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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Krempelbelästigung

Manche Leute können sich ja nur schwer von altem Kram trennen. Zum Beispiel: Ich. Bevor ich wirklich was wegschmeiße, muss es schonmal mindestens 1 Jahr im Keller oder an sonstigen dunklen Orten rumgestanden haben. Ich denk mir dann immer: Dieses Stück Holz kannst du bestimmt irgendwann mal extrem gut gebrauchen. Man muss sich ja nur mal folgendes Szenario vorstellen: Wenn jetzt auf einmal Aliens bei mir in der Straße landen und drohen würden, die ganze Welt in die Luft zu sprengen, wenn sie nicht ein altes quadratisches Stück IKEA-Pressholz in die Finger kriegen, das sie dazu brauchen, um ihrem Alienkaiser das Leben zu retten, weil warum auch immer, dann gucken alle doof und in Todesangst aus der Wäsche. Außer ich, der ich triumphierend in meinen Keller laufen, den benötigten Holzapparat präsentieren und die Menschheit retten kann. Tja.

Aber das ist ja noch die harmlose Variante, weil wenigstens packe ich das Zeug bei mir in den Keller, wo sonst keiner hinkommt. Andere Leute stellen verstoßene Dingsbumse in der Öffentlichkeit aus, damit noch möglichst viele andere Menschen mit diesem sinnlosen Scheiß belästigt werden. Mein Chef ist auch so einer. Der schleppt ständig irgendwelche ausrangierten Geräte zu uns in die Firma. Irgendwann hatten wir sogar mal (kein Witz) eine nahezu komplette Wohnzimmereinrichtung in unserem Aufenthaltsraum stehen, so richtig mit Eck-Garderobe, schäbigem Bettsofa und wasnichtalles.

Die übelste Härte an altem Kack hat sich aber in dieser Woche in den Waschkeller bei mir im Haus geschlichen. Ich bin ja allerspätestens seit Malta so einiges gewohnt, aber das formschöne Stück Schrott, was nun in unserem Keller an der Wand hängt, setzt da locker nochmal einen drauf. Ich habe wirklich selten etwas so unglaublich Hässliches gesehen und ich zerbreche mir, seit ich ES das erste Mal sah, in jeder freien Minute den Kopf darüber, wie zur Hölle sich jemand so ein Teil tatsächlich einmal gekauft oder gebastelt haben konnte und dabei die ernsthafte Absicht hatte, es bei sich in der Wohnung zu präsentieren. Der Apparillo ist so hässlich, dass ich mich nichtmal traue, ihn hier direkt einzubinden, sondern ihn erst nach einem Klick auf den folgenden Button zeigen werde. Aber keine Angst: Nach erneutem Button-Klick ist das Grauen dann auch wieder verschwunden.

Viel Glück! Aber sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt...


Hässliches Teil

Freitag, 20. Mai 2011

Gestatten, Tim Taylor! (Teil 2)

Was bisher geschah: Turbomartins Wasserumschaltpinöppel an der Badewanne geht in Arsch und sorgt dafür, dass Hamburgs sauberster Blogger nicht mehr duschen kann. Eine neue Armatur muss her, aber bloß nicht von irgendeinem dahergelaufenen Gas-Wasser-Scheiße-Typ!

Nach dem Telefonat mit dem Hausmeister machte sich in mir langsam der Gedanke breit, die Armatur mit eigener Hände Arbeit auszuwechseln. Allerdings wusste ich ja um mein handwerkliches Geschick Bescheid und war erstmal nur dementsprechend zurückhaltend euphorisiert. Andererseits wusste aber auch jeder vor der gerade zuende gegangenen Bundesligasaison um das fußballerische Geschick von Hannover 96 Bescheid und nächste Saison spielen die im Europapokal. Ich veranstaltete trotzdem lieber erstmal ein paar Trockenübungen und versuchte, die kaputte Armatur unfallfrei aus der Wand zu reißen. Klappte sogar wider Erwarten ganz gut, allerdings stellte ich dabei fest, dass ich keinen geeignet großen Maulschlüssel besaß. Fürs Erste behulf ich mir hier mit irgendeiner komischen Zange, die jedoch nicht nur Sachen abschraubte, sondern auch Sachen zerkratzte. Der gedankliche Einkaufszettel für Dienstag wurde also noch um einen Posten erweitert.

