

Donnerstag, 31. Mai 2007

Ready to Rock

Leute, mir geht die Pumpe! In ein paar Stunden sitz ich nicht mehr gemütlich hier vor meinem Notebook, sondern bau im Regen Zelte auf. Wisst schon, Rock am Ring und so. Alle 85 Taschen sind gepackt, wir haben (hoffentlich) genug zu essen dabei, um sämtliche Hungersnöte in Afrika zu lindern und ich war auch eben nochmal richtig schön auf dem Donnerbalken. Wer weiß, wann ich das nächste Mal dazu komme. Von voneinander unabhängigen Quellen wurde mir außerdem noch bestätigt, dass der Regen aufhört, sobald das Zelt steht, also kann eigentlich nix schiefgehen. Kamera nehm ich mal keine mit, dafür hat aber die RoCkMaChInE wohl eine am Start. Und weil das hier ja sonst keiner macht, wünsch ich mir jetzt selbst viel Spaß und immer genug Deo!

ÜÖüöÜÖüöÜöüöüÖÜöÜÖÜöüÖÜöüÖÜöüÖüöÜöÜÖüöÜÖüÖüÖ!

Gerade läuft: Nix

Mittwoch, 30. Mai 2007

Kinostarts Juni 2007

Holla die Waldsau! Falls das Sommerloch dieses Jahr schon irgendwo aufgetaucht ist, im Kino mit Sicherheit nicht! Was da im Juni so alles an den Start geht, ist zwar nicht unbedingt übermäßig viel, dafür aber nahezu ausnahmslos nicht von schlechten Eltern. Aber was red ich noch lange, kann ja jeder selbst gucken.

07. Juni:
Ocean's 13 (Erfahrungsbericht hier)

14. Juni:
Hot Fuzz (Erfahrungsbericht hier)

21. Juni:
Shrek der Dritte

28. Juni:
Stirb langsam 4.0 (Erfahrungsbericht hier)

Gerade läuft: Brainless Wankers - (It Is Gonna Be) All Riot (Album: Consider Yourself Rocked)

Früher war alles besser

Martin erbost!Freunde, so geht es wirklich nicht! Das System ist schlecht! Das System ist unfähig! Das System ist doof! Und überhaupt, Zeter und Mordio!

Jawohl, lieber Leser, du bist zurecht erschrocken über diese harten Worte aus Turbomartins toleranter und einfühlsamer Feder. Aber sie mussten sein. Nach diesem erschreckenden Vorkommnis in der letzten Woche geht es einfach nicht anders, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Das Ganze war so: Ich fuhr locker und lässig, wie es so meine Art ist, zur FH und suchte meinen Geheimparkplatz auf. Und stand vor einem Problem. Der Geheimparkplatz war irgendwie gar nicht mehr so geheim. Überall Autos! Vor allem: Überall Parklegastheniker! Der einzige freie Platz in akzeptabler Entfernung zum FH-Gebäude - ein Halteverbot. Kombiniert mit einem lernwilligen und fußfaulen Studenten eine explosive Mischung! Nach einigen nicht fürs Nachmittagsprogramm geeigneten Anmerkungen über die Gehirnkapazität gewisser Automobilisten entschloss ich mich fast logischerweise zu einem riskanten Parkmanöver, sodass ich zu ca. 75% in eben diesem Halteverbot stand. Hätte ja klappen können.

Hat natürlich nicht geklappt. Und jetzt kommt auch der eigentliche Grund für mein Gezeter. Denn: Das Knöllchen war eines der lächerlichsten offiziellen Papiere, die ich je in den Händen gehalten habe! Ich mein, ich als verwegener Asphaltrowdie hab natürlich schon zig Knollen kassiert. Und alle - aber auch wirklich alle - bestanden aus einer bedrohlichen Plastikhülle, einem bedrohlichen Überweisungsträger und einer bedrohlichen DIN A4-Seite mit bedrohlichen Informationen über meinen Faux-Pas neben bedrohlichen Befehlen. Und jetzt? Jetzt klemmte doch tatsächlich ein einzelner popeliger Überweisungsträger an meiner Scheibe! Kein Liebesbrief, keine Hülle, kein nix! Das Einzige, was auch nur ansatzweise nach offiziellem Dokument aussah, war der kleine Fitzel an der Seite des Überweisungsträgers, den man abtrennen konnte und der so aussah:

Tolle Knolle. Nicht!

Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein! Ich mein, ich weiß ja, dass ich nen Colt fahre und im Halteverbot stand. Aber trotzdem les ich da bei Fabrikat immer sowas wie "Lull" und bei Ordnungswidrigkeit sowas wie "Itellruksch". Und überhaupt, was ist das denn für ne Art? Und noch überhaupter, wieso bin ich auch noch so feige und bezahl so eine Frechheit?

Gerade läuft: David Hasselhoff - Torero / Te Quiero (Album: Looking For Freedom)

Montag, 28. Mai 2007

Kinotag: Fluch der Karibik 3

Filmtitel: Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt (2007)
Regisseur: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp (Captain Jack Sparrow), Orlando Bloom (William Turner), Keira Knightley (Elizabeth Swann), Geoffrey Rush (Captain Barbossa), Bill Nighy (Davey Jones)

7/10 - Sehenswert

Weil der böse Mensch mit den weißen Haaren im Verlauf des 2. Teils der Piratensaga das Herz von Davey Jones und damit die Kontrolle über die Flying Dutchman in die schmierigen Finger bekommen hat, haben alle Anti-Handelskompagnons im 3. Teil der Piratensaga nix, aber auch gar nix mehr zu lachen. Die Piratenmannschaft der Black Pearl unter dem reanimierten Captain Barbossa findet das natürlich alles andere als lustig und beschließt, einen riesengroßen Piratenstuhlkreis mit allen Piraten-Weltregierungsmitgliedern zu organisieren. Ziel dieses P8-Gipfels soll eine offene Diskussion sein, an deren Ende beschlossen wird, die mächtige Göttin Calypso von ihrer menschlichen Hülle zu befreien. Dummerweise wird dazu auch Jack Sparrow benötigt, der von Davey Jones' Kraken gemampft wurde, jetzt in Jones' privater Vorhölle herumlungert und langsam bekloppt noch bekloppter wird. Die Mission ist also klar: Ans Ende der Welt segeln, Jack befreien, Calypso befreien, bösen Mann verkloppen, Tee trinken. Oder so ähnlich.

Im Grunde kann man zu "Fluch der Karibik 3" fast exakt dasselbe sagen wie zu "Fluch der Karibik 2". Wieder wird man zu Beginn von einem kilometergroßen Ballermann namens "Story" erschlagen und wieder wird so krampfhaft versucht, 1000 Storystränge gleichzeitig voranzutreiben (Jack Sparrows Story, Will Turners Story, Lord Becketts Story usw.), dass jegliche Lockerheit, die Teil 1 so grandios gemacht hat, verschütt geht. Darüber hinaus wuchert der Story-Ballermann so unkontrolliert vor sich hin, dass man kaum noch weiß, wo vorne und hinten ist. Der Eine ist erst auf der einen Seite, eigentlich aber auf der anderen und wechselt dann im Verlauf der Geschichte doch wieder auf die eine, was beim Anderen genau andersrum ist. Da wirste doch bekloppt!
Wenn dann aber nach ca. 2 Stunden alle Fronten so langsam geklärt sind und sich der Mega-Showdown ankündigt, wird aus "Fluch der Karibik 3" plötzlich ein ganz neuer Film. Auf einmal wird's wieder richtig witzig, einigermaßen spannend und auch die vermisste Lockerheit ist mit einem Schlag wieder da. Bedeutungsschwangere Dialoge? Am Arsch! Jetzt wird einfach nur noch munter aufeinander rumgekloppt, sich mit lockeren Sprüchen bombardiert und geheiratet. Aber sowas von! Ernsthaft, der ca. einstündige Endkampf gehört zu dem Bombastischsten und Tollsten, was ich in der letzten Zeit im Kino gesehen habe. Da sitz ich vorher auch gerne 2 Stunden rum und bin depressiv. Obwohl das jetzt auch zugegebenermaßen leicht übertrieben ist, denn immerhin ist Captain Jack Sparrow auch diesmal Captain Jack Sparrow und - Überraschung! - immerhin spielt Keira Knightley diesmal nicht total scheiße. Für ne 7/10 reicht das noch allemal.

Gerade läuft: Cherry Poppin' Daddies - Teenage Brain Surgeon (Album: Ferociously Stoned)

Keine Party

Jetzt bin ich also wieder zurück. Und selbstverständlich habe ich einen Haufen Worte mitgebracht, die zusammengesetzt ein großes Ganzes ergeben, das einen Vergleich mit der Bibel nicht scheuen muss. Es hat aber auch alles in sich: Tragik, Komik, Sex (naja... nicht so ganz, aber das hört sich immer so gut an), Autos, Blaulicht, Tequila und noch viel mehr. Aber der Reihe nach...

