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Mittwoch, 11. Januar 2012

Die große Kinoauswertung 2011

2011 ist ja bekanntlich jetzt vorbei und für 2012 hat mir der fantastische Wunschgenerator, den ich gerade zufällig wieder über meine eigene Blogsuche gefunden habe, passenderweise "einen Photoapparat, Religionsfreiheit und vor allem weniger Steuern" gewünscht, wovon 1½ Wünsche sogar schon jetzt in Erfüllung gegangen sind, was ein unfassbarer Zufall ist, wenn es denn Zufälle gäbe. Wahrscheinlich ist es stattdessen nur der endgültige Beweis, dass das Internet längst der mächtigste Mensch der Welt geworden ist. Aber darum geht es ja jetzt gar nicht.

Stattdessen geht es darum, dass ich im letzten Jahr nahezu unschlagbare 31 aktuelle Filme gesehen habe, was ich selber kaum glauben kann. Immerhin bedeutet das, dass ich alle 1,6 Wochen einen Film gesehen habe, was fast schon an gute alte Zeiten erinnert. Okay, ich habe 4 dieser Filme nicht im Kino gesehen, dafür habe ich mir aber auch einen gleich 2x angeguckt. Also insgesamt 28 Kinobesuche, was immer noch eine großartige Frequenz von 1,8 Wochen/Film bedeutet. Meine Kinobesuche teilten sich übrigens auf folgende Lichtspielhäuser auf:
Die Karten haben mich insgesamt 184,30 Öcken gekostet, was einem durchschnittlichen Kinopreis von 6,58 € entspricht. Das macht mich entweder zu einem ziemlichen Sparfuchs oder zu einem schlechten Mathematiker bzw. Historiker. Whatever. Der teuerste Kinobesuch war mit großem Abstand "Harry Potter 7.2", der mit schlappen 12 Eimern reingehauen hat und den zweitteuersten Film um satte 2,50 € übertrumpft. Bekacktes 3D! In dieser Hinsicht aber positiv: Soweit ich mich erinnern kann, habe ich nur 4 3D-Vorstellungen besucht.

Jetzt aber mal ans Eingemachte. Insgesamt fand ich das Kinojahr 2011 recht durchschnittlich. Klar waren jede Menge gute und sehr gute Filme dabei, aber mir haben die alles überstrahlenden Geräte, die mich richtig richtig vom Hocker gerissen haben (so wie 2010 "Inception" und "Scott Pilgrim") doch schon ziemlich gefehlt. Für 2012 bin ich hier aber ganz zuversichtlich, doch dazu später noch mehr.

Überraschung des Jahres war definitiv "Hell", den ich sowohl spannungs- als auch bildtechnisch unglaublich gut fand und in den ich fast nicht reingegangen wäre, weil ich nach dem Trailer eher einen langweiligen 08/15-Horrormurks erwartet hatte. Enttäuschung des Jahres war ebenso definitiv "True Grit", von dem ich mir vor allem aufgrund der tollen Besetzung (inkl. Regie) einfach viel mehr als gepflegte Langeweile versprochen hatte oder den ich nicht richtig verstanden habe.

Neben dem schon erwähnten "Hell" haben sich mein persönliches Kinotreppchen 2011 ergattert: "Wer ist Hanna?", der zwar storymäßig eher durchschnittlich war, aber der dafür mit einer meiner Meinung nach absolut brillanten Bild- und Tongewalt punkten konnte. Als relativ deutliche Nummer 1 ging aber "127 Hours" ins Ziel, der übrigens auch der eingangs erwähnte Film war, den ich 2x im Kino gesehen habe. Selten habe ich so mitgefiebert und mitgelitten und die Sehnen-Szene geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Knorke!

Und hier jetzt die komplette Liste. Nummern sind nur Schall und Rauch.
  1. 127 Hours (8/10)
  2. Wer ist Hanna? (8/10)
  3. Hell - Die Sonne wird euch verbrennen (8/10)
  4. Der Gott des Gemetzels (8/10)
  5. Wasser für die Elefanten (8/10)
  6. Paul - Ein Alien auf der Flucht (8/10)
  7. Mission: Impossible - Phantom Protokoll (8/10)
  8. Killer Elite (8/10)
  9. Planet der Affen: Prevolution (8/10)
  10. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2 (8/10)
  11. Roller Girl (8/10)
  12. The Green Hornet (8/10)
  13. Fast & Furious Five (7/10)
  14. Larry Crowne (7/10)
  15. Super 8 (7/10)
  16. Black Swan (7/10)
  17. Thor (7/10)
  18. Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten (7/10)
  19. Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten (6/10)
  20. True Grit (6/10)
  21. Source Code (6/10)
  22. World Invasion: Battle Los Angeles (6/10)
  23. Hangover 2 (6/10)
  24. The King's Speech (6/10)
  25. Kokowääh (6/10)
  26. Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der "Einhorn" (5/10)
  27. Unknown Identity (5/10)
  28. Contagion (4/10)
  29. Tron: Legacy (4/10)
  30. Der Mandant (3/10)
  31. The Mechanic (3/10)
Leider liefen letztes Jahr doch noch mehr Filme, als ich gucken konnte. Ich habe von den Filmen, die mir im Vorfeld interessant erschienen, wohl wahrscheinlich doppelt so viele verpasst als ich tatsächlich gesehen habe. Bei einigen ist es mir mittlerweile egal, weil ich mittlerweile der Meinung bin, deren Potential überschätzt zu haben. Die folgenden Teile will ich aber schon irgendwann nochmal nachholen (es sei denn, jemand rät mir hier und jetzt ausdrücklich davon ab):
Damit das Ganze hier auch mal irgendwann zu einem Ende kommt, gibt es zum Abschluss noch einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2012, was ja wie ich irgendwo schonmal gesagt habe, auf jeden Fall wieder deutlich besser als 2011 werden wird. Das liegt nämlich an den folgenden Filmen, von denen - da lege ich mich einfach schonmal fest - mindestens 2 Stück in ca. einem Jahr in meinen Top 5 auftauchen werden:

Montag, 9. Januar 2012

Film(vor-)schau Dezember 2011/Januar 2012

Ein neues Jahr, aber im Kino bleibt alles beim Alten. Donnerstags kommen die neuen Filme raus, Turbomartins Vater sein Sohn schreibt sich die interessantesten in seinen Blogaparillo und ist dabei immer ungefähr eine Woche zu spät.

Filmschau Dezember 2011
  • 1 Mord für 2 (8/10)
    Sehr absurdes Kammerspiel mit Michael Caine und Jude Law in Höchstform. Trotz keiner weiteren Schauspieler(!) ein äußerst unterhaltsames und kurioses Katz-und-Maus-Spiel mit absolut großartigen Dialogen und einem tollen Setting. Leider geht dem Film zum Ende ziemlich die Puste aus, aber die ersten zwei Drittel sind einfach nur brillant.
  • Der Gott des Gemetzels (8/10)
    Auch wenn man dem Film seinen Theaterhintergrund deutlich anmerkt: Besser unterhalten haben 2011 nur wenige andere Filme. Eine sehr lustige und gleichzeitig sehr wahre Angelegenheit, die vor allem durch die unfassbar guten Schauspieler besticht. Sogar Jodie Foster ist wirklich großartig, die ich sonst ja eher so gar nicht mag.
  • Freerunner (6/10)
    Mein trashigster Film des Jahres. Ist sich glücklicherweise seiner Scheißigkeit bewusst und versucht gar nicht erst, seine Stereotypen zu kaschieren. Definitiv ein Fall von "so schlecht, dass es schon wieder gut ist".
  • Mission: Impossible - Phantom Protokoll (8/10)
    Neben dem ersten Teil der beste der M:I-Reihe (ok, ist nicht so schwer...). Tolle Bilder, gute Action, Spannung, Simon Pegg, passable Story und teilweise irrsinnig komische Szenen. Ein Film, der sich selber nicht sehr ernst nimmt und daher perfektes Popcornkino ist - und das trotz Tom Cruise.
  • Rare Exports (6/10)
    Absolut kuriose Story und typisch skandinavischer Charme. Leider dann auch mit den typisch skandinavischen Schwächen (ziemlich entschleunigt), aber dennoch eine kleine, trashige Perle. Der etwas andere Weihnachtsfilm.
  • Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten (6/10)
    Typischer Fortsetzungsfilm, der dem ersten Teil nicht wirklich das Wasser reichen kann. Glücklicherweise retten die Herren Downey Jr. und Law durch ihre bloße Anwesenheit die uninspirierte und schlecht durchdachte Geschichte. Dennoch gab's ein bisschen zu viel von allem... auch von der Langeweile.
  • Tatsächlich... Liebe (4/10)
    Angeblich witzig und romantisch, in Wahrheit aber nur doof und langweilig. Viel zu viele Episoden, um auch nur ansatzweise irgendwelche Entwicklungen zeigen zu können. Nur Hugh Grant's Story bewahrt den Film vor der völligen Nicht-Existenz.
Filmvorschau Januar 2012
  • Jonas - Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin (ab 5.1.)
    Der gute Christian Ulmen macht den Borat, aber nicht ganz so heftig und als Schüler. Ein Gagfeuerwerk ist hier glaub ich eher nicht zu erwarten, aber interessant ist das ganze Projekt allemal. Und außerdem sind Lieder von Helge und Deichkind mit am Start.
  • New Kids Nitro (ab 5.1.)
    Erneut... Ohne Worte... :-D
  • Ziemlich beste Freunde (ab 5.1.)
    Eigentlich verachte ich französische Filme, aber bei diesem hier überschlagen sich gerade die Kritiken und ich muss zugeben, so ganz uninteressant sieht diese auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte tatsächlich nicht aus. Ich bin eventuell bereit, den Franzosen eine neue Chance zu geben... auf DVD...
  • Verblendung (ab 12.1.)
    Einer der Filme, auf die ich mich in 2012 mit am meisten freue: Das Hollywood-Remake der schwedischen Stieg-Larsson-Verfilmung von David Fincher (Regisseur von Fight Club, Social Network) mit Daniel Craig in der Hauptrolle. Merzt wohl den größten Schwachpunkt der ersten Verfilmungen (unpassende Schauspieler) aus und sieht auch sonst extrem atmosphärisch und einfach nur gut aus. Ich bin sehr gespannt.
  • Die Muppets (ab 19.1.)
    Hier muss man auch nicht viel zu sagen oder? Die großartigen Muppets sind zurück!
  • J. Edgar (ab 19.1.)
    Der neue Film von Clint Eastwood mit Leonardo DiCaprio über J. Edgar Hoover, den Gründer des FBI. Wird als heißer Oscar-Kandidat gehandelt. Ich mag eigentlich keine Biopics, aber da sowohl Eastwood als Regisseur als auch DiCaprio als Schauspieler zu den Guten gehören, werde ich mir dieses wohl trotzdem antun.
  • Drive (ab 26.1.)
    Schon wieder was Neues mit Ryan Gosling. Sieht nach nem ziemlich spannenden und rohen Thriller aus, quasi wie Transporter in gut und ohne Trash. Macht mich neugierig.
  • Ein riskanter Plan (ab 26.1.)
    Ich mag ja so durchorganisierte Überfall-Dinger wie Ocean's Eleven & Co, und so ähnlich scheint auch dieses Gerät hier zu sein. Sähe der Trailer nicht so übel nach Powerpoint-Flickschusterei aus, wäre ich wohl auch noch ein bisschen angefixter. So reicht das Interesse dann doch nur für nen DVD-Merker.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Film(vor-)schau November/Dezember 2011

