Freitag, 28. September 2018

Die letzte Fahrt des Bullis Björn

Schon Gottlieb Wendehals wusste, dass alles bis auf die Wurst ein Ende hat. So ist es nun auch fast mit unserem Bulli-Abenteuer. Heute schließt sich auch so ein bisschen unser Urlaubskreis, denn wir stehen wie zu Beginn unserer Reise auf dem besten Cranberryhof südlich des Nordpols und sind wieder erst im Dunkeln hier angekommen.

Die letzten 2 Tage sind vielleicht einigermaßen schnell erzählt. Gestern sind wir vormittags abgestartet und haben noch einen kurzen Abstecher zum Lim Fjord, das auf deutsch Limski-Kanal heißt und eigentlich gar kein Fjord ist, weil es dazu wohl einen Gletscher braucht, den es nicht gibt und nie gegeben hat, gemacht. Das ist so ein Fluss, der schön ist, weil das Wasser blau ist und ringsrum Berge mit Wald sind. Eigentlich kann er am besten mit einem Kajak oder einem ähnlich bootigen Fortbewegungsmittel erkundet werden, was wir ursprünglich auch mal angedacht hatten, aber wozu wir dann irgendwie doch nicht gekommen sind. Jetzt sind wir wenigstens mal mit Björn zu der angeblich einzigen Stelle gefahren, von der aus man den Kanal auch von der Straße aus sehen kann - ein großer Parkplatz, der von mehreren Bretterbuden gesäumt ist, in denen findige Gesellen Olivenöl und Grappa an arglose Renter verhökern, die dort busweise angekarrt werden. Der Blick war aber trotzdem wirklich schön.


Anschließend heizten wir wieder erstaunlich staufrei durch Slowenien, Österreich und die Alpen, bestaunten erneut die tolle Berglandschaft, zahlten widerstandslos für jeden Tunnel, der uns in die Quere kam, erfreuten uns am guten Wetter und schlugen unser Nachtlager schließlich auf einem unfassbar schön gelegenen bayerischen Bauernhof auf, der nicht nur Fliegen und Kuhfladen, sondern auch ein paar Esel zu bieten hatte. Wenn die losgrunzten, hörte man das Echo wahrscheinlich noch in München. Heute morgen wurden wir dann auch stilecht von Kuhglocken und Iahen (das heißt wirklich so, hab ich extra im Duden nachgeguckt) geweckt.


Ansonsten war heute der Tag des langen Ritts, denn irgendwie mussten wir ja auch noch in die Nähe von Zuhause kommen. Nur 2½ Stunden später als geplant (wegen Pausen, Baustellen und Staus) haben wir das nun auch geschafft. Morgen decken wir uns hier auf dem Hof noch mit leckerem Cranberry-Zeugs ein, juckeln die letzten Meter nach Hause, geben Bulli Björn widerwillig wieder in fähigere Hände ab und freuen uns über die tolle Zeit, die wir mit ihm in der Sonne verbracht haben. Aber angesichts der Nächte bei unter 10°C sind wir auch ganz froh auf die Aussicht, wieder innerhalb von massiven Wänden und auf richtigen Matratzen schlafen zu können.

Mittwoch, 26. September 2018

Mit Josip auf Speed

Samstag müssen wir ja leider unseren Lieblingsbjörn schon wieder abgeben und da wir ja im Urlaub sind und uns nicht stressen lassen wollen, müssen wir uns wohl oder übel ab morgen auf die Heimreise begeben. Für den letzten "richtigen" Urlaubstag hatten wir uns aber noch was Besonderes überlegt. Rovinj ist nämlich nicht nur wegen enger (Sack-)Gassen mit Meerblick toll, sondern auch, weil sich vor seinen (oder ihren?) Toren auch Delfine tummeln.

Wo Delfine sind, sind natürlich Delfingucktouren nicht weit und so besteht mehr oder weniger der ganze Rovinjer Hafen aus Werbung für 648 Anbieter von Bootstouren. Die meisten pferchen so viele Leute wie geht auf klapprige Kähne und schippern die dann gemütlich irgendwo hin. Und es gibt Josip. Josip hat ein Speedboat von der ukrainischen Armee und tourt nur eine Handvoll Leute kreuz und quer durch die Gegend. Logisch, dass er unsere letzten Knochen erhalten sollte.

Leider war es heute recht windig und damit das Wasser auch ziemlich aufgewühlt, was Delfinsichtungen deutlich schwerer macht. Wir haben aber tatsächlich ein paar gesehen! Den Rest der Zeit sind wir einfach wie die Irren übers Wasser gepest, haben Rovinj von außen bewundert, die vielen vorgelagerten kleinen Inseln begutachtet und einen tollen Sonnenuntergang erlebt. Alles in allem ein würdiger und spaßiger Abschluss des Urlaubs.


Dienstag, 25. September 2018

Rovinjische Rutschpartie

Freunde,

heute waren wir in der schönsten Stadt des Urlaubs. Aber lasst mich der Reihe nach erzählen.

Der Tag begann mit dem camping'schen Ironman - Frühstück mit Meerblick, Fußmarsch zum Waschraum (wie ihr wisst, ist der für uns dieses Mal seeeeehr lang), Abwasch. Abwasch ist übrigens auf kroatischen Campingplätzen im Allgemeinen und in unserem Bulli-Fall im Besonderen immer eine außerordentliche Herausforderung, denn die Kroaten kennen sich mit Abflüssen offenbar sehr sehr gut aus, mit Abflussstopfen aber sehr sehr schlecht. Deswegen besitzt der kroatische Proficamper entweder einen ausreichend großen Eimer, in dem er den Abwasch vollzieht oder einen eigenen Abflussstopfen, mit dem er den Abfluss stopft oder er verbraucht auf einen Abwasch 76 Liter Wasser und 12 Liter Spüli. Bulli Björn hat einen Abwascheimer, allerdings ist der nach ½ Tasse und 2 Esslöffeln schon übervoll. Bulli Björn hat auch einen Abflussstopfen, allerdings habe ich den direkt bei seinem ersten Einsatz auf dem Campingplatz vergessen. Also haben wir eine XXL-Flasche Spüli gekauft ¯\_(ツ)_/¯


Nach dieser sportlichen Höchstleistung sattelten wir die Hühner und fuhren nach Rovinj. Und wie schon gespoilert, ist diese Stadt großartig. Wirklich großartig. Zuerst mal liegt sie am Meer, was ja schon mal per se gut ist. Dann findet man auch in ihr die obligatorischen bunten Häuser, engen Gassen und schicken Sportboote, alles ein alter Hut. Aber Leute, die Altstadt ist mehr oder weniger eine kleine Insel, die Häuser dort wurden bis direkt ans Wasser gebaut und es gibt ständig Gassen, die zwischen zwei Häusern anfangen und im Meer enden! Wie cool ist das denn bitte?! Die bisher von uns besuchten Städte waren zweifellos nett und süß, aber Rovinj hat dem echt die Krone aufgesetzt. Und das nicht nur, weil es hier auch ziemlich perverses Fast Food in Form von Ćevapčići-Döner (also Fladenbrot mit Ćevapčićis statt mit Dönerfleisch) gibt. Allerdings sollte man zur Erkundung dieser Stadt definitiv festes Schuhwerk wählen, denn das dort vorherrschende Kopfsteinpflaster ist rutschiger als eine Bananenschale bei Mario Kart.


