Samstag, 4. November 2006

Fuppestag: Leverkusen - Mainz

Weil von den Nachbarn heute jemand keine Zeit hatte, konnte der nette Onkel mal wieder nach Leverkusen zum Fuppes gucken fahren. Wie es der Zufall wollte, war der heutige Gegner derselbe, wie bei einem meiner 3 Stadionbesuche in der letzten Saison, nämlich der FSV Mainz 05. Ein kurzer Schwenk zur Bundesligatabelle vor dem heutigen Spieltag offenbart folgendes Bild:
Mainz 05: Platz 17, 7 Punkte, 8:17 Tore. Ein Sieg für die Mainzer könnte sie aus der Abstiegszone bringen und dafür sorgen, die öffentlichen Diskussionen um Trainer Jürgen "Kloppo" Klopp zu beenden.
Bayer Leverkusen: Platz 12, 11 Punkte, 13:13 Tore. Ein Sieg für die Favoriten aus Leverkusen würde eine Fortsetzung des letzte Woche begonnenen Aufwärtstrends bedeuten und dafür sorgen, dass Bayer 04 langsam wieder zum oberen Tabellendrittel aufschließen kann.
Und jetzt mal zur Äktschn.

Hälfte 1:
Bayer hatte insgesamt mehr Spielanteile, ging aber damit um wie ein Eichhörnchen mit Atom-U-Booten, nämlich gar nicht. Die Leverkusener spielten ohne System, ohne Laufbereitschaft und ohne Ideen, dafür aber mit jeder Menge Abstimmungsschwierigkeiten und Fehlpässen. Wenn sie es trotzdem mal in den gegnerischen Strafraum schafften und sich eine auch nur ansatzweise gute Torchance herausspielten, sorgte schon irgendeiner der sog. "Stürmer" dafür, dass sie grandios verstolpert wurde. Die Mainzer beschränkten sich nach starkem Beginn darauf, in der eigenen Hälfte zu stehen und ab und zu kleine Vorstöße nach vorne zu wagen. Einer davon führte in der paarundzwanzigsten Minute zum 0:1, Torschütze war Imre Szabisc. Die Leverkusener waren kurz geschockt, stümperten noch ein bisschen weiter im Mittelfeld herum und begannen dann, sich wieder Torchancen herauszustümpern, von denen Sergej Barbarez in der Nachspielzeit der 1. Hälfte zur allgemeinen Überraschung doch tatsächlich eine zum Ausgleichstreffer nutzte.

Hälfte 2:
Nicht viel Neues. Die Leverkusener präsentierten sich ein bisschen geordneter und drückten Mainz über die gesamte Spielzeit in die eigene Hälfte. Weil sie aber zu blöd waren, vernünftige Pässe in den Strafraum zu spielen, gab es kaum Torchancen und dementsprechend viel Langeweile. Mainz schien mit dem Unentschieden zufrieden zu sein und packte 17 von 11 Spielern in die Abwehr. Damit es für die Zuschauer aber doch noch was halbwegs Interessantes zu sehen gab, verpasste der Schiri kurz vor Ende der Partie irgendeinem Mainzer eine Rote Karte wegen einer Notbremse. Die machte den Kohl aber dann auch nicht mehr fett.

Fazit:
Ein Ergebnis, das keinem so richtig weiterhilft. Trotzdem dürften sich die Mainzer mehr über den gewonnenen Punkt freuen als die Leverkusener, für die heute eindeutig mehr drin gewesen wäre, wenn ich mitgespielt hätte sie nicht so talentiert im Tore schießen wären wie Daniel Küblböck im Gut-sein.

Ach ja, vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wieder einmal die Gästefans (die höchstens 15% der Zuschauer ausmachen) ungefähr 3x so laut waren wie die Heimfans (die zahlenmäßig ca. 50% sein müssten). Und dass die Frau, die vor mir saß, einen schwarz/grünen String-Tanga anhatte.

Gerade läuft: Der dicke Bär mit Schießgewehr

1 Kommentar/e:

Sebastian hat gesagt…

Der Spieler von Mainz, der die rote Karte gekriegt hat, heißt Marco Rose. Und den hab ich bei comunio. Und eine rote Karte bringt mir 5 Minuspunkte ein. Toll gemacht Weiner. Zumal die rote Karte unberechtigt war, weil der Friedrich den Kießling noch gestoppt hätte, und somit KEINE KLARE Torchance verhindert wurde.
Aber die meisten Schiedsrichter hatten ja gestern wieder Tomaten auf den Augen!

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