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Freitag, 6. Januar 2012

Deutschland in Gefahr!

Sorry, dass der erste Beitrag des Jahres hier direkt Panikmache sein muss, ne? Aber ich hab's mir ja nicht ausgesucht, es wurde mir geradezu aufoktruiert. Quasi.

Es ist nämlich so: Aus Gründen habe ich bei mir zuhause 3 verschiedene Radiosender installiert. Diese Sender habe ich heute zu folgenden Zeiten konsumiert:
  • Sender 1: 6:30 Uhr - 6:40 Uhr (zum Aufstehen - delta radio)
  • Sender 2: 6:45 Uhr - 7:05 Uhr (zum Frühstücken - NDR 2)
  • Sender 3: 7:10 Uhr - 7:35 Uhr (zum Duschen - Radio Hamburg)
Und jetzt kommt der Hammer! Auf allen 3 Sendern lief in der Zeit, in der ich zugehört habe, dasselbe Lied! Krass!

Ich weiß nicht mehr, welches Lied das war, irgendsoein neues langweiliges Trallalla aus Australien oder so von Keke und Kaka oder whatever. Ist ja auch egal. Viel wichtiger ist der einzige Schluss, der daraus gezogen werden kann - die Gleichschaltung hat begonnen! Heute war das Lied auf den 3 Sendern 1 Stunde auseinander. Morgen sind es vielleicht nur noch 45 Minuten. Panik! Aber es passt ja auch alles zusammen - NPD in Mecklenburg-Vorpommern, Terrorzelle in Sachsen, rassistische Beleidigungen in Fußballstadien, ein schwächelnder Bundespräsident in Berlin und nun auch noch das Rundfunkmonopol. Vielleicht hatten die Mayas doch Recht *ÜöüöüÖüöÜöüÖüÖüö*

In diesem Sinne: Frohes Neues!

Donnerstag, 30. Juni 2011

Finnische Erkenntnisse

  • Helsinki ist schön.
  • Helsinki ist teuer (BPI: 0,4 l = 6,50 €).
  • Foo Fighters rocken.
  • Biffy Clyro rocken.
  • In Finnland wurde der Rock mit Sicherheit nicht erfunden.
  • Wenn man am Flughafen vor der Sicherheitskontrolle an alles denkt, piept die Scheiße garantiert wegen der Schuhe.
  • Auf finnischen Toiletten kommt gerne Vogelgezwitscher aus Lautsprechern.
  • Wenn ein Finne erzählt, irgendwo würde die richtig fette Party abgehen und im Internet u.a. steht, dass sich Menschen nackt auf Wiesen rollen, wird der Höhepunkt des Abends eine 20-minütige Polonaise zu einem ebenso langen finnischen Volkslied unter der Leitung von Jirki Kokko sein.
  • An Mittsommernächten wird es tatsächlich nicht richtig dunkel.
  • Mittsommer ist in Finnland heiliger als Weihnachten. Nichtmal Hesburger oder Kirchen sind offen.
  • Finnisches Bier schmeckt meistens nicht - außer Lapin Kulta.
  • Fahrräder in Helsinki sind praktisch.
  • Fahrräder mit Rücktrittbremse (z.B. Jopos) machen Spaß.
  • Sonne ist toll, selbst wenn man nicht mit ihr rechnet.
  • Nominiert für den Stadtteil des Jahres: Töölö!
  • Freizeitparks sind viel besser, wenn man nur das bezahlen muss, was man nutzt.
  • Xbox Kinect kann einiges.
  • Rentier schmeckt wie Rind. Nur anders.
  • Preiselbeeren schmecken nur bei Ikea.
  • Wenn Facebook Bock dazu hat, sperrt es Accounts und schaltet sie erst wieder frei, wenn man 5 von 7 Freunden auf Fotos erkannt hast.
  • Das World Trade Center wurde an 9/11 gar nicht zerbombt. Es wurde nur woanders hingebracht.
  • Helppi ist der Coolste.
  • Die Foo Fighters lassen mal eben ein halbes Festival mit mehreren Fressbuden, einem Mini-Supermarkt und ähnlich großer Bühne wie bei Rock am Ring aus dem Boden stampfen. Weil sie es können.
  • Auf finnischen Konzerten ist Alkohol nur in einem bestimmten abgetrennten Bereich erlaubt - der dafür aber auch mal mit einem Haufen Bierzeltgarnituren ausgestattet sein kann.
  • Bei Foo Fighters Konzerten heißt o.g. Bereich natürlich Foo-Bar.
  • Biffy Clyro spielen immer oben ohne.
  • Es ist tatsächlich möglich, "Living is a problem because everything dies" fehlerfrei rauszurotzen.
  • Dave Grohl ist ne coole Rocksau.
  • Die restlichen Foo Fighters sind coole Rocksäue.
  • Die Foo Fighters haben einen ganzen Haufen großartiger Songs.
  • Coverversionen von Queen gehen immer.
  • Es gibt so viele Videos vom Konzert, weil sich niemand mit Abrocken aufgehalten hat.
  • Wenn sich niemand mit Abrocken aufhält, geben die Foo Fighters auch mal keine Zugabe.
  • Selbst wenn die Foo Fighters keine Zugabe spielen, liefern sie affenstarke Shows ab.
  • Konzerte im Sonnenuntergang sind auch mal ganz nett.
  • Ich muss nochmal auf ein Foo Fighters Konzert.
  • Ich muss nochmal auf ein Biffy Clyro Konzert.
  • Ich muss nochmal nach Helsinki.
Beim Rückflug habe ich in Hamburg am Flughafen übrigens Michael Ballack getroffen. Der Capitano a.D. hat mich aber nicht erkannt (oder falls doch, hat er sich nichts anmerken lassen).