Morgen fahren wir gleich nochmal hin, aber der Grund ist noch ein großes Geheimnis, harr harr harr!

PS: Diesen Text habe ich geschrieben, während ich im Schatten einer Steineiche in der Hängematte lag und neben mir das Meer plätschern hörte. Urlaub kann schon ekelhaft sein.

Montag, 24. September 2018

Gut getimed ist halbtrocken

Wie ich bereits erwähnte, sind wir auf Lošinj einen Tag länger geblieben als geplant. Das hatte neben dem schönen Campingplatz den Grund, dass für heute auch in Kroatien, dem Land, wo Sonne und Hitze fließen, deutlich schlechteres Wetter prophezeiht worden ist. Ausnahmsweise hatte die Wettervorhersage sogar tatsächlich recht, sodass wir den gestrigen Tag noch bei strahlendem Sonnenschein und 26°C im und am Wasser verbringen konnten und heute gerade in dem Moment, als wir mit Bulli Björn zur Abrechnung bei der Campingplatzrezeption vorstellig wurden, der Regen einsetzte. Besser ging's eigentlich nicht. Wobei, ein wenig mehr als 13°C hätten es schon sein dürfen, aber wir wollen hier mal nicht mäkeln.

Der Plan war, das Inselhopping zu beenden und nach Istrien (dem westlichsten Teil Kroatiens) zur Stadt Rovinj zu fahren. Hierzu hieß es dann ein letztes Mal in diesem Jahr "Auf die Fähre!" Die Überfahrt von Cres zum Festland hat zwar nicht mal ½ Stunde gedauert, war aber mit Abstand die aufregendste des ganzen Urlaubs. Schon die Zufahrt zur Fähre war leicht abenteuerlich. Bis 500 m vor dem Anleger ging es fast nur über eine Buckelpiste, die von der Breite und der Beschaffenheit her eher an einen Wanderweg erinnerte. Dann war zwar pünktlich zur Überfahrt der Regen schon wieder vorbei, aber der Wind noch nicht, sodass man auch mal merkte, dass man auf einem Schiff unterwegs war und die Autos, die nicht überdacht standen, die eine oder andere Gischtdusche verpasst bekamen. Hat Spaß gemacht (ᵔᴥᵔ)


Wieder festen Boden unter den Füßen, ging es dann auf direktem Weg in Richtung Rovinj. Aus unserer Ahoi Bullis-Campingplatzempfehlungsliste hatten wir uns hier einen richtig schnuckeligen Geheimtipp herausgesucht. Der war so geheim, dass er durch die schlechteste Straße Kroatiens (bestand aus mehr Schlaglöchern als Straße) geschützt wurde und voll war. Schade. Jetzt sind wir auf einem deutlich größeren Platz direkt ums Eck gelandet, bei dem wir uns noch nicht sicher sind, ob wir ihn gut oder schlecht finden. Eigentlich ist er recht schön angelegt und wir haben uns auch einen tollen Stellplatz sichern können, an dem ich zum ersten Mal unsere Hängematte ausprobieren konnte. Andererseits heißt es hier aber noch mehr "The Nachsaison strikes back", was sich vor allem darin äußert, dass von 7 Klohäuschen nur noch 3 geöffnet sind, wovon sich genau 0 in der Nähe unseres Stellplatzes befinden. Allerdings muss das wohl so total spontan passiert sein, dass nicht mal die Mitarbeiter bei der Anmeldung davon wussten. Nun ja, mal schauen, ob das hier tatsächlich der letzte Stopp auf kroatischem Boden sein wird, wie wir es ursprünglich angedacht hatten.

Samstag, 22. September 2018

Be in on Lošinj

Hey Fans,

ich weiß, schon wieder ein Tag ohne Update und jetzt ist es auch schon fast morgen, aber das hatte soziale Gründe. Dazu später mehr. Jetzt gibt es erstmal die wichtige Information, dass wir noch leben, Bulli Björn noch steht und wir gestern (also Freitag) wieder weiter gezogen sind. Von Cres (der Insel) ging es zur Insel Lošinj. Also im Grunde sind wir auf derselben Insel geblieben, aber wir sind in den Süden gefahren, dann gab es eine ca. 20 cm lange Brücke und danach hieß Cres auf einmal Lošinj. Die Kroaten...

Auf Lošinj steuerten wir das Camping Village Poljana an, das uns von mehreren unabhängigen Quellen empfohlen worden ist. Das Internetz ist hier richtig gruselig, aber abgesehen davon ist der Platz ein absoluter Traum! Er hat eine tolle Badebucht, ganz viele Stellplätze mit Meerblick und wir merken das erste Mal so richtig, dass wir in der Nebensaison unterwegs sind, denn der Platz ist vielleicht zu ¼ belegt und das Kiddy-Camp hat schon zu. Jetzt genießen wir wieder einen großartigen room with a view und haben uns überlegt, eine Nacht länger zu bleiben als geplant und am Montag erst weiter zu reisen.


Dazu kommt nämlich noch, dass wir hier auch auf unsere Bulli-Buddies aus Hamburg getroffen sind, mit denen wir mehr oder weniger zeitgleich nach Kroatien aufgebrochen sind und die die schon angeteaserten sozialen Gründe für die Blogflaute sind. Abends zusammen sitzen, erzählen und Radler trinken ist dann irgendwie doch etwas geselliger als einsam in seine Tastatur anzugeben. Aber ehrlich gesagt halten sich die Aktivitäten auch wieder in recht engen Grenzen und bestehen im Wesentlichen aus baden und Urlaub machen.

Heute (Samstag) haben wir uns allerdings wieder ein bisschen in unserer Umgebung bzw. im Hauptort von Lošinj umgesehen. Und hau mir aufs Maul, der Hauptort der Insel Lošinj heißt tatsächlich mal nicht auch Lošinj, sondern... Mali Lošinj! Naja, man ist ja schon für kleine Dinge dankbar. Wobei, auch hier konnten die Kroaten ihre Verwirrungstaktik nicht so richtig sein lassen, denn ein paar Kilometer weiter gibt es auch noch die Stadt Veli Lošinj und mali bedeutet klein und veli groß, aber Mali Lošinj ist größer als Veli Lošinj... Was. Zur. Hölle. Aber egal, auf jeden Fall war auch Mali Lošinj wie schon Cres (die Stadt) und Rab (die Stadt) äußerst schön anzusehen. Sie war ein bisschen größer als die anderen beiden, aber wieder mit einem schönen Hafen, niedlichen Gässchen und bunten Häusern, sodass es Spaß gemacht hat, sie zu erkunden.


Morgen wird dann aber sicherheitshalber wieder nichts gemacht.