Das Drama nahm bereits Donnerstag vormittag seinen Lauf. Ich hatte Herbert das großhirnige Navigationsinstitut meiner Eltern umgeschnallt und ließ mich locker von ihm lenken. Was das Gerät meinte: "Turbo, fahr Autobahn! A1! Ist geil!" Was das Gerät übersah: Irgendwo bei Herne lauerte das absolute Wurst-Käse-Szenario - die Vollsperrung! Irgendjemand fand es wohl ganz toll, nen dicken Unfall zu bauen, das Navi vollkommen zu überfordern und mich durch halb Herne zu scheuchen. Aber dank meines überragenden Orientierungssinnes zog ich mich verhältnismäßig schnell am eigenen Schopf aus dem Schlamassel und verlor nur 1 Stunde. Zu dieser gesellte sich bald eine weitere Stunde, als das Navigationsinstrument meinte, mich verhonepipeln zu müssen, indem es erst einen Stau nebst Umleitung anzeigte, dann wieder nicht und ich letztlich doch in genau diesem Stau landete, der zudem noch geschmeidige 9 km lang war. Gefühlte 100 Baustellen und insgesamt 2½ Stunden später als geplant landete ich schließlich doch noch wohlbehalten im beschaulichen Brüsewitz. Der Restdonnerstag war dann auch denkbar unspektakulär, wenn man mal davon absieht, dass mir aufgefallen ist, dass der Schriftzug von Germany's Next Topmodel von weitem nach "Germany's Next Topfmodel" aussieht. Wäre doch mal ein tolles Konzept für die neue Show von Ralf Zacherl oder so.

Freitag steppte dann aber so richtig der Bär. Nachdem der Towel Day vergessen zelebriert wurde, stand abends eine Abi-Party im Kreml auf der Tagesordnung. Und da der Kreml so ungefähr das Amun des Ostens ist (nur ohne "Laser", dafür aber mit dem in diesen Regionen überaus beliebten Standardtanz), fühlte ich mich nach einigen Beck's' und Tequilas auf Anhieb pudelwohl. Das bedeutet: Als ich ankam kannte ich ca. 3 Leute, als ich ging kannte ich ca. 3 Leute nicht. Darüber hinaus kann ich mich schon wieder nicht an die Musik erinnern, fand aber dafür am "Morgen danach" mein Bluetooth aktiviert vor und nenne nun ein Foto von Carmen Electras blankem Arsch auf dem Mobiltelefon mein Eigen. Warum auch immer.

Samstag haben wir dann logischerweise regeneriert, rumgegammelt und DFB-Pokal geguckt und Sonntag bin ich schon wieder in die Heimat aufgebrochen. Diesmal sah meine Taktik vor, bis Hannover Bundesstraßen zu benutzen und dann ganz viel A2 und ganz wenig A1 zu fahren. War toll, denn so erlebte ich statt Stau wenigstens sintflutartige Regenfälle und stürmische Stürme und sah so viele Feuerwehrmänner wie sonst nur beim Feuerwehrfest am Erbsensuppenstand. Und irgendwann muss auch mal Schluss sein.

Gerade läuft: Nix

Donnerstag, 24. Mai 2007

Vorübergehend geschlossen

Der Turbomartin ist ja nicht nur ein Paradebeispiel in Sachen Coolness, Sex-Appeal und Bescheidenheit, er hat sein Leben auch der Toleranz und der Völkerverständigung verschrieben. So versucht er, sooft es ihm seine begrenzte Freizeit gestattet, Randgruppen unserer Gesellschaft zu besuchen und ihnen Mut zuzusprechen.

Im Rahmen dieses großzügigen Akts der Nächstenliebe wird er heute ins ferne Ostdeutschland aufbrechen und eine alte junge Freundin besuchen. Er wird gute 4 Tage lang in vollkommener Abgeschiedenheit u.a. lernen, was es bedeutet, nur minderwertiges Bier trinken zu müssen und wenn überhaupt nur mit 56k-Modem online gehen zu können. Vor allem aus letzterem Grund bleibt das schönste Blog der Welt bis Sonntag oder Montag von neuen Beiträgen verschont.

Das Warten wird aber nicht vergebens sein. Denn schon bald nach seiner Rückkehr wird der lachsfischigste Blogger des Universums folgende Knaller zünden:
  • Den Augenzeugenbericht zu "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt"
  • Ein Pamphlet gegen das unfähige System
  • Jennifer Aniston nackt
Irre!