Donnerstag, 23. Juni 2011

Rokki Ja Rulla!

An diesem Wochenende wird etwas vollkommen Verrücktes passieren: Ich, euer Lieblingsmensch, werde mit Finnair nach Finnland fliegen. Dort - in Finnland - werde ich mich mit Finn treffen und gemeinsam mit Tausenden echten Finnen gucken wir die Finn Foo Fighters! Kein Witz.

Im Detail läuft der kranke Scheiß so ab: Ich fahr morgen zum Flughafen, geh ins Flugzeug, spiel Professor Layton, lese 11 Freunde, steig in Helsinki aus, fahr zum Hostel und treffe dort auf den Drahtzieher dieser Operation, den famosen fargy-Mann. Gemeinsam analysieren wir dann ein bisschen die Stadt, gucken uns Steine und Wasser an, prüfen ob es nachts wirklich nicht richtig dunkel wird und machen generell allerlei cooles Zeug. Also in Wahrheit haben wir nix wirklich geplant, ist doch klar. Außer das Highlight und den eigentlichen Grund für den Trip: Sonntag fahren wir zur Kalasatama, was wohl so ein großes Dingsbums ohne Dach ist und stürzen uns dort in ein famoses Rock-Getümmel, das von 2 lustigen finnischen Musikkapellen, den großartigen Leuten von Biffy Clyro und den phänomenalen Foo Fighters angerichtet werden wird.

Es wird so fantastisch! Es wird alles ziemlich aufregend, ich bin mir sicher. Tatsächlich werde ich zum ersten Mal ein Land bereisen, in dem ich die Uhr umstellen muss! Ist das nicht peinlich? Auch egal. Die Finnen werden bestimmt ziemlich verrückte Sachen anstellen und den ganzen Tag Vodka trinken, Heavy Metal hören und nackt von Sauna zu Sauna laufen. Sogar unser popeliges Hostel hat eine eigene Sauna, in der man sich morgens für umme langmachen kann! So verrückt, die Finnen.

Montag abend bin ich wieder zurück in Hamburg. Vielleicht schreib ich dann auch irgendwann noch, wie es war. Aber vorher sag ich erstmal: GOOOOOOOO LIMOOOOOO!!!

Mittwoch, 28. Juli 2010

Mad Radio

Wie geil ist das denn?! Auf delta radio läuft grad ne Sendung, in der jeder 2. Song von den grandiosen Mad Caddies ist! Im Radio! Die Mad Caddies! Mehrfach! Unglaublich!

Montag, 21. Juni 2010

Das Hives-Paradoxon

Vor 2 Wochen oder so, als es darum ging, meinen MP3-Player neu zu bestücken, der mich bei der Maloche davor bewahrt, angesichts wild um sich brabbelnder Kollegen vollkommen den Verstand zu verlieren, fiel mir das aktuelle Album von The Hives in die Finger. In Ermangelung an Alternativen nahm ich es mit, obwohl ich eigentlich der Meinung war, dass ich es seinerzeit nur so lala fand.

Mittlerweile hör ich die Grütze rauf und runter und sage: Die Scheiße felst! Aber eine Sache verstehe ich trotzdem nicht: Hebräisch! Wie kann eine Band, die so grandiose CDs unters Volk bringt, live nur so dermaßen abkacken? Verrückt!

Montag, 9. November 2009

Alles neu

Genau wie das Original, nur anders...

Donnerstag, 3. September 2009

Kommentar-Ersatz für fraggy

Dein Ex-Praktikant hat zur Hälfte keine Ahnung! "Bombay Bicycle Club" sind großer Müll!

Montag, 31. August 2009

Das Akkordeon des Grauens und andere Rockigkeiten

Der Grund, warum hier stolze 2 Monate lang so ziemlich gar nichts passiert ist, ist ja der: Letztes Wochenende (also vorletztes Wochenende) war in der Wallachei von Münster das famose area4-Festival, auf das ich mich angemessen vorbereiten musste. Also kümmerte ich mich um Urlaub, mopste meiner Freundin einen pornösen Campingtisch und trainierte mich im Rocken und Biertrinken. Und das alles hat sich ja auch irgendwie gelohnt, wie der folgende trotz sorgfältiger Gedächtnisdurchforstung mit Sicherheit unvollständige Schnelldurchlauf beweisen wird.

Donnerstag. Großeinkauf. Ankunft. Zeltplatzfindungs- und -reservierungsterror. Zeltaufbauterror. Gewitter überall, nur nicht auf dem Zeltplatz. Lahme Arme. Empfang der einen Hälfte der Mitcamper. Bewunderung des Barts. Einweggrillpestilenz. Regen. Kein Regen. Geburtstagskuchen. Regen. Ab ins Zelt. Draußen laute Musik. Ca. 3h Schlaf.

Freitag. Verhaltensanalyse des an seinen Stuhl geklebten Typen. Einweggrillpestilenz. Strahlender Sonnenschein. Empfang der zweiten Hälfte der Mitcamper. Circle Pit zu Captain Jack. Verhaltensanalyse des an seinen Stuhl geklebten Typen. Startschuss. Zebrahead. Muschi. Pause am Zelt. Mad Caddies. Beseitigung des Terrorstaubs. Flunkyball gegen bekackte Amateure. The Offspring. Heiser. Die Toten Hosen. Begutachtung des zerstörten Schuhs. Müde. Ab ins Zelt. Draußen laute Musik. Terrorakkordeon aus der Hölle. Silbermond. Ca. 2h Schlaf.