Donnerstag, 20. September 2018

No Stress on Cres

Das Kulturkonto unseres Urlaubs war bisher zugegebenermaßen noch nicht sehr prall gefüllt. Wenn man ehrlich ist, haben wir bisher dort nur den Besuch der Plitzwitzer Seen (schönen Gruß nach Lüdinghausen an dieser Stelle) und den von Rab (der Stadt) eingezahlt. Ein krasses Ungleichgewicht, wenn man sich zum Vergleich mal das Bade-, das Schlaf-, das Fähr-, das Kilometer- oder das Imbulliessenzubereitungskonto anschaut. Heute haben wir versucht, dem entgegenzuwirken und haben Cres (die Insel) ein wenig erkundet.

Genauer gesagt, sind wir in den Hauptort der Insel gelaufen, der nicht weit von unserem Camp entfernt ist und... (an dieser Stelle bitte einen nervenzerreißenden Trommelwirbel denken) Cres heißt (enttäuschtes Stöhnen aus dem Publikum, erste Buhrufe). Ich kann ja auch nichts dafür, dass die Kroaten sich so wenig Mühe bei der Namensfindung gegeben haben! Nichtsdestotrotz war auch Cres (die Stadt) wieder sehr nett. Die Innenstadt besteht zu 80% aus Hafen und drumherum gibt es ein paar Tourishops, Restaurants, bunte Häuser, enge Gassen und einen Brunnen, der aussieht wie eine Pusteblume. Hmm, klingt vielleicht ein bisschen negativ, aber hat uns wirklich sehr gut gefallen.


Den Rest des Tages haben wir dann einfach verprasst. Wir haben Wäsche gewaschen und unseren Stellplatz damit schön dekoriert (besonders stolz sind wir auf die Unterhosen, die an den Markisenstreben hängen), waren einkaufen, haben am Strand den sehr sehr sehr dicken Mann von der Fähre wiedergesehen und im Meer die Seele baumeln lassen. Man könnte wirklich meinen, wir wären gerade im Urlaub.

PS: Fun Fact am Rande... Auf dem Meeresgrund sieht man hier eigentlich überall Seeigel und kleine schwarze Kackewürste. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass die Würste wohl tatsächlich Seegurken sind, die so ziemlich die krassesten Meerestiere ever sind. Ihre Verteidigungsstrategie gegen Angreifer ist das Auskotzen der Gedärme, die dann innerhalb von 2 Wochen wieder nachwachsen. Außerdem werden sie in Italien auch Meeres-Penisse genannt (natürlich auf italienisch, aber das spreche ich ja nicht). In diesem Sinne...

Mittwoch, 19. September 2018

Auf die Fähre!

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Fähre. Unser ursprünglicher grober Plan sah eigentlich vor, dass wir nach dem Besuch von Rab (der Insel) mit Rab (der Stadt) die Fähre nach Krk (der Insel) mit Krk (der Stadt) nehmen und dort 1-3 Tage verweilen. Weil wir aber gehört haben, dass es auf Krk (der Insel) keine Vokale gibt und um Zeit zu sparen, haben wir gestern beschlossen, den Besuch auf Krk (der Insel) auf ca. eine ¾ Stunde zu begrenzen und direkt die nächste Fähre auf die Insel Cres zu nehmen, von wo aus man auf die Insel Lošinj kommt, die toll sein soll. Für eine solch exzessive Fährerei war punktgenaues Timing das A und O (besonders, da die Raber Fähre nur 4x am Tag fährt), von daher stellten wir uns wieder mal den Wecker und wurden vorher wach.

Etwas Besseres hätte uns aber kaum passieren können, denn dank unseres inneren Weckdienstes waren wir tatsächlich die Ersten am Fährhafen und fuhren dort erstmal schön das Dach hoch, kochten Kaffee und gönnten uns ein schmackhaftes Frühstück im Bulli. Klingt vielleicht dumm, war aber irgendwie ein echtes Urlaubshighlight. Die Überfahrten nach Krk und anschließend nach Cres verliefen dann relativ reibungs- und ereignislos, bis auf das ein Einbeiniger und ein sehr sehr sehr dicker Mann mit uns an Bord waren.

Auf Cres steuerten wir von unserer Empfehlungsliste Camping Kovačine an. In der ersten Stunde hassten wir den Platz. Die Sonne brannte, es gab wenig Schatten, der Platz war riiiiesig und wir mussten ihn zu Fuß ablaufen, um uns eine freie Parzelle zu suchen, von denen es gefühlt nur noch 4 (von mindestens 4000) gab. Was für ein Urlaubsstress! Irgendwann hatten wir aber doch ein feines Plätzchen gefunden, das ein bisschen Schatten, ein bisschen Ruhe und ein bisschen Meerblick hat und spätestens, als wir unser gewohntes Chaos in Bulli Björn angerichtet hatten und in die kühle Adria gehüpft waren, war wieder alles gut. Jetzt mögen wir es hier und bleiben zum ersten Mal 2 Nächte.

Dienstag, 18. September 2018

Sexy in Rab

Nachdem wir gestern ja unsanft vom Wecker geweckt worden sind, wollten wir heute mal so richtig schön ausschlafen. Leider hatte ein tornadoähnlicher Todessturm etwas dagegen, der gegen 4 Uhr Bulli Björn durchrödelte und uns plötzlich daran erinnerte, dass wir Handtücher und Badezeug zum Trocknen draußen verteilt hatten. Wir brachten es dann lieber mal rein und versuchten danach, einfach weiter zu schlafen, was uns auch so einigermaßen gelang. Zur Strafe duschten wir morgens in der Adria.


Anschließend verließen wir unser Lieblingscamp wohl endgültig und fuhren weiter ab in den Süden und dann irgendwann nach Westen. Dort gab es nämlich eine Fähre, die uns auf die Insel Rab brachte. Die Insel Rab ist eine typische Insel. Ihr Umland besteht zu 100% aus Wasser. Es gibt dort mehrere Orte, der größte davon heißt... Rab. Wie originell. Aber offenbar System in Kroatien, schließlich gab es auch schon Krk auf Krk. Nun ja. Einen richtigen Plan hatten wir für Rab (die Insel) nicht, also steuerten wir den mehr oder weniger erstbesten Campingplatz an und guckten mal, was er so zu bieten hatte. Das war unter anderem: Sandstrand (in Kroatien wirklich selten) und ziemlich lange flaches Wasser. Also ein Paradies für Familien mit kleinen Kindern und für alte Leute, die Angst vor tiefem Gewässer haben. Familien mit Kindern waren aber wenige da. Soviel dazu.

Allerdings ist der Campingplatz auch nicht weit von Rab (der Stadt) entfernt, also entschlossen wir uns, dieser mal einen Besuch abzustatten. Und das hat sich erstaunlicherweise wirklich gelohnt. Rab (die Stadt) ist zwar relativ klein, aber trotzdem unfassbar bekannt für ihre vier Kirchtürme, die wir uns alle nicht aus der Nähe anschauten. Stattdessen streunerten wir durch die vielen kleinen Gassen und erfreuten uns an einem wirklich netten alten Stadtbild, an den ersten wirklichen Touri-Shops der Reise und an den Wassertaxis, die so halboffiziell zwischen Rab (der Stadt) und allen möglichen anderen Orten auf Rab (der Insel) für einen schmalen Taler hin und her fahren - unter anderem gibt es auch eine Haltestelle an unserem Camp, wie praktisch.