Friends and Copperstockers! Entschuldigt meine wiederholte Verspätung, aber mein Hamster hat die Zeit aufgegessen. Da kann man halt nix machen. Die vorletzten gesehenen Filme und die letzten halbwegs interessanten Kinostarts des Jahres gibt es aber trotzdem noch. Und mal ehrlich: So ein richtiger, richtiger Megakracher, der alles weghaut, ist schon wieder nicht dabei, wie schon die letzten 11 Monate zuvor. Naja, ich will mal nicht meckern, ein paar Filme mit Unterhaltungspotential werden vor Weihnachten doch noch rausgehauen und nächstes Jahr wird bestimmt sowieso alles besser.

Filmschau November 2011
  • Kokowääh (6/10)
    Unüberraschenderweise genau so, wie alle Til Schweiger-Produktionen. Aber die Kleine war schon ziemlich niedlich.
  • Die Abenteuer von Tim & Struppi (5/10)
    Technisch absolut großartig, aber leider mit ziemlich lahmer Dramaturgie. So richtig mitfiebern tut man kaum, obwohl es die Story an sich (die unverkennbar eher für die jüngere Zielgruppe erdacht wurde) eigentlich hergeben würde. Schade. Aber wenigstens mit einem der coolsten Vorspanne (Vorspänne? Vorspanns?) der letzten Zeit.
  • Walk The Line (3/10)
    Ich hatte bisher eigentlich nur Gutes über diesen Film gehört, aber mittlerweile frage ich mich tatsächlich, ob hier keiner außer mir Ahnung hat, denn: Dieser Film ist ein sprudelnder Quell der Langeweile! Möglicherweise liegt es zum Teil daran, dass ich - wie ich zu meiner eigenen Überraschung gemerkt habe - mit der Musik von Johnny Cash nicht wirklich viel anfangen kann. Mit relativ großer Sicherheit liegt es aber auch daran, dass Mr. Cash wohl eine unfassbar unsympathische Pissnelke war, für die man keinerlei Sympathien aufbringen kann, was dazu führt, dass einem sein trauriges Schicksal gepflegt am Arsch vorbeigeht. Tatsächlich einer der wenigen Filme, bei denen ich mit dem Gedanken gespielt habe, ihn vorzeitig abzubrechen, was ich mich dann aber doch nicht getraut habe, weil er wenigstens optisch ganz gut gelungen ist.
Filmvorschau Dezember 2011
  • In Time - Deine Zeit läuft ab (ab 1.12.)
    Wer immer noch nix davon gehört hat, ist selber schuld, soll aber hier nicht leer ausgehen: SciFi-Actionthriller mit Justin Timberlake und Cillian Murphy. Die grundlegende Idee finde ich ziemlich cool, aber im Grunde sieht es doch trotzdem nach einem relativ überraschungsfreien Actionthriller aus.
  • Straw Dogs - Wer Gewalt sät (ab 1.12.)
    Dieses Remake eines mir bisher unbekannten Films sieht mal ziemlich psychomäßig aus und alles scheint langsam auf ein großes Gemetzel zuzusteuern. Könnte mir gefallen.
  • Der gestiefelte Kater (ab 8.12.)
    Der niedliche Zorro-Kater aus Shrek (neben dem Pfefferkuchenmann mein Lieblingscharakter) hat jetzt auch seinen eigenen Film. Sieht alles ganz nett aus, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mal wieder alle guten Szenen bereits für den Trailer herhalten mussten.
  • Let Me In (ab 15.12.)
    Schon wieder ein Remake, dieses hier sieht aber noch toller aus: Loserkind verliebt sich in Vampirkind (Chloe Moritz aus Kick-Ass), das Leute auslutscht. Geilomat! Und vor allem: Endlich mal wieder Vampire, die nicht glitzern.
  • Mission: Impossible - Phantom Protokoll (ab 15.12.)
    Nach dem ziemlich miesen zweiten Teil und vor allem nach der absolut schäbigen Entwicklung von Tom Cruise hätte ich nicht gedacht, dieses hier nochmal über irgendeinen Mission: Impossible-Teil zu sagen, aber: Das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Hat tatsächlich das Zeug zu einem guten Actionkracher.
  • Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten (ab 22.12.)
    Pflichttermin um Weihnachten: Der neue Guy Ritchie, der neue Robert Downey Jr. und der neue Jude Law in Personalunion! Scheint den Spirit (Bullshit-Bingo-Alarm!) des 1. Teils beibehalten zu haben, was ich nur begrüßen kann.
  • The Ides Of March - Tage des Verrats (ab 22.12.)
    Ich mag den Clooney Schorsch und deswegen kommt auch sein neuestes Werk, in dem er sich selbst regisseurt, auf die ToGuck-Liste. Hört sich storymäßig aber auch tatsächlich ganz interessant an und außerdem macht auch Philip Seymour Hoffman mit.

Donnerstag, 3. November 2011

Film(vor-)schau Oktober/November 2011

Zack! Schon wieder hat ein neuer Monat angefangen und so langsam wird es auch im Kino Zeit, an das Weihnachtsgeschäft zu denken. So lässt sich dann auch diesen Monat mal wieder ein klassischer Blockbuster blicken, das gab's ja jetzt auch schon ein paar Monate nicht mehr. Dieses Mal bin ich dann auch wieder ein bisschen pünktlicher dran. Hier ist also Lob durchaus angebracht. Und jetzt ans Eingemachte.