Samstag. Duschen für umme. Substitution der bekackten Einweggrills durch den grandiosen Campingkochgrill. Strahlender Sonnenschein. Erkundung des Festivalgeländes. Druckluftkicker. Callejon. Leider... ein bisschen... asoziaaaaal! Offizielles Gummigeruch-Treffen mit SKABRAIN, x_MoP_x und dem einen, von dem ich den Namen vergessen habe (inkl. Boxenluder). Flunkyball. Schleichwerbung. 2 Mark. Tausch meiner Basecap gegen einen Strohhut. Freude über Bayerns 1:2-Verkackung und Bayers 5:0. Eagles Of Death Metal. Keine Erinnerung. AFI. Keine Erinnerung. Rise Against. Keine Erinnerung. Ab ins Zelt. Draußen keine Musik. Ca. 8h Schlaf.

Sonntag. Duschen für umme. Strahlender Sonnenschein. Relaxen. Relaxen. Schattenjagd auf dem Festivalgelände. Flucht vor dem brezelstandvernichtenden Tornado. Verlust des eingetauschten Strohhuts. Trauer. Relaxen. Panteón Rococó. Tanzen. Relaxen. Relaxen. Entsetzen über den Nackt-Bungee-Jumper. FURT. Zehn. Springen. Gigantische Staubwolke. Zehn II. Springen. Gigantische Staubwolke. Relaxen. Faith No More-Ignorierung. Verabschiedung der ersten Mitcamper. Ab ins Zelt. Draußen laute Musik. Ca. 4h Schlaf.

Montag. Bestaunung der Müllberge. Abfahrt.



Hitlist:
  1. Panteón Rococó
  2. Mad Caddies
  3. Farin Urlaub Racing Team
  4. The Offspring
  5. Zebrahead
  6. Die Toten Hosen
  7. Baddies
Shitlist:
  1. Alberta Cross
  2. Bombay Bicycle Club
  3. Deftones
  4. Faith No More
  5. Callejon
  6. CJ Ramone
  7. Turbostaat

Donnerstag, 16. April 2009

Mittelgute Aussicht

Niemand will mehr Rüben ernten,
niemand will mehr Oma besuchen.
Niemand will den Hund begraben,
alle woll'n ein Stück vom Kuchen.

Niemand will den Rücken krumm,
alle woll'n ein Praktikum
oder zwei oder drei oder vier...
oder fünf.
Ein sehr fantastisches Stück Musik auf dem auch nach drei- bis viermaligem Durchhören leider nicht ganz so fantastischen neuen Muff Potter-Album "Gute Aussicht". Aber vielleicht werden wir zwei ja nach dreißig- bis vierzigmaligem Hören trotzdem noch Freunde. Heavy Rotation yeah!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Phrasen gemäht

Vielleicht ist es dem Einen oder Anderen schon aufgefallen: Eine ehemals unentbehrliche Rubrik ist seit Jahresbeginn still und heimlich meiner chronischen Zeitknappheit zum Opfer gefallen. Sie hatte keinen Namen, aber den internen Arbeitstitel "Martin geht auf Rock'n'Roll-Konzerte und sagt danach, wie's war". Die nicht vorhandene Aktualität in dieser Rubrik hat allerdings nix damit zu tun, dass ich dieses Jahr noch kein Konzert besucht habe, denn das ist nicht so. Vielmehr fiel es mir schwer, die Wörter "war geil" jedes Mal so umzuformulieren, dass es sich neu anhört. Aber egal. Denn:

Wegen letztem Donnerstag ist ausnahmsweise mal wieder alles anders™. Und das liegt an diesen Menschen:

Phrasenmäher
Foto: Simon Schwinge

Diese Menschen manifestieren sich zu einer Kapelle, die ich hier und jetzt allen, aber wirklich allen, ohrenbesitzenden Bewohnern dieses Planeten sowas von ans Herz legen möchte, dass man es schon fast Aufzwingen nennen könnte. Das hat aber natürlich mehrere gute Gründe, wie z.B.:
  • Die Band hat den absoluten Weltklasse-Namen "Phrasenmäher".
  • Die Homepage der Band hat den absolute Weltklasse-URL hochklappdings.de.
  • Die Band spielte im Kaiserkeller für läppische 3 (in Zahlen: 3) Taler.
  • Die Band musste Zugaben geben.
  • Der Schlagzeuger nennt sich Tom Tomtom.
  • Die Melodien sind fantastisch.
  • Die Texte sind fantastisch.
  • Für ein Lied wurde auch mal die Ukulele rausgekramt.
  • Ein Lied wurde auch mal a cappella gesungen.
  • In einem Lied kommt das Wort "prökeln" vor.
  • Und überhaupt.
Also: Phrasenmäher anhören und gut finden! Das ist ein Befehl!

Sonntag, 2. November 2008

Stock'n'Roll

Vorvorgestern klingelte ein Rockstock aus Monheim bei mir.

Stock: "Hallo."
Martin: "Hallo."
S: "Ich bin ein Stock."
M: "Aha."
S: "Hast du Zeit?"
M: "Nein."
S: "Ok. Also, ich stell dir jetzt Fragen und du verkleidest dich als autistischer Avantgardekünstler, der nur Antworten geben kann, die Songtitel einer tollen Rockkapelle sind."
M: "Ach so. Hast du 'autistischer Avantgardekünstler' nur wegen der aufregenden Alliteration gesagt?"
S: "Ja. Welche Band wählst du?"
M: "Die Mad Caddies."
S: "Warum?"
M: "Weil die toll sind."
S: "Ok."
M: "Ok."
S: "Geht los!"



S: "Männlich oder weiblich?"
M: "Big Brother!"

S: "Beschreibe dich!"
M: "We'll Start To Worry When The Cynics Start Believing!"

S: "Wie denken andere über dich?"
M: "The Gentleman!"