Mein persönliches Highlight in Rab (der Stadt) war allerdings unser Essen. Zum einen gab es endlich mal Ćevapčići mit Djuvec-Reis und zum anderen hat Anne die spektakulärste Pizza aller Zeiten bestellt. Die Zutaten waren Schinken, Pilze, Ei und Würstchen und in der Karte lief sie unter "Pizza Sexy". Warum sie so hieß, erfuhren wir dann auch, als sie uns gebracht wurde, denn das Würstchen war nicht geschnitten und mit den Eiern zu einem formschönen Pillemann geformt. Das muss man sich auch erstmal trauen.

Montag, 17. September 2018

Ein Wasserfall kommt selten allein

Der heutige Tag begann so, wie ein Urlaubstag eigentlich nicht beginnen sollte - mit einem klingelnden Wecker um 6 Uhr. Wir wollten ein früher Vogel sein und den Plitvicer Seewurm so zeitig wie möglich fangen, weil Internetrecherchen im Vorfeld ergeben hatten, dass der Nationalpark voller als ein russischer Partykönig werden kann, wenn man nicht rechtzeitig da ist. Kleiner Spoiler: Das Internet hatte recht. Da wir aber einigermaßen pünktlich gegen 7:30 Uhr am Parkeingang eintrafen, hatten wir uns nur mit einer gemäßigten Anzahl von Mitbesuchern um die besten Fotospots zu streiten und mussten eigentlich nirgendwo wirklich Schlange stehen. Als wir beim Verlassen des Parks einen Blick auf die ersten Meter des Wegs werden konnten, sah das schon deutlich anders aus - Gänsemarsch lässt grüßen!

Sollte sich nun immer noch jemand fragen, was zur Hölle diese Plitvicer Seen eigentlich sind, hier ein kurzer geschichtlicher Abriss. Es ist ein Nationalpark. Ein großer Nationalpark. Vielleicht der größte Kroatiens. Ihn gibt es schon sehr lange. Selbst Winnetou war schon da. Völlig überraschend besteht er aus Seen. Aus vielen Seen. Und aus Wald. Und so. Die Seen sind mal groß, mal sehr groß und mal nicht so groß, aber hauptsächlich liegen sie in unterschiedlichen Höhen und sind alle irgendwie miteinander verbunden. Deswegen gibt es zwischen den Seen einen ganzen Haufen Wasserfälle, über die das Wasser von einem hoch gelegenen See in einen niedriger gelegenen fällt - und genau das ist das Großartige. Ich liebe Wasserfälle und ich glaube, ich habe noch nie so viele auf einmal gesehen. Eigentlich plätschert und rauscht es konstant von links, von rechts, von vorne, von hinten, von oben oder von unten. Und auch die Wasserfälle sind in so ziemlich jeder Größe und Breite vorhanden, von 50 cm bis hin zu (glaube ich) knapp 80 m. Und dann ist da noch das Seewasser. Wie so ziemlich jedes Wasser, das uns bisher hier begegnet ist, ist es schon fast unverschämt türkisblau und klar ohne Ende. Man ahnt es vielleicht schon leicht, aber wir waren begeistert!




Durch den Park führen mehrere Wanderrouten in unterschiedlicher Länge. Wir entschieden uns für die längste und latschten 18,3 km über Stock und über Stein... nicht. Natürlich wählten wir mit Route C die goldene Mitte. Route C maß 8 km und beinhaltete auch noch eine kleine Bootstour über den größten See (dessen Namen ich wie den aller anderen Seen sofort nachdem ich ihn zum 12. Mal gelesen habe, gleich wieder vergaß) und einen Rücktransport via Rentner-Stadtrundfahrtenbus zum Startpunkt. Ich würde auch sagen, die Route ist optimal für einen guten Überblick über den Park, denn zugegebenermaßen erkennt man nach dem 274. Wasserfall und dem 89,2. See auch nicht mehr so große Unterschiede und kurz nachdem es anfängt, langweilig zu werden, ist man auch schon wieder am Ziel und kann sich nach guten 4 Stunden mit vielen tollen Eindrücken und einem guten Gefühl wieder anderen Sachen widmen.

Die Sache, der wir uns nach dem Parkbesuch widmeten, war die Suche nach einer neuen Bleibe. Nach kurzer Recherche, einer groben Reiseplanung für die nächsten Tage und der Feststellung, dass es zwischen Rijeka und Karlobag nicht gerade viele Campingplätze gibt, fiel unsere Wahl erneut auf unser Lieblings-Camp (okay, ist nicht so schwer bei bisher 3 besuchten Plätzen...) Camp Ujča. Und hier sitzen wir nun wieder, dieses Mal in allererster Reihe zum Meer und freuen uns über einen gelungenen heutigen Tag und auf morgen, wo es dann "Auf die Fähre!" heißen wird.

Ach ja, selbstverständlich ist jeder Tag auch nur so gut wie die Leute, die ihn dazu machen (oder so ähnlich). Und davon hatten wir heute eine ganze Menge. So trafen wir bei den Plitvicer Seen auf die folgenden famosen Gestalten: Die 2 aus dem Zwergenwald, Sulley und Glotzkowski von Monster AG, Hinkebein und seine Frau und ein Viertel der Bevölkerung Asiens (offensichtlich gibt es einen Shuttleservice zwischen Schloss Neuschwanstein und den Plitvicer Seen). Am Campingplatz freuten und freuen wir uns zudem über Arielle und Khal Drogo alias Aquaman, die Glotzer, die Ökos und Tarzan. Aber das darf ich nicht so laut schreiben, weil der Platz mittlerweile fast vollständig in deutscher Hand ist. Also pssst!