Filmschau Oktober 2011
  • Contagion (4/10)
    Hat eigentlich viel Potential, aber leider ein beschissenes Drehbuch. Der Film hat keine richtigen Höhepunkte, er wird zu unaufgeregt, zu unspektakulär und zu kompliziert erzählt, er ist zu lang und er hinterlässt extrem viele lose Storyenden. Die paar Minuten Spannung, die es zwischendurch doch gibt, die eigentlich gute Besetzung (die aber im Grunde genommen komplett verschenkt ist) und die grundsätzlich interessante Story reichen leider nicht, um den Film nicht als Enttäuschung dastehen zu lassen.
  • Killer Elite (8/10)
    Angenehm oldschooliger Actionthriller mit (für mich) überraschend guter Story und extrem kleinem Trash-Anteil. Und das alles trotz Jason Statham, für dessen Rolle man tatsächlich mal wieder etwas Sympathien entwickeln kann, der aber trotzdem locker von Clive Owen in die Tasche gespielt wird. Ansonsten gibt es eben die übliche, hier aber wirklich gut gemachte Actionthriller-Kost, also Explosionen, Verfolgungsjagden, Schießereien, Spannung und den einen oder anderen trockenen Spruch.
  • Wo ist Fred? (5/10)
    Relativ überraschungsfreie Komödie, bei denen sich die guten und die schlechten Gags ungefähr die Waage halten. Das Behinderten-Thema ist natürlich immer ein bisschen grenzwertig, wird aber glücklicherweise nur für recht wenige peinliche Kalauer ausgeschlachtet. Til Schweiger ist auch so gerade eben zu ertragen, aber Christoph Maria Herbst sollte doch lieber einfach bei Stromberg bleiben.
Filmvorschau November 2011
  • Real Steel (ab 3.11.)
    Da ist er, der erste Winter-Blockbuster. Diesmal mit Hugh Jackman und ein paar Boxrobotern. Die Story klingt zwar langweilig und vorhersehbar und diese kleine Kackbratze nervt mich schon in den paar Trailer-Minuten, aber wenn man diesen Film sehen will, dann doch eigentlich eh nur wegen der sich zerkloppenden Robos. Muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt gucken, aber wenn, dann nur im Kino.
  • Zwei an einem Tag (ab 3.11.)
    Der neue Romanzendings mit Anne Hathaway. Die hat zwar noch nie überzeugt und auch ansonsten sind Liebesfilme ja nicht so unbedingt mein Ding, aber das Teil hier scheint wenigstens mal eine verhältnismäßig anspruchsvolle Geschichte zu erzählen. Kann man glaube ich relativ gefahrlos mit seiner Freundin gucken, wenn man mal was angestellt hat. ;-)
  • Eine dunkle Begierde (ab 10.11.)
    Neuer Film von David Cronenberg mit erneut nahmhaften Aufgebot (Keira Knightley, Michael Fassbender, Vincent Cassel und wie immer Viggo Mortensen), diesmal aber biografischem Hintergrund (es geht um die Anfänge der Psychoanalyse mit Sigmund Freud und seinen Homies). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir dieses Biografiegedönse so passt und Keira Knightley ist jetzt auch nicht unbedingt meine Lieblingsschauspielerin, aber eigentlich war ein Cronenberg noch nie schlecht. Also vielleicht mal was für die DVD-Sammlung.
  • Krieg der Götter (ab 10.11.)
    Irgendwie scheint hier irgendein Typ von 300 seine Finger im Spiel zu haben, außerdem ist die alte Narbenbacke Mickey Rourke auch dabei. Trotzdem werde ich mir diesen Film nur ansehen, wenn ich schon ordentlich die Lampen an habe, nüchtern wird er wohl kaum zu ertragen sein. Meine Hoffnung bleibt aber bestehen: Dass der Film in neue Dimensionen der Scheißigkeit vorstößt und so schlecht ist, dass man schon wieder Gefallen daran finden kann. Flamme an!
  • Submarine (ab 17.11.)
    Und hier der diesmonatige Geheimtipp aus dem Hause Turbomartin: eine britische Tragikomödie über die erste Liebe und Eheprobleme der Eltern. Scheint eher einer von der ruhigen Sorte zu sein, dafür aber mit einem absolut großartigem trockenen englischen Humor. Sieht auch auf gar keinen Fall nach einem Film fürs Kino aus (und wird dort wohl eh kaum anzutreffen sein), sondern eher für einen kuscheligen DVD-Abend an einem kalten Wintertag.
  • 30 Minuten oder weniger (ab 24.11.)
    Auch wenn der Titel ziemlich behämmert ist: Das wird ein Riesenspaß! Eigentlich reicht ja schon die Info, dass Regisseur Ruben Fleischer und Hauptdarsteller Jesse Eisenberg (ja, der vom Social Network) wieder am Start sind, die schon mit Zombieland einen der besten Filme im Jahr 2009 abgeliefert haben. Dabei belasse ich es dann auch einfach mal, denn 30 Minuten sieht nur unwesentlich weniger lustig aus. Also ich bin dabei.
  • Der Gott des Gemetzels (ab 24.11.)
    Und noch eine Empfehlung. Basierend auf dem bekannten Theaterstück (das ich nicht kenne) hat hier der gute Roman Polanski einen Film zusammengeschustert und dafür die guten Leute Christoph Waltz, Kate Winslet, John C. Reilly und Jodie Foster zusammengetrommelt. Das Ganze sieht nach einer äußerst unterhaltsamen Charakterstudie aus, bei der mir sogar Frau Foster, die ich im Normalfall eher kacke finde, gefallen könnte. Ist zwar keine Kinopflicht, aber mindestens die DVD-Ausleihe muss schon drin sein.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Film(vor-)schau September/Oktober 2011

Mal wieder ein bisschen spät dran mit dem Kino-Gedöns. Aber wenn wir mal ehrlich sind, ist das sowieso schon relativ schwache Kinojahr 2011 eh schon so gut wie gelaufen, es kommt einfach nicht mehr viel nach. Die Neustarts des Monats sind auch wieder größtenteils DVD-Futter und für die nächsten beiden Monate sieht es nicht übermäßig anders aus. Gut, dass es noch ca. 123853729 Filme gibt, die ich noch nicht gesehen habe, aber gerne sehen würde und an deren Abarbeitung ich mich in diesen Monaten machen kann. Im September habe ich schon ein bisschen damit angefangen, von 7 geguckten Dingern haben 5 schon länger kein Kino mehr von innen gesehen.

Filmschau September 2011
  • About a Boy oder: Der Tag der toten Ente (6/10)
    Eigentlich genau so, wie man eine Nick Hornby-Verfilmung erwarten kann: Liebenswert erzählt, mit teilweise skurrilen Charakteren und absurden Szenen und immer schwankend zwischen Komik und Melancholie. Wirkt in Buchform dann aber doch besser.
  • Hell (8/10)
    Von der ersten bis zur letzten Sekunde extrem spannend und mitreißend. Die Atmosphäre ist sehr... naja, intensiv, die Sonne blendet sogar bis in den Kinosessel. Stellenweise sogar mit relativ ekligen bzw. expliziten Szenen, was man (oder sagen wir besser: ich) so von deutschen Filmen eigentlich kaum gewohnt ist. Für mich eine echte Überraschung, so gut hätte ich diesen Film nicht erwartet. Wird dieses Jahr auf jeden Fall in meinen Top 10 auftauchen.
  • Repo Men (7/10)
    Ziemlich abgefahrene Story, die am Ende alle ihre vermeintlichen Schwächen wieder ausbügelt. Was Gewalttätigkeiten und Blut- und Körperteileinsatz angeht, ganz stark an der Grenze und nichts für schwache Nerven. Trotzdem aber ein empfehlenswerter SciFi-Actionthriller mit toller Besetzung.
  • Roller Girl (8/10)
    Sehr sympathische Indie-Komödie, die zwar nicht durch eine übermäßig originelle Coming of Age-Story, aber dafür mit einem recht coolen Sport aufwarten kann. Ellen Page ist fast so dufte wie in Juno und sorgt im Alleingang noch für mindestens einen zusätzlichen Punkt. Kein besonders anspruchsvoller Film, aber dafür einer, der Spaß macht und bei dem man merkt, dass auch die Darsteller ihren Spaß hatten.
  • Selbst ist die Braut (5/10)
    Absolute 08/15-Liebeskomödie. Nuff said.
  • Tödliche Versprechen (7/10)
    Düsterer Mafia-Thriller, der relativ langsam erzählt wird, aber dafür auch sehr atmosphärisch ist. Die Story ist zwar verhältnismäßig simpel, aber vor allem die durch die Bank ziemlich großartig schauspielernden Schauspieler und ein paar durchtrennte Kehlen sorgen dafür, dass der Film trotzdem im Gedächtnis bleibt.
  • Unknown Identity (5/10)
    Hat eigentlich das Potential für einen ziemlich spannenden Thriller. Ist auch teilweise ganz spannend, stolpert aber zum Einen über seine unfassbar dämliche Story und zum Anderen über wirklich elend langweilige Darsteller. Glücklicherweise aber mit genug Tempo, um seine Schwächen so halbwegs zu übertünchen und trotzdem ganz akzeptabel zu unterhalten.
Filmvorschau Oktober 2011
  • Fright Night (ab 6.10.)
    Neuauflage irgendeines alten mir unbekannten Horrorkomödiendingses mit Colin Farrell als Vampir und Anton Yelchin und Christopher "McLovin" Mintz-Plasse als Nicht-Vampire. Sieht ganz spaßig aus, vor allem Mr. Farrell scheint seine Sache auch recht gut zu machen. Kann man mal gucken.
  • Contagion (ab 20.10.)
    Meiner Meinung nach der einzige wirklich interessante Film des Monats mit ziemlich dicker Besetzung sowohl vor (Matt Damon, Jude Law, Kate Winslet, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburn) als auch hinter (Steven Soderbergh) der Kamera. Und als wär das noch nicht genug, klingt auch noch die Story gut. Dem spannenden Kinoabend steht also nichts im Weg.
  • Die Haut, in der ich wohne (ab 20.10.)
    Schwere Kost mit Antonio Banderas. Sieht aber dennoch so skurril und interessant aus, dass ich doch irgendwie interessiert bin. Aber im Kino ist das dann glaub ich doch zu heftig.
  • Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn (ab 27.10.)
    3D-Animationsfilm von Steven Spielberg und Peter Jackson über die berühmten Detektiv-Apparate Tim & Struppi. Ich hab zwar früher kaum deren Comics gelesen und weiß auch gar nicht mehr, wie ich die wenigen, die ich dann doch gelesen habe, fand, aber der Film macht trotzdem einen ganz akzeptablen bzw. ab und zu sogar richtig großartigen Eindruck, was man bei den Namen hinter der Kamera aber wohl auch erwarten kann.
  • Hotel Lux (ab 27.10.)
    Komödie von Leander Haußmann mit Jürgen Vogel und Bully Herbig. Komödien und Deutschland sind zwar in den allermeisten Fällen keine gute Kombination und Bully hat spätestens seit dem Ende der Bullyparade auch nix mehr gerissen, aber irgendwie möchte ich ihnen, wenn schon endlich mal kein Til Schweiger oder einer seiner nur wenig weniger dämlichen Kompagnons am Start ist, doch immer wieder eine Chance geben. Allzu große Hoffnungen habe ich trotz einer verhältnismäßig interessanten Story dann aber doch nicht, der Trailer hat mich jedenfalls abgesehen von den ersten paar Sekunden nicht so wirklich vom Hocker gerissen.
  • Killer Elite (ab 27.10.)
    Ich hab auch nach Durchsicht des Trailers keine Ahnung, worum es in dem Film genau geht, aber er ist mit Clive Owen inkl. Pornobalken, Jason Statham, Robert DeNiro und offenbar jeder Menge Explosionen und sonstiger Action. Ich würde mal tippen, dass er nicht ganz an The Expendables rankommt, aber für einen gepflegten Kinoabend ohne Gehirn scheint's allemal zu reichen.