Gerade läuft: Nix

Dienstag, 22. Mai 2007

Operation Pokal - Videobeweis

Wer glaubt, dass letzte Woche beim Volleyballturnier Volleyball gespielt worden ist, der ist so gewickelt wie der Turm in Pisa gebaut und glaubt mit Sicherheit auch noch, dass der Cheeseburger ohne Gurke besser schmeckt. Denn Freunde, dem ist nicht so! Im Grunde ging es einzig und allein darum, den ömmeligen Dorfbunken aus Paderborn mal eine Lektion in guter Laune zu erteilen, die sich gewaschen hat.

Besonders deutlich wurde dies nach dem eigentlichen Turnier, als die Gläbbische Delegation (im Folgenden "wir" genannt) frohgemut durch die Paderborner Innenstadt zog, um im angesagten Szeneclub Residenz ihren Sieg ihre Teilnahme zu begießen. Wir bedankten uns bei diesem Fußmarsch lautstark bei der gesamten Paderborner Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft, was das folgende Video ausschnittsweise dokumentiert. Zum Gucken muss man sich zwar auf die Seite legen, aber da scheiß mir doch einer ins Auge, es sind ja nur 14 Sekunden!

Der eigentlich Kracher ist aber: Das ist noch nicht alles! Am Ziel unseres Triumphzuges angekommen, stellten wir mit Entsetzen fest, dass der angesagte Szeneclub Residenz noch gar nicht geöffnet hatte! Klarer Fall, bei sowas hilft nur gnadenloser Protest! Um es ein wenig zu präzisieren, bei sowas hilft nur gnadenloser Sitzprotest! Und was wäre Turbomartin webeinsnullig, wenn er dazu nicht auch noch einen astreinen Videobeweis am Start hätte?! Diesmal sogar in richtig rum.

Das mal so als kleinen Nachtrag. Die Kredite von den Videos sind übrigens beim Nelli und der hat mir das hier erlaubt. Wisster Bescheid.

Gerade läuft: Cherry Poppin' Daddies - Dr. Bones (Album: Ferociously Stoned)

Montag, 21. Mai 2007

Time to say Goodbye

Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Das wussten schon die alten Griechen. Und so ging es heute auch unserem Austausch-Ossi Martin T. Der hat mit mir zusammen bei der ITERGO seine Ausbildung zum Dingsbums angefangen, ist irgendwann letztens fertig geworden und geht jetzt ins Ausland (Bayern) zum Panzer fahren und studieren. Das ist schon ein bisschen traurig, da ja nicht nur Martin geht, sondern mit ihm auch sein Wissen über ostdeutsche Spezialitäten wie z.B. den Popelturm oder die Pfingstwurst.

Wie auch immer, bevor es endgültig soweit ist, wurde nochmal so richtig auf das Exkrement gehauen. Naja, jedenfalls ein bisschen. Im Kölsch-Brauhaus Eigelstein in........ Düsseldorf! Ist das der Hammer? Das ist der Hammer! Ich bin mir zu 1000% sicher, dass es in Köln in 938 Millionen Jahren kein einziges Alt-Brauhaus geben wird und in Düsseldorf gibt es tatsächlich jetzt schon einen Laden, in dem man verprügelt wird, wenn man kein Kölsch bestellt. Rock'n'Roll! Und immerhin völkerverständigungstechnisch gesehen sehr passend zu unserer Situation, weil wir dem scheidenden Bananenfreund auch liebevoll 2½ Jahre lang Asyl gewährt haben.

Nach dem kurzen Ausflug in die Kölsche Enklave in Düsseldorf lungerten wir noch ein bisschen auf einer Brücke herum und beobachteten andere Leute dabei, wie sie sich beim Drachenboottraining anstrengten. Und dann war ich irgendwie auch schon wieder am Bahnhof, wo ich mich zum wiederholten Male über bekackte Gangsterbiatches aufregen musste, die ihre Kackmusik unbedingt über kack Handy-Lautsprecher hören mussten, was sich noch kackiger machte. Kacke!

Gerade läuft: Muff Potter - Das halbvolle Glas des Kulturpessimismus (Album: Steady Fremdkörper)

PS: Morgen kommt was ganz Großes! Wahrscheinlich.