Nach der Arbeit fuhr ich voller Zuversicht zum seit 1879 existierenden Baumarkt meines damaligen Vertrauens. Nachdem ich dort zum ersten Mal in meinem Leben auf Anhieb die richtige Abteilung fand, wusste ich auch: Heute geht nix schief! Ca. 20 min später - Decidophobie lässt grüßen - hatte ich mich dann sogar schon für eine Armatur im unteren Preissegment (60 € - kann man mal machen) entschieden und weitere 10 min und 4 Zwischen-Sanitär-und-Werkzeugabteilung-hin-und-her-Rennereien später war auch der dazu passende 29er-Maulschlüssel (19 € für eine Stange Blech - Wucher!) gefunden.

Zuhause angekommen erwartete mich dann aber der Schlag ins Gesicht: Das Teil passte nicht! Die Scheiße war tatsächlich zu schmal! Natürlich hatte ich die kaputte Armatur vorher nicht ernsthaft ausgemessen, ist doch klar. Ich bin schließlich Heimwerker-Legastheniker! Und ich mein, hallo, wir leben hier in Deutschland und in der EU! Hier ist der kleinste Furz von eigens dafür ausgebildeten Normierungsbeamten normiert und bis ins winzigste Detail in unverständlich verfassten Gesetzestexten festgelegt worden! Und da kann eine beschissene Badewannenarmatur nicht einfach eine Einheitsgröße haben??? In was für einer Welt leben wir hier eigentlich?! Aber aller Ärger nützte nix, die alte Armatur war einfach 18 cm breit und die neue nur 16 cm.

Ich fuhr also nochmal los zum Baumarkt um die Ecke, zu dem man fährt, wenn's gut werden muss. Auch hier gab es überraschenderweise keine Probleme bei der Abteilungssuche - es bestand also noch Hoffnung. Als ich dann aber vor den ganzen Armaturen stand, packte mich schon wieder das kalte Kotzen: Auf keiner einzigen Verpackung stand drauf, wie breit die Teile waren! Natürlich hatte ich auch keinen Zollstock dabei, wie man das als echter Loser-Handwerker halt so macht. Also suchte ich die Zollstockabteilung, die ich nach 3 Runden durch den Laden dann auch fast sofort fand und lieh mir einen Zollstock aus. Und dann das: Alle verdammten Armaturen in dem Schuppen waren 18 cm breit!!! Innerlich explodierte ich, als wäre ich ein Atomkraftwerk in Japan. Max Bahr, du elender Lurch von einem Baumarkt! Selbstverständlich gibt es eine normierte EU-Norm für die Breite von Badewannenarmaturen, aber du musst natürlich der einzige Baumarkt unter Gottes grüner Erde sein, der nicht-normierte Baby-Armaturen im Sortiment hat! Und noch natürlicher muss ich mir auch noch genau so eine Armatur aussuchen! Naja, aber es is ja wie's is, nech?! Ich beruhigte mich langsam, suchte mir eine Armatur im mittleren Preissegment aus (50 € - sogar noch nen Zehner gespart) und fuhr wieder nach Hause.

Wer glaubt, jetzt endlich ein Happy End lesen zu können, hat wohl auch in der Winterpause noch geglaubt, Arminia Bielefeld könne wieder in die Bundesliga aufsteigen. Natürlich wurde ich sofort vor die nächste Hürde gestellt. Ich kam zuhause an, freute mich wie ein panierter Biber darüber, dass die zweite neue Armatur tatsächlich zu passen schien, schnappte mir meinen neu erworbenen Supertopdeluxe-Profi-Maulschlüssel... und stellte fest, DASS MAN MIT DEM KACKTEIL ZWAR DIE NICHT-NORMIERTE PILLEMANN-ARMATUR ANSCHRAUBEN KONNTE, ES ABER FÜR DIE EU-KONFORME DIN-12345-ZERTIFIZIERTE DEUTSCHE EINHEITSARMATUR EINEN BESCHISSENEN MILLIMETER ZU SCHMAL WAR!!!!11 Jetzt lauste mich endgültig der Gecko! Ich bemerkte im Spiegel schon eine leichte Grünfärbung und musste erstmal in den Zoo, ein paar Elefanten reißen.