Donnerstag, 15. September 2011

Film[rück|vor]schau August/September 2011

So, direkt weiter im Takt hier mit der Kinogeschichte. Nur in diesem Beitrag: Alle Filme, die ich im August vielleicht doch noch gerne gesehen hätte und alle, die im September durch die Decke gehen werden. (Das sind übrigens eine ganze Menge (allerdings auch viel DVD-Futter), von Sommerloch nichts zu spüren. Aber wie auch, so ganz ohne Sommer?!) Darüber hinaus: Jane Meier-Baumhof, wie sie spärlich bekleidet, mit Milchbart und einer unter ihren rechten BH-Träger geklemmten lilanen Rose die achtlos dahingeworfenen Verpackungen der ersten Lebkuchenherzen aufliest. Aber nur für die Inhaber der Premium-Leserschaft, die man bereits ab lumpigen 34,82 € zzgl. MwSt pro Monat zu erwerben imstande ist.

Filmrückschau August 2011
  • Captain America - The First Avenger (seit 18.8.)
    Schon wieder ein Film aus einem in den letzten Jahren extrem beliebten Genre, der Superhelden-Comicverfilmung. Nach mäßigen ersten Eindrücken sahen die letzten Bilder dann doch ziemlich vielversprechend aus, auch die Besetzung (vor allem Hugo Weaving) geht durch. Da kann man eines der peinlichsten Superheldenkostüme aller Zeiten wohl verschmerzen.
  • Crazy Stupid Love (seit 18.8.)
    Und noch ein Vertreter in dem viel zu inflationär befilmten Genre Liebeskomödie, dafür aber auch einer mit Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore und der unfassbar fantastischen Emma Stone. Und auch wenn der Storyverlauf natürlich vorhersehbarer ist als die nächsten Ergebnisse des HSV, sieht das gar nicht mal so unlustig aus. Außerdem ist ja auch Emma Stone dabei.
  • Cowboys & Aliens (seit 25.8.)
    Noch eine Comicverfilmung, die allerdings wohl nicht ganz an Captain America herankommen wird. Zwar auch mit toller Besetzung (Daniel Craig, Harrison Ford) und einer großartigen Storyidee, aber die Frage ist, ob die Story auch über die Idee hinaus kommt, was ich mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen kann. Trotzdem, allein wegen der Unterbringung so ziemlich aller Genres der Welt (Western, SciFi, Thriller, Action, Abenteuer, Whatnot) zumindest einen Blick in die DVD wert.
Filmvorschau September 2011
  • Die drei Musketiere (ab 1.9.)
    Nachdem ich den Trailer im letzten halben Jahr gefühlte 372x im Kino gesehen habe, hat langsam ein bisschen Ermüdung eingesetzt, obwohl ich anfangs doch sehr angetan war. Mittlerweile erwarte ich hier keinen besonders großen Wurf mehr (Milla Jovovich und Regisseur Paul W.S. Anderson (bekannt von den Resident Evils), stehen ja jetzt auch nicht unbedingt für großartigen Anspruch), aber wenigstens eine actionreiche und unterhaltsame Zeit. Aber ob das jetzt unbedingt den 3D-Zuschlag wert ist... Da kann man eigentlich auch auf die DVD warten.
  • Kill The Boss (ab 1.9.)
    Mit Kevin Spacey, Jennifer Aniston, Colin Farrell, Jason Bateman und Jamie Foxx erstklassig besetzte Komödie, da lohnt sich das Kinoticket fast schon alleine der Namen wegen. Aber auch abgesehen davon scheinen wir es hier mit einem wirklich lustigen Filmchen zu tun zu haben, der endlich auch mal wieder etwas abseits der ziemlich abgegrasten Komödien-Storypfade wandelt. Gefällt mir.
  • Roller Girl (ab 1.9.)
    Drew Barrymores Regiedebüt erinnert vor allem wegen der überaus empfehlenswerten Ellen Page, aber auch was Atmosphäre und Charme angeht, an die letzte richtig gute Teenie-Komödie Juno. Ganz heran kommt der Film aber mit ziemlicher Sicherheit nicht, dafür wird schon die abgesehen von dem exotischen Roller Derby-Sport einigermaßen egale Story sorgen. Kann man sich aber bestimmt trotzdem gut angucken.
  • Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe (ab 15.9.)
    Obwohl Til Schweiger dabei war, war schon der erste Männerherzen-Film ein relativ großes Highlight zwischen all den anderen deutschen Komödien. Die Fortsetzung sieht überraschenderweise kaum anders aus, aber sowas hat ja schon bei Hangover ganz akzeptabel geklappt. Und zumindest was die Story angeht, waren die Männerherzen-Macher wohl etwas origineller. Also ich bin gespannt auf Bruce Bergers neuen Hit. :-)
  • Attack The Block (ab 22.9.)
    Das hier wird großartig: Eine Alien-Invasion im tiefsten Ghetto und dann auch noch mit Nick Frost (dem lustigen Dickie aus Shaun of the Dead, Hot Fuzz und Paul)! Die Story klingt fantastisch abgefahren, mit einer schönen Mischung aus Witz, Spannung und Aliens. Für mich das absolute Must See im September.
  • Hell - Die Sonne wird euch verbrennen (ab 22.9.)
    Mal was ganz anderes aus deutschen Landen - ein apokalyptischer Endzeitthriller. Macht optisch einen recht coolen Eindruck und scheint auch einiges an Spannungs-Potential zu haben, sieht mir aber storymäßig dann doch nach Stangenware aus. Aber dennoch, interessant ist das Ganze eigentlich schon. Kann man mal versuchen zu gucken.
  • Der große Crash - Margin Call (ab 29.9.)
    Schon wieder ein Film mit Kevin Spacey, aber auch anderen bekannten Gesichtern (Jeremy Irons, Demi Moore, Simon "Mentalist" Baker), diesmal geht's aber um die große Finanzkrise vor 3 Jahren. Interessant ist das allemal, spannend könnte es auch sein, allerdings besteht natürlich auch die große Gefahr des Fachchinesisch-Overflows. Ich denke mal nicht, dass man sowas im Kino sehen muss, aber auf dem Zettel haben kann man es trotzdem mal.

Donnerstag, 8. September 2011

Filmschau Juli/August 2011

Ich bin ja aber auch selbst schuld. Hat mich ja keiner dazu gezwungen, hier nen Monat zu pausieren. Jetzt hab ich halt den Salat und darf auf einmal doppelt so viel Filme analysieren wie sonst. Aber wenigstens kann ichsagen, dass sich das diesmal durchaus gelohnt hat. 2 Monate Filme geguckt und richtige Scheiße ist nicht dabei gewesen. Das hätte schlimmer kommen können.