Sonntag, 16. September 2018

Blau, blau, blau

Liebes Tagebuch,

tchuligom, dass ich dich gestern so schmählich ignoriert habe. Es lag nicht an dir, es lag an mir. Ich hatte keine Lust. Außerdem ist auch nicht so viel passiert. Heute ist auch nicht so viel passiert, aber ich möchte trotzdem einige Gedanken in die Welt hinausschreiben. Aktuell campieren wir auf einem Campingplatz kurz vorm Nationalpark Plitvicer Seen, den wir morgen Länge mal Breite mal Höhe vermessen wollen. Danach wird es bestimmt hoffentlich einiges mehr zu erzählen geben. Dafür kann ich aber jetzt schon mal ein erstes kleines Zwischenfazit zu allem ziehen. Ich weiß, du wirst es mir verzeihen, wenn das nun eine mehr oder weniger zusammenhanglose Aufzählung wird...
  • Bulli Björn und wir verstehen uns super. Es ist immer ein kleiner Kampf, das Chaos, das man innerhalb von 5 Minuten nach der Ankunft am Campingplatz angerichtet hat, zur Abreise wieder zu beseitigen, aber abgesehen davon ist er ausgesprochen handzahm. Er ist super geräumig und alles ist mit wenigen Handgriffen zu erledigen. Gut fahren lässt er sich auch noch. Mittlerweile haben wir sogar den Dreh mit dem Licht im Schrank raus und ich bin auch erst zwei Mal fast beim Rückwärtsfahren gegen eine Mauer oder einen Baum geballert. Also falls jemand noch ein Weihnachtsgeschenk für uns sucht, so nen Kumpel von Björn würden wir nehmen...
  • Kroatien hat wie Australien und die USA auch seine Great Ocean Road bzw. seinen Highway 1. Das Biest heißt hier "Jadranska Magistrala" und ist so, wie eine Küstenstraße sein soll: toll! Wir sind zwar erst ein relativ kleines Stück gefahren und werden auch definitiv nicht die ganze Strecke abreißen, aber das, was wir bisher gesehen haben, ist definitiv sehr geil. Steile Abhänge, mal fährt man weit oben und dann wieder fast direkt am Ufer entlang, immer wieder findet man kleine Buchten und dann dieses ekelhafte türkisfarbene Wasser, bei dem man fast von der Straße aus noch bis zum Grund sehen kann.
  • Der Tourenberatung von Ahoi Bullis (ein weiterer Grund dafür, dass diese Leute einfach top sind) kann man offenbar vorbehaltslos vertrauen. Gestern haben wir auf deren Empfehlung Camp Ujča angesteuert, einen kleinen Platz kurz hinter Senj direkt an einer der besagten kleinen Buchten. Heute konnten wir mit frischen Brötchen und Blick auf das Meer vor Bulli Björn frühstücken. Wird schwer, das zu toppen. Die Anfahrt zum Camp war übrigens auch fantastisch, mit gefühlt 45° Gefälle und einer 2,50 m breiten Unterführung.
  • An der Küste Kroatiens besteht gefühlt alles aus Stein. Die Strände sind aus Stein. Der Meeresgrund ist aus Stein. Der Boden der Camingplätze ist aus Stein. Die Straßen sind aus Stein. Die Häuser sind aus Stein. Die Berge sind aus Stein. Sogar die Wälder sind aus Stein. Und aus Baum. Es ist verrückt. Aber es hat auch was. Irgendwo muss das mit dem kristallklaren Wasser ja herkommen.
  • Das Klima hier ist spektakulär angenehm. Regen ist bisher weit und breit nicht in Sicht, die Tage sind sonnig und angenehm warm bis "lässt sich gerade noch so aushalten" heiß, meistens weht ein lauer Wind und abends/nachts kühlt es sich immer gut ab und man bekommt einen schönen sternenklaren Himmel zu sehen.
  • Die Kroaten machen ausgezeichnetes Alster. Sie nennen es zwar Radler, aber es ist trotzdem sehr schmackhaft. Das Geheimnis ist, dass es nicht mit Limonade gemischt wird, sondern nur mit naturtrübem Zitronensaft. Beste Idee! 
  • Der Preis für die coolste Campersocke geht an den Dude, der im Camp Ujča bei uns in der Nähe stand und der sich einfach eine Matratze in den Kofferraum seines Kombis gelegt hat. Daumen hoch!
So, das war es erst einmal wieder. Hasta la Pasta!
Dein Turbomartin

Freitag, 14. September 2018

Berge und Knochen

Dobra večer, prijatelji!

Sicherlich interessiert es nicht nur mich brennend, wie unser heutiger Tag so verlaufen ist. Nun, nichts leichter als das.

Alles fing im Regen an. Deutschland fand es offensichtlich äußerst schade, uns gehen zu lassen und verabschiedete uns heute morgen mit einem schmackhaften Tiefdruckgebiet. Für uns als ausgebuffte Bulli-Profis war es natürlich überhaupt kein Problem, beim Zusammenräumen und Verstauen dieses Mal so wenig Türen und Fenster wie möglich zu öffnen. Mit einem halben Liter frischster Ziegenmilch im Gepäck rollten wir wenig später über die deutsch/österreichische Grenze (nur echt mit seehoferschen Kontrollen in der Gegenrichtung) und durch die Alpen. Ich glaube, ich bin noch nie über eine schönere Autobahn gefahren. Kilometerweit sahen wir nichts anderes als Berge, Täler, Tunnel und kleine Dörfer und grüne Wiesen an den Hängen - wirklich traumhaft! Zwischendurch hatte es übrigens auch wieder aufgehört zu regnen.


Nachdem wir für alle möglichen Brücken, Tunnel, Mülltonnen und Leitplanken Mautgebühren gelatzt und ein paar kaum erwähnenswerte slowenische Dörfer hinter uns gebracht hatten, hatten wir es dann irgendwann auch endlich nach Kroatien geschafft. Hier zeigten sich dann relativ schnell mehrere Dinge:
  1. Kroatische Grenzbeamte verfügen offensichtlich über telepathische Kräfte. Ich aber leider nicht, was dazu führte, dass ich ihre imaginäre Aufforderung, nach der Passkontrolle einfach weiterzufahren, gleich 2x nacheinander nicht verstand.
  2. Von oben auf Küstenstädte und die dazu gehörigen Küsten und die dazu gehörigen Meere herabzublicken ist ziemlich toll.
  3. Nicht nur in Deutschland gehört das Reißverschlussverfahren zu den größten Herausforderungen der motorisierten Menschheit.
Unser erstes Nachtlager haben wir nun auf der Insel mit dem hervorragenden Namen Krk aufgeschlagen. Leider ist der Campingplatz ziemlich groß und ziemlich voll, aber erstens hatten wir keine Lust, viele Plätze abzuklappern, zweitens kostet er eine akzeptable Menge Knochen (so nennt der Fachmann die kroatische Währung), drittens wurden wir mit einem fancy Golfcaddy über den Platz kutschiert, um uns unsere Parzelle auszusuchen und viertens und wichtigstens liegt er am Strand, sodass ein erstes Bad in der Adria schon mal drin gewesen ist.

Donnerstag, 13. September 2018

Aller guten Höfe sind drei

Eigentlich läuft die ganze Chose hier ja unter dem Deckmantel "Kroatienurlaub". Davon haben wir aber auch heute noch nicht sehr viel gesehen. Genauer gesagt, hängen wir immer noch in Deutschland ab. Aber wenigstens schon so nah an der Grenze, dass wir österreiche Handystrahlen empfangen.

Das hat aber auch Gründe. Also eigentlich hat es nur einen Grund und der fängt mit N an und hört mit euschwanstein auf. Wir dachten, wenn wir schon mal mit dem Auto in Süddeutschland sind, muss Anne in ihrer Funktion als Adelsexpertin ja mal das berühmteste deutsche Schloss (also Neuschwanstein) mit dem schönsten deutschen Schloss (also Schwerin) vergleichen. Wir fuhren also hin, waren kurz verwirrt von den Hundertschaften asiatischer Touristen, ließen Bulli Björn am Alpsee zurück, kraxelten im Schweiße unseres Angesichts den steilen Pfad zum Schloss herauf... und waren erstmal ziemlich unterwältigt. Das dumme Teil war viel kleiner als in unserer Vorstellung, es war teilweise eingerüstet und dann standen wir noch irgendwie auf der falschen Seite. Tolle Wurst. Zum Glück gingen wir noch etwas weiter und kamen dann irgendwann zur Marienbrücke. Von da sah das Ding dann auch endlich mal gut aus und außerdem plätscherte auf der anderen Seite der Brücke noch ein schöner Wasserfall herab. Hat sich der Trip also doch einigermaßen gelohnt. Fanden übrigens nicht nur wir so, sondern auch ca. 384618 andere Leute, die sich mit uns über die Brücke rempelten. Schwerin ist trotzdem schöner. So.