Irgendwie schaffte ich es dann aber dennoch, meinen zweiten Bauhaus- und dritten Baumarkt-Besuch an diesem Abend in einem halbwegs normalen Zustand hinter mich zu bringen. Ich lief zwar 4 Runden durch den Laden, bis ich die Maulschlüsselabteilung gefunden hatte, aber wenigstens bezahlte ich für ein 1 mm größeres Stück Blech fast 10 € weniger als im Max-fickend-Bahr. Und mittlerweile läuft die Dusche auch wieder, als gäb's kein Morgen mehr, die verkackte Pygmäen-Armatur und der zugehörige Maulschlüssel sind wieder da, wo sie hingehören und ich fühle mich wie der größte Heimwerker der Welt. Am Wochenende werd ich mal gucken, ob es irgendwo günstig Flanellhemden gibt...

Mittwoch, 18. Mai 2011

Gestatten, Tim Taylor! (Teil 1)

Letzten Freitag passierte hier im beschaulichen Brödermannsweg, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen würden, wenn es sie mal hierher verschlagen würde, einer meiner persönlichen GAUs: Wohnung kaputt! Genauer gesagt hielt ich plötzlich, als ich nach der morgendlichen Dusche meine Badewanne säubern wollte, den Wasserumschaltpinöppel (also das Gerät, mit dem man das Wasser dazu bringt, in den Duschkopf zu analysieren anstatt in den Badewannenhahn) in der Hand und jeder Versuch, ihn wieder zu seiner angestammten Aufgabe zu überreden, scheiterte.

Man muss dazu wissen, dass ich wahrscheinlich zu den handwerklich untalentiertesten Menschen der Welt gehöre - ich befinde mich in dieser Hinsicht etwa auf einer Stufe mit einem einäugigen beinamputierten Pinguin. Dass hier alle Bilder, Rollos und Vorhänge halbwegs gerade hängen, grenzt schon an ein mittleres Wunder. Einmal als ich versuchte, einen verstopften Abfluss zu reinigen, steckte ich mehrere Stunden mit den Zehen im Waschbecken fest. Okay, das letzte war gelogen, aber wirklich handwerklich begabt kann man mich tatsächlich nicht nennen.

Nachdem das Dilemma nun mal passiert war, entschied ich mich als erstes zu meiner mehrfach bewährten Selbstregulierungstaktik. Bedeutet, ich blendete das Problem aus, ging erstmal ins Wochenende (da war ich eh nicht zuhause) und hoffte, dass der Nupsi anschließend einfach wieder von alleine funktionierte. War ja immerhin auch von alleine kaputtgegangen. Die Scheiße war nur: Sonntag abend war der Kack immer noch im Arsch.

Es blieb mir also nichts anderes übrig, als Stufe 2 zu zünden: Ich rief beim Hausmeister an, schilderte mein Problem und skandalöserweise antwortete er nicht mit "Kein Problem, Turbomartin, derbster Blogger des uns bekannten Universums! Ich komm einfach mal heute abend gegen 19 Uhr bei dir vorbei, bring 17 Liter Bier mit, dann werd ich dem Drecksstück erstmal zeigen, wo der Frosch die Locken hat und anschließend zocken wir noch ne Runde Mario Kart 64!" Stattdessen faselte er was von wegen Armatur müsse ausgetauscht werden, er könne nem Klempner Bescheid sagen, aber er wüsste nicht, ob mein Mietvertrag das hergäbe, dass die Kosten von mind. 100€ vom Vermieter getragen werden würden. Ich dachte: "Leckmichamarsch, ich bezahl doch keine 100 Taler, damit ich noch 3 Tage auf nen Klempner warten und dann wieder um 13 Uhr Feierabend machen muss, nur damit der Vogel mir ne neue Armatur ranhämmert." Ich sagte: "Alles klar, dankeschön. Ich glaub, dann mach ich's mir doch lieber selber." Ich sagte wirklich: "Alles klar, dankeschön. Ich schau mal im Mietvertrag nach und meld mich dann ggf. nochmal, wenn ich nen Klempner hier haben will."

Und damit hatte ich den Salat. Aber wie der Salat genau aussah, erzähle ich heute nicht mehr, sondern später. Vielleicht morgen.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Klingelmännchen

Eben - ich wollte gerade die frisch gewaschene Wäsche auf die Leine hängen - klingelte es bei mir an der Tür. Ich war verwirrt: So etwas passiert unter normalen Umständen nur alle Jubelmonate und nur auf Einladung. Oder wenn die Post kommt. Da keine dieser Voraussetzungen erfüllt war, trat ich neugierig ans Intercom und es entwickelte sich folgender seltsamer Dialog:

Martin: "Hallo?"
Person: "Brzmblbrmbl"
M: "Wie bitte?"
P: "Wer ist denn da?"
M: "Ähm... Schmidt?"
P: "Zu wem wollen Sie denn?"
M: "???"