Weil alles aber trotzdem zu viel ist, werde ich das Kinogedöns dieses Mal splitten. Also jetzt nur die Filme, die ich in den letzten 2 Monaten gesehen habe und später dann nur die Filme, die ich in noch vielleicht hätte sehen wollen oder die ich evtl. noch sehen könnte. Kompliziert. Aber wer hat gesagt, die Welt wäre einfach?!
  • Der seltsame Fall des Benjamin Button (5/10)
    Von der Idee her einer der interessantesten Filme der letzten Jahre, ist hier leider nicht sehr viel mehr interessant als die Idee, die allerdings tatsächlich sehr interessant ist. Kurioserweise ist gerade die Figur Benjamin Button im Grunde am Uninteressantesten und hat abgesehen von der umgekehrten Alterung aber auch gar nichts zu bieten. So plätschert der ca. 1,5 Stunden zu lang geratene Film einfach so an einem vorbei, ohne dass großartig was hängenbleibt.
  • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2 (8/10)
    Vor allem visuell ein würdiger Abschluss der Reihe, auch wenn die 3Disierung hier mal wieder absolut überflüssig ist. Vereint naturgemäß ziemlich viele Superlative in sich, also ist wohl der spannendste und actionreichste Potter-Film. Ansonsten halt die typische Potter-Kost.
  • Planet der Affen (6/10)
    Der erste mir bekannte Film von Tim Burton, der sich abgesehen von den großartigen (Affen-)Kostümen so gar nicht nach Burton, sondern viel mehr nach Mainstream, anfühlt. Ganz unterhaltsam und sogar einigermaßen spannend, aber mit einem der dämlichsten Showdowns, die ich je gesehen habe. Gesundes Mittelmaß.
  • Planet der Affen: Prevolution (8/10)
    Trotz des bescheuerten Titels eine ganz großartige Parallelgeschichte zum Originalfilm. Größtes Plus sind die Affen, die meiner Meinung nach sehr fantastisch animiert sind, aber gesichtstechnisch doch relativ unecht wirken, was sie merkwürdig beunruhigend macht. Skurril. Dann aber auch noch mitreißend erzählt, auch wenn die Story die eine oder andere Logikschwierigkeit bereithält. Für mich der beste Film des so called Sommers.
  • Super 8 (7/10)
    Schöner Ausflug zurück in die 80er Jahre mit viel Herz und extrem sympathischen Kinder-Darstellern. Findet aber leider keine richtige Balance zwischen verhältnismäßig ruhig und gut erzählter Kinderfreundschaft und übermäßig laut (aber auch spannend) erzählter Action/Mystery-Geschichte und pendelt immer wieder zwischen beiden Extremen hin und her. Bleibt dennoch positiv in Erinnerung, und das sogar trotz total beknacktem Ende.
  • Thor (7/10)
    Überraschend unterhaltsame Comicverfilmung. Sieht zwar teilweise (also immer, wenn's nach Asgard geht) ziemlich beschissen aus und reißt storytechnisch jetzt auch keine Bäume aus, überzeugt aber wenigstens durch gute Action und ein paar gelungene Gags. Gutes Popcornkino, das ich so gar nicht erwartet hätte.
  • Vincent will meer (7/10)
    Von Thema her gesehen eigentlich recht schwere Kost, die aber sehr einfühlsam auf der einen und sogar stellenweise richtig lustig (aber nie fremdschämmäßig lustig) auf der anderen Seite erzählt wird. Dazu kommen dann noch gute, sympathische Schauspieler und schon hat man einen schönen Film für verregnete Sommertage.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Film(vor-)schau Juni/Juli 2011

Ups. Bisschen spät geworden diesen Monat mit dem Kinogedöns. Aber da angesichts der nahezu übermächtigen Konkurrenz von Harry Potter diesen Monat sowieso nicht wirklich was los ist in den Kinos, ist eigentlich noch alles chico. Achtung, fertig, los.

Filmschau Juni 2011
  • Der Mandant (3/10)
    Ein unsagbar langweiliger Film, der zu keinem Zeitpunkt irgendein Interesse weckt. Er ist noch nichtmal ansatzweise spannend, weil alles so unfassbar vorhersehbar ist und die Charaktere auch nicht dazu taugen, irgendwelche Sympathien zu entwickeln. Jetzt weiß ich auch, warum man Matthew McConaughey bisher noch nie in irgendwelchen ernstzunehmenden Rollen gesehen hat - weil er es einfach nicht kann. Nicht gut.
  • Hangover 2 (6/10)
    Das Bemerkenswerteste an diesem Film ist eigentlich, dass er tatsächlich fast haargenau so ist wie der Vorgänger, nur an anderen Orten. Überraschenderweise ist das aber gar nicht so langweilig, wie es hätte sein können, sondern eigentlich auch wieder ziemlich witzig. Meistens zumindest. Aber halt doch irgendwie... ausgelutscht. Also ich bin zerrissen. Aber scheiße war's nicht. So.
  • Larry Crowne (7/10)
    Absolut süffiges Popcornkino ohne großen Anspruch und ohne Hektik, aber dafür mit ganz viel Herz und Charme. Überraschenderweise (zumindest für mich) gibt es sehr viele äußerst witzige Szenen und sehr wenig Schnulzen-Alarm und die erstklassige Besetzung reißt hier natürlich auch viel raus. Ich glaube, das ist auch tatsächlich der erste Film, in dem ich Julia Roberts uneingeschränkt gut finde. Schöner Sommerfilm.
  • Source Code (6/10)
    Nette Idee, aber blöderweise wurde im Trailer schon eine elementare Sache (die 8-min-Geschichte) verraten, die im eigentlichen Film erst ungefähr ab der Hälfte bekannt wird. Abgesehen davon hat der Film dann auch irgendwie nicht so richtig viel zu bieten. Die Action ist ganz nett, Spannung geht auch okay, aber mit Logik braucht man gar nicht erst zu kommen und irgendwie gibt's außer der Grundidee auch nicht wirklich viele Einfälle, die den Film mitreißend werden lassen könnten. Kann man mal gucken, muss aber nicht.
  • The Expendables (7/10)
    Kaum Anspruch, herrlich übertriebene Action, selten dämliche Dialoge, einen Haufen ehemaliger und aktueller Action-Legenden und Sly Stallone auf Botox - fertig ist ein äußerst unterhaltsamer und angenehm altmodischer Kinokracher. Wär auf der großen Leinwand bestimmt richtig steil gegangen, gefällt aber auch auf DVD.
Filmvorschau Juli 2011
  • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2 (ab 14.7.)
    Ich muss zugeben, mich wirklich lange gegen Harry Potter gewehrt zu haben. Ich hab keines der Bücher gelesen und erst ein halbes Jahr vor Teil 7.1 angefangen, die Filme nachzuholen. Mittlerweile hat mich das Virus allerdings richtig erwischt und ich bin unglaublich gespannt, wie die ganze Scheiße so ausgeht. Handwerklich sieht dieser letzte Teil auch wieder extrem gut aus und ich denke, er wird ein würdiger und spannender Abschluss der Saga. Ich hoffe nur, dass Voldemort den Film über nicht so viel rumbrüllt wie in den Trailern.
  • Green Lantern (ab 28.7.)
    Der einzige ernstzunehmende Gegenkandidat zu Herrn Potter ist diesen Monat mal wieder eine Comic-Verfilmung. Durch das ganze Laternenzeugs mit rosa Aliens und bösen Leuten mit großen Köpfen sieht Green Lantern zwar ein bisschen albern aus, aber warum soll der ganze Rest mit Weltraumschlachten und so nicht trotzdem gut unterhalten? Vermutlich wird's entweder grandios oder grandioser Schrott, wobei die bisherigen Kritiken eher auf letzteres schließen lassen. In Anbetracht der Tatsache, dass abgesehen hiervon wirklich überhaupt nichts im Kino läuft, kann man sich die Laterne aber durchaus mal antun.
  • Tom Meets Zizou (ab 28.7.)
    Ich bin ja normalerweise nicht so der Doku-Typ, aber diese Dokumentation über Thomas Broich scheint tatsächlich was zu sein, was mich interessieren könnte. Schon in ein paar Interviews, die ich gelesen habe, kam Broich sehr sympathisch und interessant rüber und auch der Film scheint dieses Bild zu untermauern und außerdem noch einen kritischen Blick hinter die Kulissen des Profifußballs zu werfen. Sicherlich kein Film fürs Kino, aber für die DVD-Sammlung durchaus mal vorzumerken.

Dienstag, 7. Juni 2011

Film(vor-)schau Mai/Juni 2011

Mir fällt grad nix Tolles ein, deswegen steht hier einfach nur so, dass das der Bericht über meine im Mai geguckten Filme und die im Juni startenden selben ist. Kann ich mir auch mal erlauben, sowas.