Sonntag, 20. Mai 2007

Nacho Nacho Man

Heute, also gestern, also ihrwisstschon, war Grillparty. Bei den Nachos. Im Garten von der Garage. Weil der Boba und der Maschi beide irgendwann letztens Geburtstag hatten. Es gab sehr viel Fleisch (u.a. einen Miniatur-Dönerspieß!!!!!! (Echt mal, wie geil ist das denn?!)), sehr viel Bier und auch sehr viele sehr interessante Gespräche.

Außerdem bin ich nun endlich mal in den Genuss eines Schoko-Käse-Kekses gekommen und bin damit nach ca. 1978349823748 Jahre langer Wartezeit vollwertiges Nacho-Mitglied! Hurra! Und alle: I want to be a Nacho Man!

Gerade läuft: Nix

Samstag, 19. Mai 2007

Live-Ticker: Tragödie in China!

[15:11h] Erlösung! Der Attentäter ist gefasst! Auf der Flucht verdschihadderte er sich in einer unglücklich abstehenden Baumwurzel und legte sich volle Kanne auf die Fresse. Seine Identität wird noch geheim gehalten, er wird aber voraussichtlich noch diesen Monat dem Heiligen Kriegsgericht Rede und Antwort müssen. Wir alle sind froh, dass diese Tragödie ein solch vergleichsweise glimpfliches Ende gefunden hat und geben ab in die angeschlossenen Funkhäuser zur endgültigen Entscheidung im Meisterkampf.

[14:37h] Die Agenturmeldungen tickern weiter fröhlich in meine improvisierte Kommunikationszentrale. In Reuters Berichten lese ich z.B. gerade, dass die aktuellen Ereignisse in Fernost nicht die Planungen des TSV 1860 München für die nächste Zweitligasaison beeinträchtigen.

[14:27h] Teilweise Entwarnung: Der chinesische Katastrophenschutz konnte den Sack zumachen. Und aufrichten. Im Moment sieht es auch danach aus, als wären außer besagtem mongolischen Zwergbiber keine weiteren Menschen zu Schaden gekommen. Die volle Konzentration gilt nun der Suche nach dem skrupellosen Attentäter.

[14:10h] Die Meldung über die angebliche Kontamination des Reises hat sich als Ente herausgestellt. Sie versteckte sich heimtückisch zwischen den übrigen Agenturmeldungen, sprang plötzlich auf, zog eine Gaspistole und schrie irgendwas von "Zwo, eins, Risiko!" Unterdessen wurde bekannt, dass es sich bei dem gestürzten Reis um den seltenen Erdbee-Reis gehandelt hat.

[13:24h] Ich habe soeben mit dem Polizeichef Po-Len Te telefoniert. Seine etwas kryptische Antwort: "Dri Chinisin mit dim Kintribiss sißin if dir Strißi ind irzihltin sich wis." Verdammte Dolmetscher!

[13:15h] Unbestätigten Augenzeugenberichten zufolge soll tatsächlich kurz vor der Katastrophe ein bärtiger Mann mit Turban und einem T-Shirt mit dem Aufdruck "GN8 G8!" gesichtet worden sein. Dies würde die Anschlagstheorie untermauern und gleichzeitig auf einen Deutschen iranischer Abstammung hinweisen. Die Opferzahlen pendeln sich mittlerweile bei einem durch den Sack erschlagenen mongolischen Zwergbiber ein.

[12:45h] Inzwischen verdichten sich Hinweise, wonach es sich bei dem Umfall nicht um einen Unfall gehandelt haben soll. Womöglich war der Hinschlag ein Anschlag, der in direktem Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm zu sehen ist. Die chinesische Polizei ermittelt trotzdem in alle Richtungen.

[12:22h] Ersten mehr oder weniger zuverlässigen Informationen zufolge handelt es sich bei dem Sack um einen herkömmlichen Jutesack. Über die Reissorte ist indes noch nichts bekannt, allerdings scheint sich die Tragödie im südlichen Jangtse-Tal zugetragen haben. Ob und wieviele Opfer es gibt, ist ebenfalls noch völlig unklar. Gerüchten zufolge könnte der Reissack radioaktiv verseucht gewesen sein.

[12:16h] Soeben erreicht mich die Meldung, dass in China ein Sack Reis umgefallen wäre! Die Nachrichtenlage ist ein bisschen verwirrend, die Agenturmeldungen überschlagen sich und sind nicht selten widersprüchlich. In den nächsten Stunden werde ich mal versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen.

Gerade läuft: Houdini Roadshow - All The Way (Album: Down In The City)