S: "Wie denkst du selbst über dich?"
M: "Something's Wrong At The Playground!"

S: "Beschreibe deine Ex-Freundin!"
M: "Good Intentions!"

S: "Beschreibe deine momentane Freundin!"
M: "Preppie Girl!"

S: "Beschreibe, wo du gerne wärst!"
M: "Days Away!"

S: "Beschreibe, wer du gerne wärst!"
M: "Spare Change?"

S: "Beschreibe deinen Lebensstil!"
M: "Today!"

S: "Deine Arbeit?"
M: "Day By Day!"

S: "Deine Stadt?"
M: "Bridges!"

S: "Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren?"
M: "Just One More!"

S: "Eigenschaft, die du an Menschen schätzt?"
M: "Reflections!"

S: "Eigenschaft, die dich nervt?"
M: "Villains!"

S: "Beschreibe, wie du liebst!"
M: "Mum's The Word!"

S: "Lebensmotto?"
M: "Cup O' Tea!"

S: "Ziel/Wunsch für 2009?"
M: "Popcorn!"

S: "Und zuletzt, ein paar Worte der Weisheit!"
M: "Lay Your Head Down!"



S: "Danke!"
M: "Bitte!"
S: "Unnu?"
M: "Keine Ahnung... Stuessy???"

Sonntag, 18. Mai 2008

Die Guten

Wie jeder halbwegs angebildete Mensch weiß, gehören die Herren von Muff Potter zu Turbomartins Lieblingspersonen. Probleme gab es nur des öfteren mit meinen Mitsympathisanten, die auf Konzerten lieber an ihrer Bierflasche nuckelnd in der Ecke standen anstatt dem Rock'n'Roll zu frönen. Aber anstatt der Hoffnung gab ich lieber eine Kartenbestellung für das 15-Jahre-Muff-Potter-Geburtstagskonzert auf.

Stattfinden sollte die Sause im Uebel & Gefährlich, das seinem Namen allerdings nur auf dem Hinweg gerecht wurde. Ich hab's nämlich trotz vorheriger Google Maps-Recherche zuerst nicht gefunden. Kann ja auch keiner ahnen, dass auf der Feldstraße die Hausnummern nicht logisch verteilt werden und die 66 nicht hinter der 64, sondern gegenüber der 40 liegt. Und es kann auch keiner ahnen, dass das Uebel & Gefährlich im 4. Stock (!) eines hässlichen Betonbunkers stationiert und das Namensschild von der Straße aus nicht zu sehen ist. Aber abgesehen von der leicht erschwerten Anreise beim Erstbesuch ist der Laden ganz charmant. Ausschließlich erreichbar über einen Aufzug (mit Liftboy) und mit einer grandiosen Aussicht, wenn man an der Pinkelrinne steht. Aber ich war ja nicht zum Schniedeln da, sondern zum Rocken.

Bis es soweit war, musste ich allerdings noch die okayen Kontainer (von denen ich mir direkt mal eine EP für 2 Euronen sicherte) und den langweiligen Walter Schreifels über mich ergehen lassen und fast bis morgen warten. Erst um 23 Uhr wurde die Leinwand für den von mir mit Spannung erwarteten 15-Jahre-Muff-Potter-Geburtstagsfilm "Weisheit & Demenz" aufgestellt. Die Spannung sollte auch berechtigt gewesen sein, denn "Weisheit & Demenz" ist ein echter Leckerbissen. Sozialkritisch, intelligent, spannungsgeladen und virtuos ist dieser Film mit Sicherheit nicht, dafür besticht er aber mit hinreichender Beknattertheit und formidablen Charakteren (der schlechtbezahnten Hausfrau Tristessa M, dem grobmotorischen Boxerboy, dem dauerkotzenden Finkelmann und dem weggeschmissenen Roboter). Auf meinem Turbometer eine glatte 10!

Ebenfalls eine glatte 10 gab es dann auch für das nachfolgende Konzert. Die Potters waren gut drauf, das Publikum (endlich einmal) auch und es wurde gerockt wie in guten alten Rheinkultur-Tagen. Nebenbei zollten Muff Potter noch einem Menschen im Bademantel Tribut, erklärten die Textzeile "und mein Nachbar und ich halten uns gegenseitig für Bunken", spielten exakt 0 schlechte Lieder und sorgten dafür, dass ich wieder einmal nach dem 1. Song nicht mehr konnte und mein T-Shirt so vollschwitzte, dass ich an Ort und Stelle ein neues kaufen musste.

In diesem Sinne: Happy Birthday, Muff Potter! Bis zum nächsten Mal.

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Gerade läuft: Nix

Donnerstag, 29. November 2007

Honking Antilope

Dienstag war Serj Tankian, der olle Schreihals von System Of A Down, das erste und bisher einzige Mal alleine in Köln bzw. sogar in Deutschland. Auf Tour. Dienstag war außerdem Turbomartin, der juvenile Leisetreter von Monheim, das 548923. Mal zusammen mit Stuessy und dem fraggomat in Köln. Und zufällig haben alle 4 sich getroffen und voll gerockt.

"Voll" ist in diesem Zusammenhang übrigens ein ganz brauchbares Stichwort. Denn ganz genau in diesem Zustand befand sich die Live Music Hall. Und wenn ich hier "voll" sage, dann meine ich in Wahrheit "richtig voll". Also "richtig, richtig voll". Beziehungsweise "so voll, wie die LMH noch nie voll gewesen ist". Circa. Und außerdem war's auch höllisch warm und stickig, sodass man entweder kaum Luft kriegte oder schwitzte wie deine Mutter beim Kacken oder beides.