Filmschau Mai 2011
  • Pirates Of The Caribbean: Fremde Gezeiten (7/10)
    Teil 4 der Fluch der Karibik-Reihe hätte durchaus schlimmer sein können. Storymäßig ist das Ganze zwar etwas lahm (aber immer noch besser als das konfuse Wirrwarr in den Teilen 2 und 3), die neue Jack Sparrow (bzw. normale Johnny Depp)-Synchronstimme mag nicht so wirklich passen und irgendwie vermisst man sogar ein bisschen mindestens Orlando Bloom. Allerdings gibt es dennoch genügend Momente, die auch diese Jack Sparrow-One Pirate Show liebenswert machen und Penélope Cruz sieht einfach mal um Längen besser aus als Keira Knightley. So.
  • There Will Be Blood (5/10)
    Komischer Film. Kommt irgendwie nie so richtig in Gang, dauert viel zu lange für das bisschen was passiert und hat einen der nervigsten Soundtracks aller Zeiten. Teilweise dann aber auch wieder einige krasse Szenen und vor allem ein schönes Ambiente, bei dem man sich tatsächlich in die 20er Jahre versetzt wird. Muss man aber trotzdem nicht sehen.
  • Wasser für die Elefanten (8/10)
    Gäbe es das Kino nicht, für Filme wie diesen müsste es erfunden werden! Was Optik und Ästhetik angeht, ist das hier ganz ganz weit vorne, aber auch abgesehen davon ist Wasser für die Elefanten absolut sehenswert. Pattinson stört nicht, Waltz ist großartig und die Story ist zwar etwas zu lang, aber dennoch gut und mitreißend erzählt.
  • Wer ist Hanna? (8/10)
    Sehr... ich sag mal kunstvoller Film mit bemerkenswert krasser Kamera-/Licht-/Ton-Zusammenarbeit. Die Story kann zwar nicht wirklich mit der handwerklichen Brillanz mithalten, wird aber dank des deftigen Soundtracks der Chemical Brothers einigermaßen spannend erzählt. Hat mir echt gut gefallen, ist mal etwas anderes als das übliche Gethrillere.
Filmvorschau Juni 2011
  • Hangover 2 (ab 2.6.)
    Eigentlich kann dieser Film nur ein Reinfall werden. Der Vorgänger war einfach zu witzig und im Grunde sieht Hangover 2 exakt genau so wie Teil 1 aus. Derselbe Regisseur, dieselben Schauspieler, derselbe Story-Aufhänger, nur ne andere Location und mit Affe anstatt Tiger. Großartig kreativ scheint das nicht zu sein. Naja, angucken tu ich ihn mir ja dann doch, dazu war der Vorgänger einfach zu witzig.
  • Source Code (ab 2.6.)
    Neuer Film von Duncan Jones (Regisseur von Moon) mit Jake Gyllenhall und Michelle Monaghan. Sieht ziemlich großartig aus, vor allem dank der schicken Story-Idee. Scheint ja auch angemessen actionreich zuzugehen und ein bisschen Geschnulze ist sogar auch noch mit dabei. Sofern der Trailer nicht schon das ganze Pulver des Films verschossen hat, steht gutem Popcorn-Kino hier nichts im Wege.
  • X-Men: Erste Entscheidung (ab 9.6.)
    Der mittlerweile 5. Film über die X-Men, diesmal maximal back to the roots mit der Geschichte um Professor X und Magneto. Weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll, die Ausschnitte und Trailer, die ich bisher gesehen habe, schwankten zwischen peinlich und großartig. Ich denke, ich freu mich einfach auf eine weitere Runde Mutanten-Action, aber übermäßig hoch sind die Erwartungen nicht.
  • Eine Insel namens Udo (ab 16.6.)
    Deutsche Komödie mit Kurt Krömer über einen Typen, den niemand sehen kann außer einer Frau und deswegen hinterher dann doch alle. Die Story klingt angemessen skurril und alleine schon der äußerst beknackte Titel ist Grund genug, den Film hier aufzulisten. Fraglich ist allerdings, ob der ganze Film von der einen Idee leben kann. Fürs Kino wird das also eher nix, aber irgendwann auf DVD könnt ich mir den Udo schon irgendwie vorstellen.
  • Der Mandant (ab 23.6.)
    Justizthriller mit Matthew McConaughey (in ungewohnt ernsthafter Rolle, die ihm aber gut zu stehen scheint) und Ryan Phillippe (von dem ich gar nicht wusste, dass es den überhaupt noch gibt). Sieht nach nem soliden Krimi aus und da sonst so ziemlich überhaupt nix läuft, kann man den wohl ruhig mal gucken.
  • Larry Crowne (ab 30.6.)
    Neuer Film mit Tom Hanks und Julia Roberts. Relativ typische Love-Story, sieht aber eigentlich ganz sympathisch aus. Außerdem will meine Freundin den unbedingt sehen wegen Tom Hanks, also werd ich da wohl eh nicht dran vorbei kommen. ;-)

Donnerstag, 5. Mai 2011

Film(vor-)schau April/Mai 2011

Schwuppdiwupp, schon ist es Mai. Und ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich. Trotz des relativ massiven Filmaufgebots im April hab ich fast alle Filme, die ich mir vorgenommen hatte, tatsächlich gesehen. Zum Glück lässt es dieser Monat etwas ruhiger angehen, da muss man schon mehrmals hingucken, um wirklich Sehenswertes zu finden. Aber ich kann.

Filmschau April 2011
  • Fast & Furious Five (7/10)
    Auch eine überraschungsfreie und größtenteils unlogische Story kann Spaß machen. Zum Beispiel, wenn sie von so fetten Verfolgungsjagden, Explosionen und Schießereien umrahmt wird, wie in Fast & Furious. Hirn aus, Film ab, Daumens hoch!
  • Paul - Ein Alien auf der Flucht (8/10)
    Sehr amüsanter und kurzweiliger Film mit weniger albernen Momenten, als es der Trailer vermuten lässt. Dafür aber von vorne bis hinten sympathisch und wirklich schön anzuschauen. Einzig die deutsche Synchronisation will nicht so recht passen, vor allem Bela B. als Paul klingt doch irgendwie merkwürdig. Aber auch hier: Coole Explosionen.
  • The Mechanic (3/10)
    Letzten Monat schrob ich, The Mechanic sei ein Männerfilm, wie er sein sollte. Hierfür möchte ich mich entschuldigen. The Mechanic ist langweilig, dämlich und viel zu ernst, um cool zu sein. Wohl die neue gewohnte Jason Statham-Kost. Aber immerhin gab's 2 tolle Explosionen.
  • World Invasion: Battle Los Angeles (6/10)
    Eigentlich ein stinknormaler Kriegsfilm, nur halt mit Aliens, die sich aber nicht übermäßig alienig verhalten. Die Story ist ziemlicher Murks, aber da es an allen Ecken und Enden ballert und explodiert, fällt's kaum auf. Ziemlich schicke apokalyptische Bilder, die Kamera geht allerdings mit permanentem Gewackel richtig aufn Sack.
Filmvorschau Mai 2011
  • Priest (ab 5.5.)
    Film über irgendwie einen Kampf zwischen Vampiren und Priestern, oder so. Sieht doch ganz schick aus, so post-apokalyptisches Zeugs zieht ja auch eigentlich immer. Bei mir. Könnte natürlich auch ziemlich dämlicher Scheiß werden und außerdem kommt's in 3D. Also ich sag mal, wenn nix besseres läuft (tut es nicht), kann man das schonmal machen.
  • Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten (ab 19.5.)
    Der neue Jack Sparrow, diesmal endlich ohne den doofen Orlando Bloom und die noch doofere Keira Knightley, dafür aber mit Penélope Cruz. Ich hab mir letztens nochmal die 3 anderen Teile angeguckt, die waren ja eigentlich doch alle ganz unterhaltsam. Warum dann nicht auch Nummer 4?! Wobei eigentlich reicht's ja auch langsam mit den ganzen Fortsetzungen. Also: Ich bin unentschlossen und erwarte eigentlich nix. Im Grunde gute Voraussetzungen.
  • Die Relativitätstheorie der Liebe (ab 26.5.)
    Der großartige Olli Dittrich und Katja Riemann in je ca. 693 verschiedenen Rollen in einem Episodenfilm, in dem es um die Liebe als solches geht. Wird wohl nur in ziemlich genau 3 Kinos in Deutschland zu sehen sein, sieht aber trotzdem irgendwie interessant und witzig aus und hätte eigentlich zumindest eine Chance auf DVD verdient. Alleine schon wegen diesen endgeilen Aufsteck-Sonnenbrillengläsern und der Spritzschutzvorrichtung.
  • Wer ist Hanna? (ab 26.5.)
    Thrillerdrama mit Saoirse Ronan, Cate Blanchett und Eric Bana. Und Leute, das hier sieht mal echt krass aus, irgendwie. Also zumindest die ersten 30 Sekunden des Trailers. Der Rest könnte aber auch ne recht spannende Angelegenheit werden. Ich bin interessiert, auch wenn ich mit Saoirse Ronan immer noch nicht so ganz warm werde. Aber ich sag mal, der Film hat das Potential zum Überraschungshit.

Mittwoch, 6. April 2011

Film(vor-)schau März/April 2011

Holla die Waldfee! Ich würde mal sagen, seit Beginn der Aufzeichnungen war der März bisher der filmreichste Monat. Relativ viel gesehen, aber dafür auch fast nur Mittelmaß. Quantität statt Qualität, lautete wohl die Devise. Bemerkenswert auch, dass ich keinen einzigen März-Neustart im Kino gesehen habe. Aber wenn man mal ehrlich ist - so prall waren die jetzt auch nicht, ganz im Gegensatz von denen im April, bei denen man sich mal wieder gar nicht entscheiden kann, was man zuerst gucken soll. Also let'se go!