Anschließend hörte ich den Türöffner brummen und das Gespräch war beendet. Verrückt!

Freitag, 24. April 2009

Da steht ein Stuhl auf dem Flur

Zugegeben, als ich gestern abend nach Hause kam, war ich erst ein bisschen verwirrt ob des mir sich im Treppenhaus bietenden Bildes:

Stuhl


Ein paar Minuten später war dann aber alles für mich klar: Das ist unser neuer unmotorisierter Treppenlift!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Nass gemacht

Memo an mich selbst: Wenn ich das nächste Mal eine Wasserflasche unter Zuhilfenahme des Hahns meiner Badewanne befüllen möchte, vorher darauf achten, dass der Nupsi, der das Wasser nicht in den Hahn, sondern in die Dusche umleitet, sich nicht noch im Duschmodus befindet.

Samstag, 8. November 2008

Gestrichen voll

Das kann nur Turbomartin: 10 Monate nach seinem Einzug strich er seinen Flur in der Trendfarbe weiß und kann nun endlich Spiegel und Gedöns anbringen. Darauf einen Rhabarbersaft!

Montag, 18. August 2008

Ich glaub, ich spinne!

Man hat es auf mich abgesehen! Eine Verschwörung sondergleichen! SIE wollen mich zermürben, mich weichkochen, mich fertigmachen! Und so langsam sind SIE - glaube ich - erfolgreich.

Die Sache ist so: Ich sauge staub. Alles normal. Am selben Abend erspähe ich mindestens eine Spinne oder sonstiges Kroppzeug in mindestens einem Zimmer. Ich bin zu faul, den Sauger nochmal rauszukramen. Die darauffolgenden Tage machen es sich die Oppa Langbeins so richtig bequem und spinnen, dass die Schwarte kracht. 3 Wochen später sauge ich wieder staub. Alle Viecher verschwunden. Am selben Abend erspähe ich mindestens eine Spinne oder sonstiges Kroppzeug in mindestens einem Zimmer. Es ist ein Teufelskreis! Ich brauch nen Handstaubsauger!

Heißt es eigentlich Oppa Langbein oder Omma Langbein?

Dienstag, 12. August 2008

The Onebreaker

Die folgende Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit.

Prolog

Martin (M): "Dingderingdedingdingding, so ein früher Feierabend ist schon was Feines. Ich geh mal zum Zahnarzt."
*geh geh geh*
M: "Hallo Zahnarzt."
Zahnärztin (Z): "Hallo Martin."
M: "Oh, du bist ja eine Frau."
Z: "Ja."
M: "Cool. Wie sind meine Zähne?"
Z: "Toll."
M: "Ok. Schöö."
Z: "Schüss."

Teil I

M: "Oh, schon 19 Uhr. Ab jetzt habe ich die Gemeinschafts-Waschmaschine im Keller reserviert. Aber ich bleib lieber noch ein bisschen in der Wohnung und gammel."
*gammel gammel gammel*
M: "Oh, das regnet aber doll. Naja."
*gammel gammel gammel*
M: "So, jetzt wird's Zeit zu waschen. Ich pack mal meine Dreckswäsche in meine Einkaufsbox. Wäsche, wo bist du?"
Wäsche (W): "Hier."
M: "Ach so. Ok."
*pack*
M: "So, alles verstaut. Noch schnell nen Euro einpacken für die Maschine und dann geht's ab in den Keller."

Teil II

M: "Hallo Keller."
Keller (K): "Hallo Martin."
M: "Ich wasch jetzt was."
K: "Ok."
M: "Ok. Zuerst schließ ich meinen Kellerraum auf. Da ist mein Waschmittel drin."
*schließ schließ schließ*
M: "Meinen Schlüssel leg ich wie immer hier ins Regal. Tschüss Schlüssel."
Schlüssel (S): "Tschüssikowski!"
M: "Dingderingdedingdingding. So, hier ist mein Waschmittel, hier ist meine Wäsche, hier ist mein Euro. Alles da. Ab zur Waschmaschine!"

