Mittwoch, 12. Juli 2006

Kinotag: Ab durch die Hecke

Gestern war Dienstag, also stand gestern ein Ausflug ins Kino auf dem Programm. Diesmal kam sogar (fast) die versammelte Nacho-Mannschaft mit, aber es ging ja auch "Ab durch die Hecke". Und das ging so:

Es waren einmal eine Schildkröte (Verne), ein Eichhörnchen (Hammy), ein Stinktier (Stella), ein Opossumvater (Ozzie), eine Opossumtochter (Heather) und eine Stachelschweinfamilie, die lebten glücklich und zufrieden in ihrem Wald. Den Winter verschlafen sie und den Sommer über durchforsten sie den Wald nach Nahrung, damit sie den Winter verschlafen können. Doch als sie eines Jahres aus ihrem Winterschlaf erwachen, stellen sie geschockt fest, dass da, wo früher Wald war, jetzt ein riesengroßes unheimliches Etwas (in Fachkreisen auch "Hecke" genannt) steht, hinter dem sich zweibeinige rosafarbene Riesenmonster ("Menschen") aufhalten. Die Lage scheint aussichtslos, der Hungertod steht kurz bevor, doch dann tritt der Waschbär Richie in das Leben der Tiere. Der ist cool, charmant, intelligent und toll und weiß, dass man sich vor diesen Menschen nicht zu fürchten braucht ("Die haben mindestens genau so viel Angst vor uns wie wir vor denen."), dass sie Unmengen des leckersten Essens der Welt horten und vor allem, wie man an dieses Essen kommt. Richie weiß allerdings ebenso gut, dass er geliefert ist, wenn er dem verärgerten und hungrigen Braunbären Vincent nicht innerhalb einer Woche sämtliche Vorräte, die Richie aus Versehen vernichtet hat, wiederbeschafft und dass er diese Vorräte nur mit Hilfe der naiven Waldbewohner sammeln kann...

Scheiß die Wand an, aber über "Ab durch die Hecke" kann ich eigentlich kaum bis gar nichts Negatives sagen! Technisch ist der wie alle Animationsfilme bis obenhin mit Moral und Gesellschaftskritik vollgepackte Film ein absoluter Hochgenuss, einen besser und schöner animierten CGI-Streifen hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Dazu kommt, dass wirklich alle Hauptfiguren unglaublich niedlich sind, sodass man sich fast gar nicht entscheiden kann, wer einem besser gefällt. Meiner Meinung nach ist das Eichhörnchen Hammy die schwächste unter 12 extrem guten (Tier-)Figuren, da hyperaktive Charaktere mich unweigerlich an Otto erinnern und mir deshalb nach einiger Zeit immer auf die Nerven gehen. Bei Hammy hielt sich der Nervfaktor trotz wirklich extremer Hyperaktivität allerdings in Grenzen. Was "Ab durch die Hecke" aber endgültig zu einem sehr guten Film macht, sind die zahlreichen Gags, Anspielungen und Wortspiele, die nicht nur auf Kinder zugeschnitten sind. Besonders hervorzuheben sind hier die definitiv mögigste Illustration eines Cola-Flashs und die kleinen Seitenhiebe auf den Alltag der Menschen (z.B. beim Monopoly spielen).
Logisches Fazit: "Ab durch die Hecke" ist die beste Animation seit "Shrek 2" und einer der besten Filme des Jahres!

Gerade läuft: Nix

3 Kommentar/e:

Stuessy hat gesagt…

Der Monopoly Gag war einer meiner liebsten!! Das kenne ich nämlich zu 100% aus dem wahren Leben!! :D

Christine hat gesagt…

Ich fand den Film richtig klasse. Von Madagaskar war ich ja ziemlich enttäuscht.
Dein Artikel liest sich klasse.
Hab auch einen auf meiner Seite.

Seit diesem Film seh ich meinen morgendtlichen Kaffee mit ganz anderen Augen...

Gruß
Christine

Martin hat gesagt…

@Stuessy: Die Monopoly-Sache kenn ich auch exakt so. Evtl. hätte man das Bügeleisen noch durch den Fingerhut ersetzen können, den will ja auch nie einer ;)

@Christine: Madagascar fand ich auch nicht ganz so gut. Obwohl der Robot war schon geil :D

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