Filmschau März 2011
  • A Beautiful Mind (4/10)
    Wenn es das Ziel des Films war, eine eigentlich interessante Geschichte möglichst spannungsarm und langatmig zu erzählen, ist es ihm eindrucksvoll gelungen. Klassischer Fall von "vom Oscar geblendet". Aber wenigstens wurde ich wieder einmal darin bestätigt, dass die Rüsselkrähe nix kann.
  • Das ultimative Geschenk (5/10)
    Gab's bei Saturn auf dem Grabbeltisch und war wohl auch nie fürs Kino gedacht. Recht netter Grundgedanke, aber mit dem Charme, dem Look und den schauspielerischen Leistungen eines Sat1-Dienstagsfilms. Etwas kurios: Die Story ist gleichzeitig grenzenlos vorhersehbar und stellenweise unlogisch und -verständlich. Zum Berieseln lassen reicht's aber.
  • Elling (5/10)
    Typisch skandinavischer Film, sehr ruhig und unspektakulär erzählt, mit ziemlich merkwürdigen Hauptfiguren. Irgendwie dann aber doch zu schwermütig, um wirklich zu unterhalten und zu skurril, um großartig Sympathien aufzubauen und mitzufiebern.
  • The King's Speech (6/10)
    Eigentlich war's genau wie erwartet. Gut gespielt und schon irgendwie interessant, aber dann letztlich doch mit einer zu belanglosen und überraschungsfreien Story, um wirklich vom Hocker zu hauen. Tut's auch auf DVD und ob jetzt unbedingt alle 4 Oscars hätten sein müssen... Naja, auch egal.
  • True Grit (6/10)
    Mit großen Erwartungen ins Kino gegangen und leider etwas enttäuscht worden. Ja, es gab wirklich großartige Bilder (vor allem an Anfang und Ende), die Darsteller waren nahezu ausnahmslos cool und die Atmosphäre konnte auch was, aber es war doch irgendwie seeeehr schleppend inszeniert und dadurch stellenweise hart an der Langweilgrenze.
  • Verdammnis (3/10)
    Irgendwie merkwürdig: Das beste Buch aus der Millenium-Reihe bekommt die mieseste Verfilmung spendiert. Der Film versucht, zu viel Story in zu wenig Zeit unterzubringen und wirkt dadurch sehr aneinandergestückelt, ohne Fluss, ohne wirkliche Charakterzeichnung und vor allem unglaublich spannungsarm.
  • Vergebung (6/10)
    Zum Glück ist der letzte Teil der Millenium-Trilogie wieder viel besser gelungen als sein Vorgänger. Die Geschichte ist spannend, bietet aber dann letztlich auch "nur" solide Thrillerkost. Größter Schwachpunkt der Filme sind und bleiben meiner Meinung nach die Schauspieler, die größtenteils so gar nicht zu ihren Rollen passen. Mal sehen, ob Hollywood das besser hinbekommt.
Filmvorschau April 2011
  • The Mechanic (ab 7.4.)
    Der neue Film mit Jason Statham (dem Bruce Willis 2.0) scheint gewohnte Jason Statham-Kost zu bieten: Explosionen, Schießereien, Verfolgungsjagden. Das sieht nach nem Männerfilm aus, wie er sein sollte und nicht diese hohle Sucker Punch-Grütze.
  • Troll Hunter (ab 7.4.)
    Pseudo-Doku über böse Trolle in Norwegen im Blair Witch-Stil. Sieht sehr sehr interessant, spannend und trollig aus, wird aber wohl leider in fast keinem Kino zu finden sein.
  • Paul (ab 14.4.)
    Endlich ein neuer Film mit Simon Pegg und Nick Frost (den geilen Typen aus Shaun of the Dead und Hot Fuzz!), regisseurt von Greg Mottola (Superbad!) und diesmal auch noch mit lässigem Alien. Sieht mal wieder nach einem Heidenspaß aus, auch wenn er den eben bereits erwähnten Überkomödien wohl nicht das Wasser reichen kann. Aber das können fast alle anderen Komödien ja auch nicht, von daher.
  • Ohne Limit (ab 14.4.)
    Thriller mit Bradley Cooper (der eine aus Hangover) und Robert De Niro über Viagra fürs Gehirn. Sieht eigentlich echt gut und ziemlich stylisch aus und muss im Grunde auch im Kino geguckt werden, wird es bei mir aber wegen der Mega-Konkurrenz in dieser Woche schwer haben. Hält sich hoffentlich länger als 2 Wochen.
  • World Invasion: Battle L.A. (ab 14.4.)
    Sehr schicker und explosiver Alien-Invasionsfilm, auf den ich mich fast noch mehr freue als auf Paul. Die Kritiken klingen bisher leider nicht so prall, aber ich hoffe einfach mal darauf, dass der Trailer recht behält und es haufenweise Mega-Explosionen und ordentlich Gemetzel gibt. Mehr will ich auch gar nicht.
  • New Kids Turbo (ab 21.4.)
    Ohne Worte. :-)
  • Fast & Furious Five (ab 28.4.)
    Ich hab kein einziges Gerät aus der Fast & Furious-Reihe gesehen, aber der 5. Teil könnte mich doch tatsächlich ins Kino locken. Vin Diesel, Paul Walker und The Rock versprechen auf jeden Fall schonmal eine geballte Ladung Testosteron und was im Trailer so an Metallteilen herumfliegt, ist schon aller Ehren wert.
  • Wasser für die Elefanten (ab 28.4.)
    Zum Monatsabschluss dann noch einmal etwas Anspruchsvolleres. Ja, Twilight-Schmuser Robert Pattinson spielt mit, ja, es ist eine Liebesgeschichte und ja, der Titel ist beknackt. Aber dafür sind ja auch die süße Reese Witherspoon und der großartige Christoph Waltz dabei und alles sieht sehr sehr ästhetisch und atmosphärisch aus. Könnte echt was werden.

Mittwoch, 9. März 2011

Film(vor-)schau Februar/März 2011

So. Karneval ist vorbei, ich bin wieder halbwegs erholt und es kann weitergehen. Diese Woche im Angebot: Die längst überfällig Filmanalyse und -vorschau für den Monat, mit den wenigsten Tagen und den mit den wenigsten Buchstaben. Nee, stimmt ja gar nicht. Naja, auch egal.

Filmschau Februar 2011
  • 127 Hours (8/10)
    Unfassbare Geschichte, fantastische Bilder, großartiger Stil und mit einer der ekligsten und nervenaufreibendsten Szenen, die ich je im Kino gesehen habe. Trotz eigentlich nur einer Location wird der Film nie langweilig, sondern geht richtig unter die Haut.
  • Sweeney Todd (7/10)
    Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, ein Musical zu sehen, lässt einen die düstere Atmosphäre wie so oft bei Tim Burton nicht mehr los.
  • Tödliches Kommando (6/10)
    Vom großen Oscar-Abräumer aus 2010 (6 Auszeichnungen) hatte ich mir mehr versprochen. Zwar gibt's einige tolle Aufnahmen und Megaspannung bei den Entschärfungsaktionen, aber die Story, die Story... sehr zusammengestückelt und irgendwie unrund.
  • Tron Legacy (4/10)
    Viel schlechter hätte eine Fortsetzung, auf die knapp 30 Jahre gewartet worden ist, nicht sein können. Optisch haut der Film zwar richtig auf die Kacke (vor allem beim ersten Disc-Battle und Lightcycle-Rennen), aber was nützt es, wenn die Story so unfassbar dämlich ist, dass sie sogar zu dämlich ist, um so dämlich zu sein, dass sie schon wieder gut ist. Außerdem ist der Film langweilig.
Filmvorschau März 2011
  • Rango (ab 3.3.)
    Animationsfilm von Gore Verbinski (Regisseur von Fluch der Karibik). Sieht zum einen lustig und zum anderen nach angenehm ungewöhnlichen Figuren und nicht nach glattgebügelter 08/15-Animation aus. I like.
  • Unknown Identity (ab 3.3.)
    Interessante Story, die man allerdings so oder so ähnlich auch schon öfter gesehen hat. Ich tippe mal auf einen relativ spannenden Film mit vielleicht 1-2 interessanten Wendungen und akzeptabler Action. Geht also eigentlich auch gut auf DVD. Ach so, Liam Neeson und Diane Kruger sind auch dabei.
  • Biutiful (ab 10.3.)
    Der neue Film von Alejandro González Inárritu (Regisseur von Babel und 21 Gramm) mit Javier Bardem (aus No Country For Old Men). Sieht nach relativ schwerer Kost aus, aber schon der Trailer hat mich irgendwie ziemlich gefesselt.
  • Der Plan (ab 10.3.)
    Nach True Grit noch ein neuer Film mit Matt Damon. Die Story klingt irgendwie ziemlich Banane (vor allem wegen der mysteriösen Männer mit Hut), hat aber andererseits auch (Spannungs-)Potential. Erinnert so ein bisschen an Matrix, soll aber deutlich schnulziger sein. Ich sag mal: Interessant.
  • Gnomeo und Julia (ab 24.3.)
    Und noch ein Animationsfilm, diesmal an die Romeo und Julia-Story angelehnt, nur mit Gartenzwergen. Die Idee finde ich absolut großartig, bei den Trailern hab ich auch schon gut gelacht. Wollen wir hoffen, dass der Film dieses Niveau halten kann.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Film(vor-)schau Januar/Februar 2011

Wie nach jedem Blog-Neustart versuche ich auch dieses Mal wieder, mich zu irgendetwas halbwegs Regelmäßigem zu animieren, das mit Kino und Filmen zu tun hat. Dieses Mal sieht der Plan so aus: Zum Monatsanfang oder später erzähle ich, was für krasse Filme ich im Vormonat gesehen habe und auf was für noch krassere Filme ich mich im aktuellen Monat freue. Klingt nach nem guten Plan.