Teil III

M: "Hallo Waschmaschine!"
Waschmaschine (W): "Hallo Martin."
M: "Zuerst füll ich dich ab und dann mach ich dich an."
W: "Geil!"
*füll füll füll*
M: "Und jetz: Wasch, du Luder!"
W: "Ok."
M: "Ich geh lieber wieder hoch. Einer Waschmaschine beim Waschen zugucken ist nur so halb interessant."
W: "Na toll! Erst heiß machen und dann abhauen."
M: "Pech! Schüss!"
W: "Arsch!"

Teil IV

M: "Erst noch das Waschmittel wieder in den Kellerraum stellen. Hallo Kellerraum, da bin ich wieder."
Kellerraum (K): "Hallo."
M: "Ich stell hier mal das Waschmittel wieder rein ok?"
K: "Ok. Hallo Waschmittel."
Waschmittel (W): "Hallo Kellerraum."
K: "Schön, dass du wieder da bist. Ich liebe dich."
W: "Ich liebe dich auch."
M: "Ist ja ekelhaft! Ich geh wieder. Schüss!"
W: "Schüss."
K: "Schüss. Vergiss nicht, das Vorhängeschloss zuzumachen."
M: "Ok."
*schließ schließ schließ*
M: "So, alles wieder zu."
Schlüssel (S): "Hey, ich bin noch hier drin."
M: "Mist!"
K: "Haha!"
M: "Halt's Maul!"
K: "Ok."
M: "Hmm... Ich muss die Tür aufschließen, um an den Schlüssel zu kommen. Aber ich brauch den Schlüssel, um die Tür aufzuschließen. Das wird kompliziert."

Teil V

M: "Ich geh mal zum Hausmeister. Der kann bestimmt das Schloss aufbrechen."
*geh geh geh*
M: "Hallo Hausmeister."
Hausmeister (H): "..."
M: "HALLO HAUSMEISTER!"
H: "..."
M: "Mist. Der Hausmeister ist nicht da. Ich bin verzweifelt."

Teil VI

M: "Ich probier mal, das Schloss aufzureißen."
*reiß reiß reiß*
M: "Geht nicht. Mist."

Teil VII

M: "Panik! Ich geh mal zum Rauchernachbarn. Hallo Rauchernachbar."
Rauchernachbar (R): "Hallo."
M: "Hast du Werkzeug?"
R: "Ja. Hier."
M: "Oh. Das ist ja in einem Blumentopf."
R: "Ja. Hab ich auch immer gut gegossen."
M: "Na dann."
Katze (K): "Miau."
R: "Bleib hier, Katze!"
K: "Nö!"
R: "Doch!"
K: "Ok."
M: "Ich geh mal in den Keller."
R: "Ok."

Teil VIII

M: "Da bin ich wieder."
Kellerraum (K): "Oh."
M: "Ich hab Werkzeug dabei."
K: "Mir doch egal."
M: "Ich knack das Schloss."
Schloss (S): "Haha!"
K: "Haha!"
M: "Ja, ihr lacht! Aber jetzt habe ich einen Seitenschneider, ho ho ho!"
*seitenschneid seitenschneid seitenschneid*
M: "Mist, es geht nicht. Das Schloss ist zu stark."
S: "Haha!"
M: "Ich probier's mal mit der Kneifzange."
S: "Mach doch."
*kneif kneif kneif*
M: "Mist, es geht auch nicht. Was mach ich jetzt? Ich bin verzweifelt."
S: "Haha!"
M: "Halt, da sind ja Schrauben. Ich habe Schraubendreher."
S: "Na und?"
M: "Mit den Schrauben ist das Brett, an das der Schlossverschluss geschraubt ist, an die Wand geschraubt. Vielleicht kann ich ja das Brett abschrauben und dann die Tür öffnen, ohne dass das Schloss geöffnet werden muss."
S: "Oh oh."
*schraub schraub schraub*
M: "Hurra, es geht!"
*schraub schraub schraub*
M: "Juchu, die Tür ist auf! Komm her, Schlüssel!"
Schlüssel (Sl): "Ok."
M: "Endlich hab ich dich wieder! Du hast mir gefehlt."
Sl: "Du mir auch."
M: "Hach."

Epilog

M: "Hallo Rauchernachbar."
Rauchernachbar (R): "Hallo Martin. Hat gefunzt?"
M: "Ja. Danke."
R: "Bitte."
M: "Ich geh die ganze Geschichte jetzt ins Blog schreiben."
R: "Ok. Viel Spaß."
M: "Danke. Schöö!"
R: "Schüssi!"