Von dem Serj seiner Performance war ich dann allerdings ehrlich gesagt trotz Atemnot ein ganz kleines bisschen enttäuscht. Obwohl, musikalisch gab's da überhaupt nix zu meckern, das war ganz großes Tennis! Da hauen einen ja allein schon Stimme und Mimik aus den Socken. Nur: Der Jung ist kein Entertainer! Wirkliche Kommunikation mit dem Publikum gab's erst ganz am Ende, als er 3240x sagte, dass wir really amazing gewesen wären (waren wir natürlich auch). Zwischen den Liedern gab's kein "Thank you" (glaub ich) und erst recht keine vernünftigen Ansagen. Stattdessen fühlte ich mich wie auf ner Wahlkampfveranstaltung, da der Herr Tankian unbedingt irgendwelche auswendig gelernte und völlig zusammenhanglose politische Statements abgeben musste. Ich mein, dass sowas in der Richtung kommen würde, konnte man sich ja auch schon im Vorfeld an allen 3 verkrumpelten Fingern abzählen und Serjs politisches Engagement ist auch mit Sicherheit nicht verkehrt, aber man darf doch trotzdem ruhig auch mal ein bisschen aufs Publikum eingehen und muss nicht nur stur sein Ding durchziehen. Oder? Dann kann ich auch die CD hören, das ist halt nur nicht so laut. Mal ganz davon abgesehen, dass das Konzert mit knapp 70 min natürlich viel zu kurz war (was allerdings auch verständlich ist, wenn man erst 1 Album am Start hat). Also sowas muss ich echt nicht nochmal haben. Auch wenn die musikalische Seite wirklich brillant war.

Gerade läuft: Ska-P - Tío Sam (Album: Planeta Eskoria)

Montag, 26. November 2007

Arnim und die Bomben

Man kennt mich ja. Immer auf der rockigen Seite des Lebens und dem einen oder anderen Konzert nicht abgeneigt. Und nachdem die Herren von den Beatsteaks dieses Jahr bei Rock am Ring dermaßen gefelst haben, hab ich mir gedacht: "Ok!" Deswegen war ich dann auch am Freitag im Palladium, wo sich die Schlagschnitzel für den Abend angemeldet hatten.

Beim Einlass bewiesen fargy, fargyne, ich und der Rest (im Folgenden "wir" genannt), dass das MiniMax-Prinzip eben doch möglich ist: Mit minimalem Einsatz (hier: erst 5 Minuten vor Einlass ankommen und sich einfach am vorderen Ende der Schlang anstellen) erzielten wir den maximalem Erfolg (hier: Bändchen für den Bereich vor dem Wellenbrecher und Baguette). BWL my ass! Joa. Die restlichen 1½ Stunden bis zum Beginn des Konzerts verbrachte ich dann auf dem Klo, weil das Waschbecken im Palladium so mögig ist. Der letzte Satz beinhaltete natürlich eine Lüge. Und diese hat nix mit dem Waschbecken zu tun.

Naja. Wie nicht gesagt, ging's um 20h los. Mit Turbostaat. Und bei denen dachte ich mir doch: "Netter Name, mäßige Musik." So richtig gefallen hat mir das halt nicht. Aber war ja auch nur die Vorband. Obwohl die im Grunde aber auch vollkommen überflüssig war, zumindest was die Stimmung anging. Selbige war nämlich schon lange vor dem Konzert besser als bei anderen Bands währenddessen. Und dann bei den Beatsteaks brannte natürlich die Bude! Das war aber auch ne Show! Laut, schnell, energiegeladen, sympathisch, mit Seifenblasen (!), mit Stoppspielen, mit Jam-Session, mit Hinsetzen undundund. Nach dem 2. Song war ich schon wieder total geschafft, am Ende vollkommen verschwitzt und mittlerweile um die Erkenntnis reicher, dass die Beatsteaks wohl eine der besten Live-Bands Deutschlands sind.

Gerade läuft: NoFX - New Boobs (Album: Ribbed)

Mittwoch, 21. November 2007

Super Drei

*** Vorsicht! Dieser Beitrag beginnt mit einem unglaublich ausgelutschten Wortspiel! Leser mit schwachen Nerven, die empfindlich auf einen rapide sinkenden Humorpegel reagieren, sollten den folgenden Absatz einfach überspringen. ***

Um mich angemessen auf mein Kolloquium vorzubereiten, war ich vorvorgestern beim Arzt. Mit Ach und Krach konnte ich mir einen Termin bei Dr. mus. BelaFarinRod, der am Sonntag zum 3. Mal in Folge in Dortmund Sprechstunde hatte, ergattern. Nach einem längeren Aufenthalt im zugigen Wartezimmer wurde ich dann auch sogar in die Praxis gerufen und konnte meine simulierte Prüfungsangst mit solidem Rock bekämpfen.

Für alle, die erst jetzt anfangen zu lesen: Herzlich willkommen! Ich erzähl grad so ein bisschen von Sonntag, wo ich in Dortmund auf nem Konzert von die ärzte war. Also nicht auf irgendeinem Konzert, sondern auf dem 2. Dortmunder Zusatzkonzert, welches kongruent zum 3. Dortmunder Gesamtkonzert war. 3 Mal hintereinander ausverkauftes Haus in ein und derselben Stadt, sowas kann auch nur die beste Band der Welt. Sag ich jetzt mal so.