Anschließend haben wir auch nicht mehr viel gemacht, sondern haben die bayerischen Landstraßen genossen mit ihren urigen kleinen Ortschaften mit weißen Häusern mit Holzbalkonen, an denen kiloweise Blumen herunterranken. Nun sind wir wie gesagt nah an der österreichischen Grenze und genießen zum vorerst letzten Mal die Vorzüge des Landvergnügens, dieses Mal auf Attl's Bio-Ziegenhof. Man könnte auch meinen, es wäre Attl's Bio-Fliegenhof. Aber abgesehen davon ist es auch hier wieder ausgesprochen toll. Wir haben eine kleine Hofführung bekommen, durften beim Melken zugucken, haben frische Ziegenmilch probiert (die erstaunlicherweise ziemlich normal milchig schmeckt) und schon ein wenig im obligatorischen Hofladen geshoppt. Und morgen geht's dann auch endlich nach Kroatien, versprochen.

Mittwoch, 12. September 2018

Ein Viertel Deutschland

Servus miteinand,

während ich diesen Text schreibe, sitze ich im Allgäu neben einem Haus voller Käse. Das klingt komisch, ist aber so.

Von heute gibt es nicht sehr viel zu berichten, da wir die meiste Zeit gefahren sind. Das gibt mir aber Gelegenheit, zwei Fragen zu beantworten, die mir in 100% meiner 0 Leserbriefe gestellt worden sind: Was hat das mit diesen Höfen auf sich und wie war es gestern?

Das kommt so: Solange wir in Deutschland unterwegs sind, dürfen wir kostenlos auf Bauern-, Land- oder sonstigen Höfen stehen, die beim Landvergnügen mitmachen. Bulli Björn kam mit einer inkludierten Jahresmitgliedschaft zu uns, was nur eine der vielen tollen Sachen ist, die zum Standardpaket bei Ahoi Bullis gehören. Vielleicht verrate ich am nächsten langweiligen Tag auch noch die anderen tollen Sachen.

Gestern führte uns unser Landvergnügen-Katalog auf jeden Fall zur Moosbeerhütte in der Lüneburger Heide, wo es sehr sehr toll und empfehlenswert war. Dort werden Blaubeeren und (sehr unüblich für Deutschland) Cranberries angebaut, die auf deutsch wohl tatsächlich Moosbeeren heißen und - ihr ahnt es schon - dem Kind seinen Namen gaben. Außerdem gibt es dort ein paar Ziegen, supernette Besitzer und einen schönen Hofladen mit allem, was die Beeren hergeben: Saft, Kekse, Marmelade, Honig (kein Witz), Schnaps und... naja, Beeren. Bestimmt auch noch ganz viele andere Sachen, die ich alle schon wieder vergessen habe. Was ich aber definitiv nicht vergessen werde, war das super Frühstück mit lauter selbstgemachtem Kram, das wir dort bekommen haben und, dass für diese Hütte nicht genug Werbung gemacht werden kann.

Ansonsten sind wir wie gesagt heute bis ins Allgäu gefahren, was erstaunlich stau- und stressfrei vonstatten ging und stehen nun bei der Feinkäserei Stich - dem place to be für echte Gourmets (stand so im Katalog)! Hier riecht es zwar nach Kuh (obwohl es gar keine Kühe gibt) und wir stehen nicht ganz so idyllisch wie gestern, aber dafür gehört ein Restaurant dazu, in dem es famose Käsespätzle (in Landessprache: Kässpatz'n oder so ähnlich) und Schnitzel in Käsepanade gibt.

In diesem Sinne: Obazda sei mit euch!

Dienstag, 11. September 2018

Hit the Road, Björn!

Liebe Freunde der selten aktualisierten Blogs,

ihr seht richtig, hier tut sich wieder etwas. Und ihr wisst genau so gut wie ich, dass es dafür nur einen Grund geben kann: Ich bin im Urlaub und will angeben habe keine Lust, Karten zu schreiben möchte meine Liebsten beruhigen, dass es mir trotzdem gut geht.

Für dieses Jahr haben die beste Frau und ich uns wieder eine ganz besonders grandiose Aktion überlegt. Hoffen wir zumindest. Wir haben uns bei den tollen Leuten von Ahoi Bullis einen VW Bulli gemietet und wollen durch Kroatien heizen. Hammer! Eigentlich geht es morgen erst los, aber weil wir nett gefragt haben, durften wir heute Abend schon unseren bereiften Gefährten in Empfang nehmen, der uns die nächsten 2½ Wochen durch die Gegend kutschieren wird. Wir tauften ihn Bulli Björn. Dann fuhren wir bis kurz hinter das legendäre Hodenhagen und stehen nun auf irgendeinem netten Hof in irgendeinem Dorf. Näheres wissen wir selber noch nicht, weil es dunkel ist. Vielleicht dazu morgen mehr.

Die ersten Stunden des hippen Bullilebens haben wir nun schon einigermaßen gut gemeistert. In den letzten Tagen haben wir unsere Klamotten und das restliche Hab und Gut fachmännisch in ca. 72 Plastikbeutel verstaut. Von der Autovermietung bis nach Hause (10 km) haben wir nur ca. 1 Stunde gebraucht, weil ich einmal falsch abgebogen und in eine wahre Höllenmaschine von Berufsverkehr gekommen bin. Zuhause haben wir Björni (Höhe: 2,02 m) wie junge Götter in unsere Tiefgarage (Höhe: 2,00 m) gezirkelt und die fachmännisch gepackten Plastikbeutel akkurat im Innenraum verteilt. In unserem Nachtlager angekommen, haben wir die akkurat verteilten Beutel wieder weitsichtig umverteilt und auch nur wenige halbe Stunden gebraucht, um zu verstehen, wie das Licht im sog. "Kleiderschrank" (ein durch eine Lamellenschiebetür abgetrenntes Loch) ausgemacht wird. Beinahe hätten wir hierzu nicht in die Bedienungsanleitung gucken müssen. Dann haben wir einige Plastikbeutel wieder hin und her geräumt. Morgen wollen wir sie vielleicht mal etwas ausräumen und hier die sog. "Schränke" auch einigermaßen sinnvoll nutzen. Aber wenigstens haben wir sowohl das Bett im Fond als auch das im Dach unfallfrei und problemlos aufgebaut bekommen. Leider sind beide Betten absolut ehe-unkompatible 1,20 m breit, sodass wir auch definitiv immer beide brauchen werden. Auch sonst ist es hier noch etwas ungewohnt eng, aber mit Potential zu gut. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Urlaub der beste wird, den wir in diesem Monat machen.

Gute Nacht

Donnerstag, 25. Mai 2017

The real End

Hier sitzen wir nun. In der Premium-VIP-Super-Lounge auf der Fähre (auf der Fähre!) von Dover nach Dünkirchen, die Insel im Rücken. Heute morgen wurde es nochmal richtig britisch, mit fettem english breakfast (inklusive der awesomesten Pancakes der Welt) und einem kurzen Bummel bei bestem Wetter durch das gute Canterbury, um die letzten Pfunde loszuwerden.