The End

Donnerstag, 6. März 2008

Life 2.0 - Wohnung

Als ich in den letzten 3½ Stunden nochmal meine zahllosen Einträge der vergangenen 2 Monate durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich ja noch gar nix über meine neue Wohnung erzählt hab. Und das, obwohl hier alles so schnafte ist. Ein Fauxpas, den ich hier und jetzt einfach ausbügeln muss. Und deshalb... hereinspaziert!

Meine Fußmatte. Nicht so spektakulär

Also, meine Wohnung. Lokationiert im Norden Hamburgs, einen Steinwurf (vorausgesetzt, man kann einen Stein ca. 500m weit werfen) entfernt vom Gruppenhaus Stadion-Nord der Deutschen Schreberjugend, ist sie ein einziger Quell der Freude. Auch wenn unser gemeinsamer Start ein bisschen holprig war (so ganz ohne Möbel, ohne Internet und mit ungestrichenen Wänden) und sie mich bisher schon 2 Mal aufs Heftigste terrorisiert hat (indem mein Duschrollo von der Decke fiel und indem mein Durchlauferhitzer eine Woche zerstört war), mag ich sie.

Ich mag meine Wohnung nicht nur, weil ich die wahrscheinlich tollsten Möbel der Welt besitze. Ich mag meine Wohnung auch, weil sie so eine bomfortionöse Lage hat! Was hab ich nicht alles in der Nähe... Eine Bushaltestelle. Eine U-Bahn-Station. Ein Einkaufzentrum mit Kaufland, Aldi und MediaMarkt. Zwei Bäckereien. Einen Frisör, der mir für 10€ die Matte macht. Eine Sparkasse. Eine Videothek. Eine Kartbahn(!). Einen grandiosen Pizzaservice. Ein griechisches und ein chinesisches Restaurant. Undundund. Kurz gesagt: Die Wohnung ist definitiv einer der 3 Gründe, warum es hier in Hamburg so töfte ist. Die anderen beiden Gründe folgen bald demnächst irgendwann auch noch, Fotos von der Wohnung gibt's aber jetzt schon. Und zwar genau hier!

Gerade läuft: BAYER, BAYER!!!

Sonntag, 30. Dezember 2007

Umzugsmarathon

Dass in den letzten 2½ Tagen hier nix passiert ist, lag daran, dass ich zusammen mit Mama, Papa und Schwester in der neuen Wohnung war und da alles auf Vordermann gebracht hab. Zumindest fast. Das Wohnzimmer muss noch zuende gestrichen werden, weil die Farbe plötzlich alle war, im Schlafzimmer stehen 10000 Kartons und Taschen und bis jetzt ist ein kleiner Küchentisch mein einziges eigenes Möbelstück. Gemütlich ist es eigentlich nur in Küche und Badezimmer, aber dank des Notebooks kann ich ja auch den ganzen Tag kacken gehen.

Jetzt bin ich total geschafft, hab an 2 Tagen so viel Geld ausgegeben wie sonst in 2 Monaten, muss morgen noch ordentlich Silvester feiern und dann mal gucken, dass ich bis Ende Januar oder so irgendwie ohne eigenes Internet überlebe. Ach ja, zwischendurch muss ich auch in der neuen Firma anfangen zu arbeiten, die Wohnung fertig streichen, allem seinen Platz zuweisen und überhaupt. Und weil das alles relativ viel Arbeit ist (jedenfalls für Leute wie mich ;) ) und ich eh erst irgendwann zuhause Internet kriege, wird hier auch gezwungenermaßen nicht so wirklich viel passieren. Kinocharts, Ereignischarts und Flipcharts hol ich dann irgendwann nach. Vielleicht. Schöö!

Gerade läuft: Nix

Montag, 10. Dezember 2007

Wohnung? Check!

Tanz, Banane, tanz!

Gerade läuft: Green Day - Geek Stink Breath (Album: International Superhits)

Freitag, 7. Dezember 2007

Indiana Smith and the Temple of Room (2/2)

[Für Teil 1 hier klicken...]

Nach der fast erfolgreichen Besichtigung von 13h entschlossen wir uns, schon einmal die nächste Wohnung anzufahren. Bis zum Besichtigungstermin war's zwar noch über ne halbe Stunde hin, aber wenn man eher da ist, kann man schließlich schon ein bisschen die Gegend erkunden. Theoretisch. Es sei denn, es gießt wie aus Eimern. So wie vorvorgestern - also am Montag. Nachdem wir eine Viertelstunde dumm im Auto rumgesessen hatten, wurde uns das dann aber irgendwie doch zu blöd und wir stiegen aus. Da hatte es ja auch grade mal aufgehört zu regnen. Für 3 Minuten. Um dann umso stärker wieder anzufangen. Aber da machste nunmal nix.