Um uns eine Position vor dem Publikumsteiler und somit nah an der Bühne zu sichern, deichselten der Stuessy und meine Wenigkeit die Hinfahrt so, dass wir die Westfalenhalle schon verhältnismäßig früh erreichten und noch 2 Stunden mit durch Eisklumpen substituierten Füßen rumstehen konnten. Naja, immerhin gab's ne Dose Roter Ochse für umme und den Trost, dass es auch Leute gegeben haben soll, die schon gegen 13h in Monheim losgefahren sind, um rechtzeitig zum Einlass um 18h am Start zu sein. Wie auch immer, das begehrte Bändchen für die 1. Welle wurde sich durch diese Methode mit Leichtigkeit gesichert, es war noch genug Zeit, sich die unsagbar grottige Economy-Version von "Jazz ist anders" zu ogern (Kauftipp!) und immerhin ging es ja auch um die ärzte.

Hätte ich trotzdem noch an den Verhältnismäßigkeiten gezweifelt (was ich nicht tat, bin ja ärprobt), so wären diese Zweifel dann spätestens um ca. 20h mit den ersten Takten von "Himmelblau" weggefiedelt worden. Denn was dann begann, kann man eigentlich nur als absolut brillant bezeichnen. Eine Setlist, in der sich Hit an Megahit reihte und die beinahe vergessene Perlen wie z.B. "Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt" beinhaltete; eine Show, für die das Wort Schwachsinn hätte erfunden werden müssen sofern es nicht schon existent wäre (ich sag nur "Einzähl-LaOla"); die ärzte, die sympathisch viele Texthänger hatten und nur widerwillig nach dem dritten Zugabe-Block das Feld räumten; und ein Publikum, dem der Rock in den Kleidern und der Schalk im Nacken saß (Polonaise!!!). Also alles in allem keiner weiteren Worte bedürftig, sondern definitiv das beste meiner bisherigen ärzte-Konzerte!

Gerade läuft: Fuppes

Montag, 12. November 2007

Der Hammer Hammer

Freunde und Kupferstecher! Es wird mal wieder Zeit, euch daran zu erinnern, wie toll euer größtes Idol Turbomartin so ist. Und wie es der Zufall will, trug sich just gestern ein Ereignis zu, dass zu diesem Zweck geradezu predes prädesze vorherbestimmt ist.

Wie der gut unterrichtete "Schampus mit Lachsfisch"-Fan weiß, bin ich nicht nur ein außerordentlich talentierter und gutaussehender Liebhaber Wortakrobat, sondern auch ein unglaublich begabter und gutaussehender Zupfgeigenhansl. Meine mit dem auch "Eiffelturm der Zupfmusik" genannten Saiteninstrument errungenen Erfolge sind nahezu unüberschaubar - stellvertretend erwähnt werden soll an dieser Stelle lediglich eine 1994 mit Bravour bestandene D1-Prüfung in Jülich. Da ich als Mensch jedoch nicht übermäßig gerne im Rampenlicht stehe, habe ich mich vor einigen Jahren dazu entschlossen, mein musikalisches Können ganz in den Dienst eines Kollektivs zu stellen, welches offiziell "Zupforchester Monheim" heißt, in Kennerkreisen allerdings besser unter dem Namen "Turbomartin und die Estrich-Boys" bekannt ist.

Nun ja. Auf jeden Fall war es so, dass sich der vermeintliche Chef des ganzen Klubs in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit eures Lieblingsbloggers seiner psychischen Remote-Steuerung entledigte und "Turbomartin und die Estrich-Boys" zum Landesorchesterwettbewerb in Hamm anmeldete. Das Dilemma war groß. Ohne Frage wäre ohne ein beherztes Eingreifen meinerseits ein haushoher Erfolg über die Konkurrenz und eine gigantische Demütigung derselben nicht zu vermeiden - Gift für euren öffentlichkeitsscheuen Helden. So hatte ich eigentlich keine Wahl: Durch geschickt eingebaute Dissonanzen, vorgetäuschte Orientierungslosigkeit und lange einstudiertes Unvermögen musste ich versuchen, die Wertung so gut es ging nach unten zu drücken. Ein geradezu hanebüchenes Unterfangen! Jeder, der sagen wir mal Fahrrad fahren kann und dann mit Absicht versucht, es nicht zu können, wird mir hier wohl zustimmen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Selbstverständlich gelang es Turbomartin, den totalen Triumph zu verhindern und nicht als Nummer 1 nach Hause zu fahren. Dank der fantastischen und mehrfach praxiserprobten MoFa-Strategie (patent pending) konnte ich die drohende Maximalwertung von 25 Punkten verhindern und den Schaden mit 23,2 Punkten begrenzen. Positiver Nebeneffekt: Das gemeine Volk war trotzdem aus dem Häuschen und bei der nächsten Probe gibt's was zu futtern.

Gerade läuft: Olli Schulz & Der Hund Marie - Affenbär (Album: Das beige Album)

Sonntag, 4. November 2007

Schöner Tag

Donnerstag abend im Rheinland. Stuessy so: "Sommer morgen nach Köln? TempEau spielen da im Stereo Wonderland, direkt im Zentrum der Action™." Ich so: "Ah, TempEau. Das sind doch Jan und Stephan von Selig und Marek Harloff, dieser eine Schauspieler, den keiner kennt. Die machen schöne Rockmusik. Check!"

Freitag nachmittag im Rheinland. Ich so: "Wann geht das eigentlich heute los?" Stuessy so: "Keine Ahnung." Ich so: "Ich guck mal auf der Seite vom Stereoland. Hmm, steht ja gar nix. Ich guck mal auf der Seite von TempEau. Hmm, steht ja gar nix. Ich guck mal auf der Seite von Eventim. Hmm, steht ja gar nix. Ich guck nochmal auf der Seite vom Stereoland. Ach, da steht ja doch was. Konzerte: Montag bis Sonntag / Einlass: ab 20 Uhr / Beginn: 21 Uhr / Ende: 22 Uhr." Er so: "Wie, nur eine Stunde?" Ich so: "Ja, steht hier." Er so: "Verrückt." Ich so: "Jo. Könnte spaßig werden."