Ich hoffe, es ist in den letzten Tagen so rüber gekommen, wie es sollte. Nämlich dass Südengland ein verdammt gutes Institut ist und dass wir eine richtig tolle Zeit hatten. Wir liebten die Landschaft, wir liebten die Küste, wir liebten die Strände (aber nur die aus Sand), wir liebten die Menschen, wir liebten die Schafe, wir liebten Cornwall, wir liebten die Schlösser, wir liebten die Steine, wir liebten die Städtchen, wir liebten die Wiesen, wir liebten die Straßen, wir liebten den Tee, wir liebten die Scones, wir liebten die Clotted Cream, wir liebten die Cadbury Schokolade, wir (Anne) liebten die Cider, wir (Martin) liebten die Ales, wir liebten alles, was gut war und ich jetzt vergessen habe.

Dieses Wochenende lassen wir den Urlaub gemeinsam mit meiner Familie und diesem Trump-Typen beim NATO-Gipfel in Brüssel ausklingen. So schließt sich dann auch der Kreis, wir haben bei Familie begonnen und enden bei Familie. Lovely.

Tag 18: Ein halbes Mal um die Welt

Der aufmerksame Leser weiß wahrscheinlich schon, was es heute zu erzählen gibt: Nicht viel. Da wir morgen besser unsere gebuchte Fähre erwischen sollten, sind wir heute schon mal in die Nähe gefahren. Dover ist allerdings einigermaßen hässlich, von daher übernachten wir heute noch einmal in Canterbury, was schön und auch nur ca. 30 min vom Fährhafen entfernt ist. In Canterbury waren wir ja zu Beginn unserer Reise schon mal - die Kathedrale angucken kostet aber immer noch Geld und sie ist auch immer noch voll mit Gerüst. Da ist man mal 2 Wochen nicht da und alles ist noch genau wie vorher.

Weil wir Canterbury ja bereits gesehen hatten und dachten, Küste wäre an dem heißesten Tag des Urlaubs (der natürlich heute sein musste und nicht, während wir an coolen Stränden abschimmeln, mimimi) eine gute Idee, haben wir noch ein paar Stunden in Whitstable verbracht. Das ist ein kleines Fischerdorf an der Ostküste mit hässlichem Steinstrand und ohne Schatten. Ganz nett, aber ansonsten nicht weiter erwähnenswert.

Zum Abschluss möchte ich noch eine kleine Anekdote über englische Eigenheiten zum Besten geben, damit die Überschrift wenigstens einigermaßen Sinn ergibt. Wir sind heute von Bath nach Whitstable gefahren. Mit dem Auto. Ca. 300 km. Von Dover bis nach Land's End, was so die größte Spannbreite zwischen unseren Reisezielen ist, sind es ca. 600 km. So weit ist es von Hamburg bis Nürnberg. So ziemlich jedes Mal, wenn wir hier jemandem von unserer Reise erzählt haben, wurden wir mehr oder weniger frenetisch bejubelt, wie krass wir doch sind und angeguckt, als hätten wir gerade erzählt, wir würden 3x um die Welt wandern wollen. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass tatsächlich die Engländer damals angefangen haben, Amerika zu besiedeln, wo manchmal zwei Nachbarorte so weit auseinander sind wie hier das Land breit ist...

Dienstag, 23. Mai 2017

Tag 17: Old and older

Heute konnten wir ein weiteres Stück unseres Downton Abbey Traumas aufarbeiten, denn wir sind nach Lacock gefahren, wo aus Versehen auch ein kleiner Teil der Serie gedreht worden ist. Eigentlich waren wir aber da, weil es dort ein altes Kloster gibt, das stellenweise als Kulisse für Hogwarts im ersten Harry Potter Teil genutzt wurde. Das Kloster wurde dann irgendwann zum Wohnhaus umgebaut und dann hat da ein Mann gewohnt und das Fotografieren erfunden. Neben Lacock Abbey (eben jenes Kloster) ist aber auch Lacock selber (das Dorf) sehenswert. Irgendwann in den 20er Jahren ist hier offensichtlich die Zeit stehen geblieben und so bestehen die drei Straßen des Örtchens durchweg aus uralten und tatsächlich noch bewohnten Häuschen. Nur die absolut modernen Autos, die die Straßen säumen, passen irgendwie nicht so ganz ins Bild. Das mit den drei Straßen war übrigens keine Übertreibung - während wir unseren Rundgang machten, ist uns nämlich fünf oder sechs Mal derselbe Typ auf seinem Fahrrad entgegen gekommen, der wohl sein tägliches Sportprogramm abspulte...

Außerdem haben wir heute (dieses Mal klugerweise vor dem Essen) unsere derzeitige Heimat Bath genauer unter die Lupe genommen. Im Grunde kann man Bath auch als Stadt vom Typ K bezeichnen, schließlich gibt es eine Kathedrale. Davon abgesehen sieht die Stadt aber einigermaßen unenglisch aus (zumindest wenn man sie mit so Sachen wie Winchester vergleicht), denn ein Großteil der Häuser und Straßen ist aus dem 18. Jahrhundert und aus braunem Gestein (offensichtlich war der heiße Scheiß in Sachen Stein zu der Zeit nicht besonders farbenfroh). Aus dieser Zeit stammen auch noch zwei kuriose Reihenhaussiedlungen, eine rund (The Circus) und eine halbrund (Royal Crescent). Außerdem hat die Stadt namensgebende original römische Bäder in petto, die man besichtigen kann, wozu wir aber keine Lust hatten. Alles in allem hat uns Bath jetzt auch nicht so richtig umgehauen, möglicherweise sind wir aber auch mittlerweile schon ziemlich mit Eindrücken übersättigt. Deswegen sieht der Plan für morgen - unseren letzten vollen Tag in England - auch nur Auto fahren und Seele baumeln lassen vor.

Montag, 22. Mai 2017

Tag 16: So ein Käse!

Falls ihr euch immer schon gefragt habt, wohin ihr mit eurem ganzen Geld sollt, kommt hier ein heißer Tipp: Ab nach Cheddar! Sinnloser haben wir in diesem Urlaub noch nie Kohle zum Fenster heraus geworfen. Dabei standen die Vorzeichen eigentlich ganz gut, denn Cheddar ist ja nicht nur ein schmackhafter Käse, sondern auch eine Stadt, eine Schlucht und ein paar Höhlen.

Leider war so ziemlich alles hier ein großer Reinfall. Die Stadt ist eine Aneinanderreihung von Läden mit Nippes. Die Schlucht kann man so halb durchfahren, was ganz nett und umsonst ist, wir aber erst mitbekommen haben, als alles schon zu spät war. Außerdem kann man sie von oben angucken, was nicht nett und erst recht nicht umsonst ist. Hierzu muss man zuerst 84841 stinkende Stufen hochlatschen (die berühmte Jacob's Ladder), dann kann man auf einen klapprigen Aussichtsturm gehen, von dem aus man Bäume sieht. Wow. Die Höhlen sind halt so, wie Höhlen so sind - innen hohl. Es gibt auch noch ein Museum mit dem berühmten Cheddar-Man, aber da das kein Superheld aus Käse, sondern nur ein altes Skelett ist, haben wir uns das geschenkt, aber trotzdem dafür bezahlt, weil es nur ein Ticket für alles gibt. Außer fürs Parken, das kostet extra.