Als endlich die Maklerin der Wohnung (pünktlich) auftauchte, erwarteten uns die nächsten Überraschungen. Peggy D. (Name der Red. bekannt) sah nämlich so aus, als würde sie sich ausschließlich von Zitterfischen und Elektrobier ernähren. Will sagen: die Gute hatte eine astreine Steckdosenfrisur, die Don King vor Neid erblassen lassen würde! Und dann noch diese Stimme... un-be-schreib-lich! Naja. Nett war sie trotzdem. Und dass der Wohnung der Strom abgeklemmt worden ist und man nicht auf den Balkon konnte, weil die elektrischen Rollläden unten waren, da kann sie ja auch nicht viel für. Die Wohnung an sich war aber auch schwer in Ordnung (mit Spülmaschine!), nur teilweise etwas in die Jahre gekommen.

Nächste Station: Ein Hochhaus in einer Wohnsiedlung. Es sollte das Highlight des Tages werden. Nur vorher hieß es mal wieder warten. Genauer gesagt hieß es mal wieder im Regen warten. Diesmal aber auch zusammen mit 2 Pärchen. Irgendwann sprach uns dann ein Mann mit Mütze an:
MmM: "Ist hier heute ne Besichtigung oder wie?"
Martin: "Ja, jetzt gleich um 15 Uhr."
MmM: "Aha. Da weiß ich gar nix von. Ich bin nämlich hier der Hausmeister. Schööö!"
Martin (denkt): "Ähhh... ja!"
Martin (sagt): "Schööö!"
Nur wenige Minuten später dann der große Auftritt des Maklers, ich nenn ihn mal Arnie. Ein Prototyp eines Maklers! Ein Vertreter seiner Zunft, wie er bei "Nepper, Schlepper, Mähdrescher Bauernfänger" und in den Büchern, die mein Oppa so gerne liest (in denen steht, wie schlecht die Welt ist und wie böse deren Bewohner sind, worüber man dann die Verwandtschaft ausführlich informieren kann ("Ich hab dir hier auch nochmal was ausgeschnitten...")), immer beschrieben wird. Dynamisch, braungebrannt, Haare platt nach hinten gegelt, schmieriges Grinsen, unter dem Sacko das Hemd bis zum Bauchnabel aufgeknöpft. Und gleich mit den ersten Sätzen entpuppte er sich zusätzlich noch als Stimmungskanone und Arbeitstier...
Arnie: "Sie sehen so aus, als warteten Sie auf einen Makler. Höhöhö!"
Martin: "..."
A: "Tjaaa, also ich weiß jetzt grad gar nicht, ob die Wohnung im 1. oder im 4. Stock ist. Ich war vor einem Jahr das letzte Mal hier. Höhöhö!"
M: "1. Stock."
A: "Ok, dann probieren wir's mal im 1. Stock. Ich nehm einfach mal die Tür hier... Oh, der Schlüssel passt sogar! Höhöhö! Jaaa, also... hier die Wohnung. Kostet... [liest ab] 470€ kalt, Nebenkosten 140€. Wobei ich da jetzt gar nicht weiß, ob da Strom und Wasser drin sind oder nicht. Also Strom wird auf keinen Fall drin sein, aber Wasser weiß ich wirklich nicht. Höhöhö!"
Nun ja. Nach dieser Offenbarung latschte ich so durch die (noch möblierte und total chaotische) Wohnung. Irgendwann muss sich dann allerdings wieder der Hausmeister (mit Mütze) dazugeschlichen haben. Jedenfalls vernahm ich folgenden Dialog zwischen ihm und Arnie:
MmM: "Ich wusste gar nicht, dass hier heute ne Besichtigung ist."
A: "Ja doch, ist aber. Höhöhö!"
MmM: "Versteh ich gar nicht. Die Vormieterin hat hier doch noch gar nicht so lange gewohnt."
A: "Stimmt. Die ist vor nichtmal nem Jahr eingezogen. Höhöhö!"
MmM: "Und wieso ist die dann schon wieder raus?"
A: "Die ist verstorben..."
MmM: "Oha! Na sowas. Das wusst ich ja gar nicht. Hatte mich nur schon gewundert, dass es hier in der letzten Zeit immer so ruhig war..."
A: "Höhöhö!"
Spätestens da hatte sich das dann mit der Wohnung - obwohl die eigentlich auch sehr schick war (mit Spülmaschine!) - erledigt. Ich ließ mir zwar noch einen Haufen Papier geben, aber das eigentlich auch nur, damit Arnie das keinem anderen geben und so Papier sparen konnte. Strafe muss sein.