Freitag abend in Köln. Ich so: "Hallo, ich hab dir Bier gekauft." Stuessy so: "Juchu! Lecker." Ich so: "Ja." Er so: "Hier ist ja Baustelle." Ich so: "Allerdings. Müssen wir wohl da hinten rum." Er so: "Ja." Ich so: "Ach hier sind wir jetzt?!" Er so: "Krass! Sind wir ja genau richtig gegangen. Ist ja viel besser als der andere Weg." Ich so: "Stimmt, da vorne ist das ja schon." Ein Penner so: "Höhöhö!" Ich so: "So, kurz vor 9. Lass mal reingehen." Stuessy so: "Ok."

Ich so: "Hallo." Einlasser so: "..." Ich so: "Verrückt! Der Laden ist ja so groß wie die Wohnung von meiner Schwester!" Stuessy so: "Auf jeden Fall! Definitiv der kleinste Club der Welt!" Einlasser so: "10 Euro." Ich so: "Gib mir 10, ich geb dir 20." Stuessy so: "Ok." Ich so: "Ich leg die Jacken mal da auf die Fensterbank." Er so: "2 Bier, bitte." Ich so: "Lecker." Er so: "So, 21 Uhr. Geht ja wohl gleich los." Ich so: "Ist ja noch keiner auf der Bühne." Er so: "Hallo, kenn ich dich von der Berufschule?" Typ so: "Öh..." Ich so: "Ich glaub, das fängt doch nicht um 9 an. Jetzt ist's ja schon halb 10!" Stuessy so: "Glaub auch." Ich so: "2 Bier, bitte." Er so: "Lecker." Ich so: "Ui, warm hier." Er so: "Ja, ist ja auch ganz schön voll." Ich so: "Joa. Und klein." Er so: "In der Tat. Guck mal, das sieht so aus, als wär der Backstageraum aufm Klo." Ich so: "Hahaha, das war lustig!"

Stuessy so: "Ah, da sind sie ja endlich." Ich so: "Was sagt die Uhr?" Er so: "1000, aber ich guck nochmal nach... 22 Uhr." Ich so: "Hat das Internet wohl gelogen." Er so: "Quatsch! Das Internet hat immer recht! Die haben hier einfach Kacke gebaut." Ich so: "Ok." TempEau so: "Hallo, wir sind TempEau. Sie ist ein Kind nationaler Jugendarbeit. Sie widmet sich den Kindern über die sich sonst keiner freut." Ich so: "Die sind toll!" Stuessy so: "Auf jeden Fall. Und gemütlich ist's hier auch." Ich so: "Stimmt. So ein Konzert von der Theke aus ist auch mal nett." Er so: "Apropos. 2 Bier, bitte." Ich so: "Lecker." TempEau so: "Bang City Bang, Bang Berlin!" Mädchen so: "STEPHAN!!" Stephan so: "JA!" Sie so: "DRUMSOLO!!" Er so: "GLEICH!" Ich so: "Sowas gibt's ja auch nur in so kleinen Geräten. Ich mag das." Stuessy so: "Ich auch." TempEau so: "Ein schöner Tag. Schade, dass Krieg ist." Ich so: "2 Bier, bitte." Stuessy so: "Lecker." TempEau so: "Schüss."

Stuessy so: "Ist jetzt zuende." Ich so: "Ja. War ja doch länger als ne Stunde." Er so: "Jup. Pass op, Plan: Erst zum Red Chicken und dann ins Soylent Green." Ich so: "Gut gedeichselt, Planmann!" Er so: "Döner!" Ich so: "Ich auch." Dönermann: "Mit allem?" Ich so: "Ja. Lecker." Stuessy so: "Ja. Red Chicken felst!" Ich so: "Komm, weiter." Er so: "Ja, hier ist ja schon das Soylent Green." Ich so: "Pass mal auf unsere Jacken auf." Typ so: "Ok." Stuessy so: "2 Bier, bitte." Ich so: "Lecker." Er so: "Guck mal, die beiden gehen poppen." Ich so: "Verrückt." Wirt so: "Bei euch noch was?" Ich so: "Hö? Ist das hier mit Bedienung?" Er so: "Ja." Ich so: "Hammer. 2 Bier, bitte." Er so: "Ok." Stuessy so: "Lecker." Ich so: "Bei mir auch." Wirt so: "Noch 2 bei euch ne?" Ich so: "Nee, wir hauen jetzt ab." Er so: "Wie? Ihr könnt doch noch reden." Stuessy so: "Aösdjödcvmb sui." Wirt so: "Ok. Schüss." Stuessy so: "Schüss." Ich so: "Schüss."

Gerade läuft: die ärzte - Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend) (Album: Jazz ist anders)

Freitag, 2. November 2007

Pizza wunderbar

Leute, ich werd bekloppt! Ich könnte ausrasten vor Begeisterung! Ungefähr so: AOSHDIUASHDIuAHSfsdhflkjasuizhwe sdhfklqwzuifasdl hfasdhf lasjkh!!1!11

Da komm ich heute von der Maloche nach Hause und finde ein Päckchen vom Internethändler meines Vertrauens auf meinem Schreibtisch. Ich bin erfreut, denn ich kenne den Inhalt. Aber niemals, ich wiederhole: NIEMALS, hätte ich mit sowas gerechnet. Echt jetzt.

Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass ich seinerzeit schon feuchte Hosen hatte, als ich die Aufmachung von Bela B.s Solowerk sah. Aber was die ärzte da mit ihrem neuesten Gerät veranstaltet haben, ist einfach nur nobelpreisverdächtig!