Was in diesem Ticket außerdem nicht enthalten, aber das einzig Interessante in dieser Geldvernichtungszone ist: Man kann in der Cheddar Cheese Company zugucken, wie der einzige Cheddar aus Cheddar gemacht wird. Und man kann probieren. Dieser ganze Spaß kostet natürlich auch, aber wenigstens nicht so viel.

Naja. Im Anschluss an diese spektakuläre Erfahrung sind wir nach Bath gefahren, wo wir unsere vorletzte Unterkunft bezogen haben, die einen 1A-Blick über die Stadt bietet. Eigentlich wollten wir uns hier heute auch noch etwas umgucken, aber da wir in einem Restaurant von Jamie Oliver essen waren, in dem es zwar gute Köche, aber auch den langsamsten Kellner der Welt gab, müssen wir die Erkundung auf morgen verschieben.

Sonntag, 21. Mai 2017

Tag 15: King Arthur's Haufen

Nachdem wir gestern ja einen richtig anstrengenden Tag hinter uns hatten, stand heute mal wieder etwas geschichtliche Weiterbildung auf dem Programm. Wir waren nämlich in König Artus Vadder seinem Sohn ihm sein Schloss. Aber es war nicht Camelot, sondern Tintagel und das kommt daher, weil der Arthur (so heißt Artus ja hier) da keine Sachen gemacht hat (wie z.B. ein Schwert hoch halten), sondern angeblich dort geboren worden ist. Also, historisch betrachtet wohl nicht mal das, aber die Legende geht halt so. Und eigentlich gibt es da auch gar kein richtiges Schloss, sondern nur dessen Ruine. Und nochmal eigentlich war das auch als es noch keine Ruine war, gar kein richtiges Schloss, sondern eher ein Ein-Zimmer-Apartment. Also zusammengefasst guckt man sich einen riesigen Fake an, der nur aus ein paar alten Steinen besteht und um den ein riesen Bohei gemacht wird. Aber es war trotzdem super anzusehen und ziemlich cool. Der Steinhaufen ist nämlich auf einer fetten Klippe gelegen, wo links und rechts das kornische Meer tobt, es steht eine supercoole King Arthur-Skulptur herum, es gibt einen Wasserfall und man muss ordentlich kraxeln, um überall hinzukommen. Aber das Geile an den meisten englischen Sehenswürdigkeiten ist ja, dass man auch tatsächlich überall hinkommt. Oh, hier sind 8000 m hohe monstersteile Klippen? Naja, hämmern wir mal so ein 5x5 cm großes Holzschild ins Gras, dass man da vielleicht runterfallen könnte, wenn man zu dumm ist, sein Gehirn zu benutzen... In Deutschland wäre wahrscheinlich 20 m vom Klippenrand entfernt alles mit Stacheldraht abgesperrt worden. Also, in Tintagel konnte man das gesamte Gelände erkunden und da das Wetter heute wieder super war, haben wir das auch getan und waren begeistert. So.

Vorher haben wir noch auf Anraten unseres Hosts Gail aus Newquay (die mit dem Bad im Schrank aka. die beste Unterkunft unserer Reise) das Dorf Padstow besucht. Das erwähne ich nur, weil es endlich eine zweite Stadt der Kategorie K ist. Abgesehen davon war es halt ein nettes kleines Fischerdorf mit ein paar Geschäften und engen Gassen.

Diese Nacht schlafen wir übrigens aus durchreisetechnischen Gründen am Arsch der Heide. Der Ort ist so klein, dass die Häuser nicht mal Hausnummern haben, dafür aber Namen. Irgendwann hat hier ein sehr berühmter Schriftsteller eine Geschichte über einen Otter geschrieben. Als Ausgleich für die fehlende Relevanz des Ortes gibt es hier aber gleich 2 Pubs. Man muss halt Prioritäten setzen. Cheers!

Tag 14: Newquay in the Blog

Zu unserem heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten, weil wir nicht viel gemacht haben. Wir haben Newquay vermessen, ein paar gute Sachen eingekauft, ein paar gute Sachen gegessen und getrunken und am Strand gesessen und den Wellen zugeschaut. Ende der Geschichte.

Na gut, hier noch ein paar statische Informationen. Newquay ist eine relativ typische K-Typ-Stadt und wir fühlen uns wohl. Die Stadt gilt als die britische Surferhochburg, weil es hier viele Surfer gibt. Es gibt auch ca. 18 Sandstrände, einen Fluss, einen mini Hafen, einen Golfplatz und ein Haus auf einem Felsen, das nur über eine Brücke erreichbar ist.

Wo wir nun endlich mal einen Tag erwischt haben, an dem wenig Erwähnenswertes passiert ist, habe ich mal wieder die Gelegenheit, ein paar Eindrücke und Beobachtungen in Form von Stichpunkten festzuhalten.

- In so ziemlich jeder Stadt des K-Typs, die über Sandstrände verfügt, läuft gegen Abend jemand mit einem Metalldetektor durch den Sand. Wir vermuten, dass dieser Trend auch bald Deutschland erreichen wird, sollte hier jemals das Dosenpfand wieder abgeschafft werden.
- Wer in Großbritannien sozial akzeptiert werden möchte, braucht ein Haustier. Am besten einen Hund. Wahrscheinlich gibt es mehr Hunde als Menschen. Es ist auch so ziemlich jeder Laden und jedes Pub, Restaurant und Klo, das etwas auf sich hält, "dog-friendly". Es gibt sogar Souvenirs mit Hundemotiven. Genau das Richtige für Tierfreunde wie uns, aber wir schlagen uns wacker.
- Als Brite wird man offensichtlich ohne Kälteempfinden geboren. Wir haben schon in so vielen Städten so viele Leute gesehen, die auch im Regen mit kurzer Hose und T-Shirt durch die Gegend gelaufen sind, dass das kein Zufall sein kann.
- Ich verstehe das System der Straßenkennzeichnung nicht. Offensichtlich gibt es 3 Arten von Straßen: M-Straßen, A-Straßen und B-Straßen. Die Ms sind wohl Autobahnen und die Bs vergleichbar mit unseren Landstraßen. Aber die As machen mich fertig. Mal sind das Holperwege und mal 78-spurige Highways. Was soll das?
- Die Straßen, die weder M noch A noch B sind, sind der Hammer. Wir sind mittlerweile nicht gerade selten durch Straßen gefahren, die gerade mal breit genug für ein halbes Auto sind. Links und rechts ist entweder Hecke oder Mauer, Seitenstreifen oder Bürgersteige sind nicht vorhanden. Aber glaub mal nicht, dass das dann Einbahnstraßen sind... Und da fahren sogar LKW. Sowas will ich Zuhause auch.
- Ich mag Cornwall.
- Ich mag Südengland.
- Ich mag unseren Urlaub.