Die 3. Wohnung war dann wieder die 1. Wohnung, diesmal aber mit Maklerin. Und abgesehen davon, dass vor der Badewanne kein Duschvorhang, sondern ein Plastikrollo hing, gab es hier so gar keine spektakulären Performances. Die Wohnung war schön, die Miete niedrig, die Lage okay und die Maklerin nett. Nur ne Spülmaschine gab's nicht. Aber irgendwas ist ja immer. Und deswegen hab ich auch einfach gesagt: "Meins!" und bin wieder nach Hause gefahren.

Um das Ergebnis meiner Quest jetzt mal zusammenzufassen: Ich war 18 Stunden auf den Beinen, bin nicht über Los gegangen und warte jetzt darauf, dass der eine Vermieter-Tünnes am Montag sagt, dass ich ein bomfortionöser Typ bin und mal gepflegt einziehen kann. Also jeder, der Daumen hat: drücken! Ok?

Gerade läuft: Nix

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Indiana Smith and the Temple of Room (1/2)

Also. Heute wollte ich ja erzählen, warum ich vorgestern - also am Montag - nix geschrieben habe. Das lag nämlich daran, dass ich vorgestern - also am Montag - eine brandgefährliche Quest zu erfüllen hatte. Die Aufgabe lautete: Finde eine Wohnung in Hamburg, gehe nicht über Los und ziehe keine 4000 DM ein. Also stand ich um 5 Uhr auf, stopfte meine Eltern in das Auto meiner Eltern und gab Gummi. Schließlich warteten 4 Termine auf uns, davon 3 Wohnungsbesichtigungen.

Erster Halt war ein Immobilienvermittlungsdienst mitten in Hamburch Siddy, bei dem mir ein Haufen courtagefreier Angebote versprochen wurden, wenn ich 190€ bezahle. In Anbetracht der noch anstehenden Besichtigungstermine ließ ich mich aber erstmal nicht dazu hinreißen. Stattdessen beschlossen wir, im Kaufhof zu Mittag zu essen und ließen uns von der Kassiererin um 0,20€ bescheißen. Um anschließend wenigstens bei der Parkgebühr zu sparen, kaufte meine Mutter dann extra im Kaufhof ein Buch, damit an der Kasse der Parkchip entwertet werden konnte. Einziges Problem: Wir standen im nicht kompatiblen Saturn-Parkhaus und hatten uns somit nicht nur ein Buch umsonst gekauft, sondern mussten auch noch 6€ für weniger als 1½ Stunden Parkerei bezahlen. Verrückt. Aber wir haben's ja.

Nun ja. Die 3 Wohnungsbesichtigungen waren von mir taktisch klug auf 13h, 14h und 15h gelegt worden. Und bereits vor der ersten Wohnung ereignete sich das folgende Telefongespräch:
Martin: "Ich steh jetzt hier vor dem Bröbelweg 9 und weiß nicht, was ich machen soll."
Maklerin: "Aha. Warum stehen Sie denn da?"
Martin: "Ööööhm... weil wir hier einen Besichtigungstermin haben?"
Maklerin: "..."
Martin: "..."
Maklerin: "Wann denn?"
Martin: "Na um 13 Uhr. Quasi jetzt."
Maklerin: "SCHEIIIIIIISSEEEE! Das hab ich voll vergessen! Tut mir leid, tut mir leid, tut mir leid. Das passiert mir sonst nie! Verlegen wir das auf 16 Uhr?"
Martin (denkt): "Doofe Kuh."
Martin (sagt): "Okay."
Fortsetzung folgt...

Gerade läuft: Nix

PS: Kleine Info noch am Rande: Da vorauszusehen ist, dass sich noch eine ganze Menge zukünftiger Beiträge um meine Suche nach dem Heiligen Saal bzw. das Beziehen von und das Leben in selbigem drehen werden, habe ich rubbeldiekatz eine neue Schublade mit dem fantastischen Namen "Wohneproppen" geschaffen, in der künftig sämtliche Beiträge dieser Art abgelegt werden werden.