Filmschau Januar 2011
  • Black Swan (7/10)
    Kommt relativ schwer in Gang, wird dann aber doch zu einem recht fesselnden und irgendwie merkwürdigen Film. Grandiose Optik und ordentlich Gesprächsstoff am Ende sind garantiert.
  • Brügge sehen... und sterben? (6/10)
    Unorthodoxe Story, einige äußerst witzige Szenen und Sprüche, aber eigentlich war es mir egal, was mit den Hauptfiguren so passiert ist. Hatte mir mehr davon versprochen.
  • Gran Torino (8/10)
    Tolle Geschichte, nie langweilig und mit einem herrlich trockenen Humor. Schon wieder ein großartiger Film von Clint Eastwood, außerdem macht er hier auch noch eine gute Figur als knorriger Rentner. So langsam macht er mir Angst.
  • The Green Hornet (8/10)
    Die Überraschung des letzten Monats. Die Trailer fand ich lahm, der Film hingegen war spritzig, abwechslungsreich, lustig, actionreich und mit Christoph Waltz. Geile Sache, an der auch das bekackte 3D nichts ändern kann.
  • Tron (7/10)
    Der Kultfilm aus den 80ern, nicht der aktuell im Kino zu sehende (miese) Nachfolger. Natürlich schon ziemlich angestaubt und mit einigen ziemlich dämlichen Szenen, aber dafür auch mit einer irgendwie coolen Atmosphäre, mit netten Ideen und - wenn man bedenkt, dass der Scheiß schon fast 30 Jahre alt ist - mit absolut beeindruckendem Look.
  • Verblendung (6/10)
    Ganz gute Umsetzung des Erfolgsromans von Stieg Larsson. Wird vor allem von der Figur Lisbeth Salander getragen und ist einigermaßen spannend, wenn auch teilweise etwas dämlich (was allerdings auch an der Vorlage liegt). Kann man gucken, wenn man das Buch mag.

Filmvorschau Februar 2011
  • Kokowääh (ab 3.2.)
    Der neue Til Schweiger, mit ihm selbst und seiner Tochter. Kann man gucken, muss man aber nicht.
  • Gullivers Reisen (ab 10.2.)
    Der neue Film mit Jack Black. Sieht akzeptabel aus, aber hey, es ist Jack Black!
  • Tucker & Dale vs. Evil (ab 10.2.)
    Coole Idee der Verkomödinisierung des ausgelutschten Teenie-Wald-Horrors und wenn der Film auch nur ansatzweise so lustig wird wie der Trailer, wird's ein Fest. Wird sich vermutlich nicht wirklich lange in den Kinos halten können (wenn überhaupt), ist allerdings ehrlich gesagt auch kein Film, den man unbedingt im Kino sehen muss. DVD tut's auch.
  • 127 Hours (ab 17.2.)
    Neuer Film von Danny Boyle (Regisseur von Trainspotting und Slumdog Millionaire). Sieht nach extrem fantastischen Bildern aus, Story klingt auch sehr interessant. Zweitspannendster Film im Februar.
  • The King's Speech (ab 17.2.)
    Der große Oscar-Favorit (12 Nominierungen) über einen König mit Sprachfehler. Sieht auch wirklich interessant aus und alle sagen, dass Colin Firth da die absolute Schauspiel-Bombe zündet.
  • True Grit (ab 24.2.)
    Mein persönliches MustSee des Monats: Der neue Film der Coen-Brüder (Regisseure von The Big Lebowski, No Country For Old Men, Burn After Reading, usw.). Dieses Mal wird's ein Western, mit großartigen Bildern und cooler Besetzung (Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin). Ich freu mich.

Dienstag, 25. Januar 2011

3Doof

Liebes Tagebuch!

Heute hab ich das Kinojahr 2011 eingeläutet. Es gab "The Green Hornet". Sehr großartiger Film übrigens, hatte ich nach den doch eher lahmen Trailern so gar nicht erwartet.

Allerdings: Leider kann man auch diesen Film fast überall nur in elendem 3D sehen. Dabei nervt die Scheiße große Zeit! Es nervt so gut wie alles: Die nervigen Brillen nerven, es nervt, dass man die nervigen Brillen behalten und beim nächsten Mal wieder daran denken muss, wenn man nicht jedes Mal 70 Euro extra bezahlen will, es nervt, dass die Scheiße manchmal so mies gemacht ist, dass das nervige Bild verwaschen ist und vor allem nervt, dass es so verflucht teuer ist. Heute - am Kinotag! - hat der Murks 9,30 Noppen gekostet. Neuneurodreißig! Fast 40 Mark! Das ist doch scheiße! Früher, als alles noch besser war (und das ist noch gar nicht so lange her), waren 6,50 Euro schon teuer. Wenn es wenigstens dafür entsprechenden Mehrwert gäbe. Aber mal abgesehen von Avatar habe ich noch keinen 3D-Film gesehen, der nicht auch ohne 3D mindestens genau so gut funktioniert hätte.

Aber der größte Kack ist ja, dass man eigentlich kaum eine Wahl hat. Als das ganze 3D-Elend anfing, war es noch was Besonderes, wenn ein Kino einen 3D-kompatiblen Saal hatte und fast alle Filme liefen eigentlich immer sowohl in der 2D- als auch in der Kackversion. Das war okay, damit kann ich leben. Heute lief ein Trailer (weiß gar nicht mehr, von welchem Film), in dem tatsächlich am Ende stand: "Trallalla, der geilste Film der Welt! In megapornösem 3D! In ausgewählten Kinos auch in 2D." Jetzt ist also das Normale schon das Besondere. Das find ich doof.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Kinorückblick 2010

Ja gibt's das denn?! Die erste Woche nach dem Quasi-Neustart kommt direkt ohne Verlegenheits-Donnerstag-Eintrag aus. Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn werde ich mir nämlich heute mein Kinojahr 2010 wieder ins Gedächtnis rufen und verraten, welche Filme knorke waren und welche borke. Das letzte Wort hab ich mir jetzt ausgedacht, es soll soviel heißen wie scheiße.

Letztes Jahr war ich im Durchschnitt fast 2x im Monat im Kino, was eigentlich ziemlich dufte ist, wenn man bedenkt, dass der beste Kinobegleiter der Welt so weit weg wohnt (oder umgekehrt), dass er so gut wie gar nicht mehr zum Kinobegleiten kommt. Glücklicherweise habe ich aber eine ganz fantastische Freundin mit akzeptablem Film-Geschmack und großartige Kollegen, die ich zu dem einen oder anderen Kinobesuch nötigen konnte.

Blablabla, jetzt kommt die Hit-und-Shit-List. Die ersten Filme sind noch nach Gutheit sortiert, bei den hinteren Plätzen regiert das Alphabet.

Großartige Filme
1. Inception
2. Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt
3. Kick-Ass
4. Shutter Island
5. Rapunzel - Neu verföhnt

Gute Filme
6. Sherlock Holmes
7. Alice im Wunderland
8. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1
9. Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
10. Das A-Team - Der Film
11. Das Kabinett des Dr. Parnassus

Mäßige Filme
Die Legende von Aang, Iron Man 2, Kampf der Titanen, Stichtag, The Social Network, The Tourist

Bekackte Filme
In meinem Himmel, Männer die auf Ziegen starren, Predators, Salt, Same Same But Different, Sex And The City 2 (Kein Witz, hab ich tatsächlich im Kino gesehen. Fragt nicht...)

Ziemlich ausgeglichenes Jahr, würde ich sagen. Wobei die Kracher eindeutig mehr gekracht haben als die Kacker gekackt, wenn ihr versteht, was ich meine.

Trotz allem habe ich auch ein paar Filme verpasst, die ich richtig gerne gesehen hätte. Nämlich diese:
A Serious Man, Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen, Black Dynamite, Buried - Lebend begraben, Die etwas anderen Cops, I Love You Phillip Morris, Lügen macht erfinderisch, Machete, Männertrip, Megamind, Moon, Mr. Nobody, Rare Exports, R.E.D., The Expendables, The Town, Toy Story 3, Up In The Air.
Hat jemand ein paar davon gesehen und hat Erfahrungswerte?

Sonntag, 17. Oktober 2010

Kinostarts Oktober 2010

Jajaja. Viel zu spät, die Kinostarts. Der Oktober ist ja schon wieder fast rum. Aber, Freunde der Nacht, man muss ja trotzdem auf dem Laufenden bleiben, auch wenn das Laufende schon vorbei gelaufen ist. Oder so. Und außerdem läuft das Highlight des Monats (aka. der vermutlich zweitbeste Film des Jahres, und die Rede ist hier immerhin vom mit Sicherheit äußerst fantastischen Scott Pilgrim) eh erst in der nächsten Woche an. Also alles gut.

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Mittwoch, 15. September 2010

Kinostarts September 2010

[Update 15.09.] Jetzt ist alles komplett. Und es wurde sogar besser. Ein bisschen...


Ich hatte heute wirklich vor, den kompletten September durchzukinostarten. Ich war sowas von motiviert. Ich ließ mich auch nicht davon abschrecken, dass die erste Woche eigentlich nur 1½ interessante Filme und eine vollkommen beknatterte Abzocke zu bieten hatte. Aber die zweite Septemberwoche hat mich gekillt! Nach so viel unfassbar miesen Trailern brauch ich jetzt erstmal ne Pause. Diese oder Anfang der nächsten Woche starte ich nen zweiten Versuch, den September vollzumachen.

Trotz allem kann man jetzt aber über die obere Navigation direkt ins Kinostarts-Archiv springen. Ist das geil oder ist das geil?

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PS: Layouttechnisch hab ich dieses Mal Heikes Anregung aufgegriffen. Besser?