Doof ist anders #1  Doof ist anders #2
Doof ist anders #3  Doof ist anders #4

Wer sich die Platte nur runterlädt und nicht kauft, ist selber schuld. Ich muss mich jetzt erstmal umziehen...

Gerade läuft: Aber auch gar nix

Try Try Try

Itchy who? Jürgens Motherfucker!
Foto: Pierre LaQua

Liebe Freunde der gepflegten Punkmusik, ich hab was zu berichten! Denn es war mal wieder Konzertzeit. Am Montag schon. An besagtem Tag nämlich trug es sich zu, dass sich die Scheißcombo Itchy Poopzkid (Itchy who? Poopzkid, Motherfucker!) in den altehrwürdigen Prime Club verirrte. Und wo sie schonmal da war, versuchte sie gleich mal, das Haus zu felsen.

Ich war ja wirklich gespannt. Wirklich. Ursprünglich nur wegen des beknatterten Namens auf die Kapelle aufmerksam geworden, hörte ich mir seinerzeit mal vorurteilsfrei deren Outputs an und stufte sie als "ganz okay" ein. Was in Langform bedeutet: "So gut, dass man sie sich anhören kann, aber nicht gut genug, um großartig Geld dafür ausgeben zu müssen". Klang halt doch alles verhältnismäßig weichgespült und nicht sonderlich innovativ. Und dann kam irgendwann doch glatt der Stuessy vorbei, sagte (sinngemäß): "Heidewitzka! Ich hab letztens das juckende Pupskind als Vorband von Sum 41 gesehen und es hat grandios gerockt!" und wackelte wie ein Bekloppter an meinem Entschluss. Passiert ja durchaus mal, dass ne Band live der absolute Oberbrenner ist, aber auf Platte halt nur ganz okay.

Ich ließ es also auf einen Versuch ankommen und ziehe nun ein im zweifachen Sinne zweigeteiltes Fazit:
  1. Itchy Poopzkid sind live der absolute Oberbrenner!
  2. Nochmal muss nicht sein.
Wie das sein kann? Eigentlich ganz einfach: Indem der Sound live um ein Vielfaches rauher und punkiger daherkommt als auf CD, indem die Band einen riesen Spaß auf der Bühne hat und das auch zeigt und indem die Stimmung absolut fantastisch ist und die Kapelle phänomenal bejubelt wird, was wiederum dazu führt, dass die Band einen noch riesigeren Spaß auf der Bühne hat und das auch zeigt. (Das war jetzt der Grund für Punkt 1 oben, dem der Grund für Punkt 2 nun folgt.) Und: Indem mittlerweile Singles von Itchy P. bei MTV auf schwerer Umdrehung laufen und in den Charts auftauchen! Ja woher soll ich als alter Charts- und TV-Abstinenzler denn sowas wissen?! Ich dachte halt, eine Band mit so nem Namen wird in 1000 Jahren nicht Mainstream. Aber da hab ich mich wohl getäuscht.

An sich sind kommerzielle Erfolge von Bands für mich als Mensch ja auch nicht weiter schlimm, nur: Sie hatten bei Itchy Poopzkid den gleichen Effekt wie bei den Sportfreunden. Nämlich Kommentare wie "Da gibst nüt viel zu sagen nur IPK sind einfach hamma mega krass übelst GEIL hehe" in der Wikipedia-Diskussion und ein Altersdurchschnitt auf dem Konzert, den Stuessyline, Stuessy und ich auf geschätzte 15 Jahre anhoben! Und ich sag's gerne nochmal: Kleine Kinder können einfach nicht rocken! Nur schieben. Und nach der Bildung eines Kreises aufeinander zulaufen, weil sie das im Fernsehen bei der Rock am Ring-Übertragung gesehen haben und einfach hamma mega krass übelst GEIL hehe fanden. Dass sowas nach dem 12. Mal echt nervt und die ganze Schieberei das beste Konzert zunichte macht, wird wohl erst im 9. Schuljahr unterrichtet. Für mich bedeutet das allerdings: Kein (Headliner-)Konzert von Itchy Poopzkid mehr. Eigentlich schade. Weil schlecht sind die Jungs auf keinen Fall.

Gerade läuft: Nix

Donnerstag, 18. Oktober 2007

The Truth

Kaum aus dem Urlaub zurück, stand auch schon das nächste Muskevent auf dem Plan. Diesmal (also Montag): Ein Konzert der Crossover-Urgesteine von Clawfinger, die ungefähr so aussehen wie auf der folgenden Konzeptzeichnung.

Clawfinger. Fast

Wie immer gab's aber erstmal eine Vorband, die diesmal Cloon hieß und Musik machte, die okay und unspektakulär genug war, um dazu gemütlich Bier zu trinken ohne an Ohrenkrebs ersticken zu müssen. Derart gestärkt schlängelten wir uns dann für die Herren aus Skandinavien in die vorderen Reihen. Eine gute Idee, denn es rockte ganz gewaltig! Und das auf äußerst angenehme Art und Weise, da Clawfinger zwar schon härtere Musik machen, die aber trotzdem sehr tanz- bzw. hüpfbar ist, sodass die Hardcore-Prügel-Fraktion nicht viele Möglichkeiten hatte, sich auszubreiten. Sehr praktisch war auch, dass die Musik nicht übermäßig viele Überraschungen bietet, sodass man auch bei unbekannten Liedern spätestens nach dem ersten Refrain super mitrocken konnte. Fazit: Sympathische Band, dufte Musik, tolle Stimmung und mit "Do What I Say" ein absoluter Todesstoß am Ende, der auch das letzte T-Shirt nass machte. Wird wiederholt!

Gerade läuft: Jupiter Jones - Jupp (Album: Raum um Raum)